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12.06.2002 Gemeinderat: Keine Citykarte für Waldbronn

Keine Citykarte für Waldbronn

SPD-Antrag scheiterte an Kosten

Waldbronn soll für Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr in das Stadtgebiet von Karlsruhe bei den Tageskarten in den Geltungsbereich der Citykarte einbezogen werden, so ein Antrag der SPD-Fraktion im Waldbronner Gemeinderat. Als Beispiel wurde die Gemeinde Remchingen im Enzkreis angeführt.
Begründet wurde der Antrag, dass von Waldbronn in das Stadtgebiet von Karlsruhe vier Tarifzonen berechnet werden, und damit der Geltungsbereich der Citykarte mit drei Zonen überschritten werde. Benötigt werde statt dessen die deutlich teurere Regiokarte. Die Gemeinde Remchingen, weiter von Karlsruhe entfernt als Waldbronn, hat nun die Einbeziehung der Gemeinde in den Geltungsbereich der Citykarte beschlossen und zahlt dem KVV einen jährlichen Ausgleich.
Das Landratsamt, an das die Gemeinde den Antrag weitergeleitet hatte, kam in seiner Antwort zu dem Ergebnis, dass die Einbeziehung Waldbronns in den Geltungsbereich der Citykarte mit dem gültigen Tarifsystem des KVV nicht vereinbar sei. Außerdem bedeute dies die Einbeziehung einer vierten Tarifzone und ein Beschluss pro Waldbronn, so das Landratsamt, hätte Folgewirkungen, da andere Gemeinden diesem Beispiel folgten.
Sollte Waldbronn aber die Einführung dennoch beschließen, so sei der Abmangel voll von der Gemeinde zu tragen, den Hauptamtsleiter Walter Knab mit rund 200.000 Euro pro Jahr bezifferte. Deshalb schlug die Verwaltung vor, dem Antrag nicht zuzustimmen. Ehe es aber dazu kam, zog Marianne Müller (SPD) "unter diesen Voraussetzungen" den Antrag zurück. Bürgermeister Harald Ehrler bedauerte, dass die Einbeziehung, die "gut für Waldbronn" gewesen wäre, an den Finanzen scheitere.

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