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28.02.2006 Fastnachtsumzug 2006

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Narren hatten Einiges zu kritisieren
Waldbronner Umzug war Schlusspunkt der Fastnachtskampagne

Mit seinem neuen "Dienstwagen" fuhr Waldbronns Ortsoberhaupt Harald Ehrler dem Zug voraus

Zum Abschluss der närrischen Tage bewegte sich der Faschingsumzug mit rund 80 Gruppen durch die Straßen Waldbronns. Hexen und Wagen mit kommunalpolitischen Themen waren im Zug in buntem Wechsel vertreten. Waldbronns Schultes Harald Ehrler inspizierte als Vorhut mit seinem neuen "Dienstwagen", dem Dreirad, den närrischen Zugweg, ehe er beim Brunnenplatz die einzelnen Gruppen begrüßte und vorstellte.
Für Stimmung im Zug sorgten zahlreiche Musikkapellen und Guggen-Musiken. Es waren die Gaudi-Gugge der Concordia Reichenbach, der Musikverein Feldrennach, die Wasenknoddler aus Ettlingen, die Musikvereine aus Ittersbach, Reichenbach und Busenbach, die Russe Gugge aus Auerbach und die Hexe Gugge aus Calw. Sie unterhielten am Zugweg ebenso wie die Gruppen, die mit den Zuschauern ihren Schabernack trieben. Viele von ihnen sind Stammgäste beim Waldbronner Umzug und kamen aus der gesamten Region. Aus Ettlingen, Rheinstetten, Pfaffenrot und Schielberg, Auerbach, Rastatt und Calw, Offenburg, Ötigheim, Schömberg, Bietigheim, Bruchsal, Neuweiler, Bühl und Bühlertal waren Gruppen und Wagen nach Waldbronn gekommen. Mit ihren schönen Masken und den bunten Kostümen gaben sie dem Zug ein buntes Kolorit. Von vielen Wagen tönte zudem fastnachtliche Musik und die Kinder am Straßenrand sammelten eifrig die großzügig geworfenen Gutsele ein.

Für Musik im Zug sorgte der Musikverein "Edelweiß" Busenbach und ....

Da auch viele Waldbronner Vereine im Umzug vertreten waren, kam auch die Kommunalpolitik nicht zu kurz. "Ob Maibaum oder Christbaum - in Waldbronn ein Alptraum" spielte der Kleintierzuchtverein Reichenbach auf eine aktuelle Diskussion an, die auch der TSV Etzenrot auf seinem Wagen glossierte: "Ich bin 1A des isch doch klar, für mich sind reservierte Weihnachtsbäume da!. Garniert war der Spruch mit einem Konterfei des Bürgermeisters. Auch der Schuldenberg wurde mehrfach glossiert. Die Jugendfeuerwehr hatte einen Eisbären hoch auf ihrem Wagen thronen und dazu den Spruch: "Schuldenberg Waldbronn - stolz schauen wir übers Albtal". Und die Faschingsgesellschaft Auerbach meinte zur Nachbarschaft: "Schuldenberge, wohin man schaut, aber uns das Polizeirevier geklaut!"
Auch das renovierte Kurhaus bekam sein Fett weg. Der Obst- und Gartenbauverein Reichenbach fragte wehmütig: "Unser Kurhaus terra und grau, wo ist das schöne Ehrler-Blau?" Auch die "Sperrzone Neuer Heubusch" wurde wegen des hohen Lärmschutzwalls vom Brieftaubenverein Reichenbach ins närrische Visier genommen: "Der Osten riss die Mauer nieder, in Busenbach sieht man sie wieder". Und das Lindenbräu stellte lapidar fest: "Bad Waldbronn muss gar nicht sein, baden gehen wir von allein".

... mit anderen Kapellen der Musikverein "Lyra" Reichenbach

Aber auch weitere Themen wurden angesprochen. Der ERC Waldbronn beklagte, dass das Eistreff zwar bereit stehe, aber zum Schlittschuh laufen keiner Zeit habe. Der FC Busenbach "freute" sich: "Der Aldi-Platz, das ist ein Segen, jetzt 'dürfen' wir ihn selber pflegen!" Der MSC Reichenbach fuhr seitlich die strahlenden Merkel und Müntefering spazieren, während sich auf der Rückseite Gerhard Schröder einige Tränchen aus dem Auge wischte. "Wir sind Deutschland" war das Motto der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach, die damit an Arbeitslose, Mehrwertsteuer, Vogelgrippe und Benzinpreise erinnerte.
Aus Waldbronner Sicht waren im Umzug so ziemlich alle großen Waldbronner Vereine mit Fußgruppen, Wagen oder Kapellen vertreten. Die Musikvereine aus Busenbach und Reichenbach, letzterer mit fast seinem gesamten närrischen Aufgebot, der Gesangverein "Concordia" Reichenbach, ebenfalls mit einer großen Abordnung, der TSV Reichenbach mit einer glücksbringenden Kaminfegertruppe, der Gesangverein Busenbach verteilte wieder seine bekannten "Griewewürscht", beim Turnverein Busenbach waren nach 100 Jahren die "Turnpflänzchen immer wieder da". Auch der Tennisclub marschierte im Zug mit. Fußgruppen geschickt hatten der Frauenverein Reichenbach und der FC Busenbach. Die Waldbronner Hexen griffen sich immer wieder unbeteiligte Zuschauer und entführten sie auf ihrem Wagen. Für den Besuch des Freibads warb die DLRG Waldbronn.
Den Umzug begleiteten sichernd das DRK, die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei. Nach Ende des närrischen Lindwurms war in der Kinderschulstraße in Busenbach und in der Stuttgarter Straße in Reichenbach noch reichlich Gelegenheit, bei den Straßenfesten den Karneval 2006 ausklingen zu lassen.

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