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12.06.2002 Gemeinderat: Energiebericht

Energiebericht der Gemeinde vorgelegt

Deutlicher Rückgang bei der Wärmeenergie

"Vor allem bei der Wärme konnten sehr gute Ergebnisse erzielt werden", war einer der Kernsätze aus dem Energiebericht der Gemeinde Waldbronn, der aber ansonsten mehr Fragen als Antworten provozierte. So konnte Gemeinderat Prof. Dr. Kristian Kroschel (FWV) auch unwidersprochen feststellen: "Die Zahlen sind alle falsch!" Da dies aber kein Problem der "KEA – Klimaschutz und Energieagentur Baden-Württemberg" zu sein schien, vergab der Gemeinderat schließlich einstimmig den Auftrag an die KEA, auch in den kommenden drei Jahren den Verbrauch von Energie und Wasser in ausgewählten gemeindeeigenen Gebäuden zu überwachen.
Umfassen soll diese Prüfung folgende Objekte: Albert-Schweitzer-Schule, Anne-Frank-Schule mit Turnhalle, Waldschule Etzenrot, Musikschule, Altes Rathaus Etzenrot, Bauhof, Jugendtreff, Gemeindegärtnerei, Festhalle, Feuerwehr und DRK Etzenrot, Kulturtreff, die Friedhöfe in Busenbach, Etzenrot und Reichenbach und den gemeindeeigenen Kindergarten "Schwalbennest".
Die Daten für die vorgelegten Statistiken beruhen dabei auf monatlichen Verbrauchsmessungen, Analysen des Verbrauchs und die Auswertung mit einer speziellen Software der KEA. Nicht mehr in diese Erhebungen einbezogen werden künftig Kurhaus, Gesellschaftshaus Etzenrot und Freibad, da alle drei Objekte von der Kurverwaltung betrieben werden. Ebenfalls herausgenommen wurde die Gemeindebücherei. Bei allen Objekten seien die Mängel bekannt, auß0erdem stehe die Software der KEA auch der Kurverwaltung zur Verfügung, ergänzte Bürgermeister Harald Ehrler.
Wie aus dem Bericht, den Umweltberaterin Isa Weinerth präsentierte, zu entnehmen war, konnten in vielen Bereichen Verbesserungen erzielt werden. Allerdings liegen einzelne Objekte noch immer außerhalb des prognostizierten Zielbereichs. Dazu gehören unter anderen die Turnhalle der Anne-Frank-Schule bei Strom, Wärme und Wasser, das Kurhaus und die Waldschule bei Strom und Wasser sowie das Alte Rathaus Etzenrot in allen drei Bereichen. Auch der Jugendtreff gehört noch in diese Liste. Die Verbesserungen, die erzielt werden konnten, basieren zum größten Teil auf Anregungen der KEA, die durch die Gemeinde umgesetzt wurden.
Helmut Völkle (CDU) und Dr. Andree Keitel (SPD) werteten die Ergebnisse positiv. Joachim Lauterbach (CDU) wollte keine Trennung zwischen Kurverwaltung und Gemeinde, da die Kurverwaltung gemeindeeigene Objekte betreibe. Ziel müsse es sein, mit allem Objekten in den Zielbereich zu kommen. "Wenn Mängel vorhanden sind, müssen sie abgestellt werden!", so Lauterbach. Zisternen, um den hohen Wasserverbrauch bei der Festhalle zu senken, über deren Zähler läuft die Sportplatzberegnung, regte Prof. Dr. Kristian Kroschel an. Außerdem sollten konkret dargestellt werden, was durch die KEA an Einsparungen in Euro zu erwarten sei. Das Ablesen der Verbrauchszahlen allerdings, so Kroschel, könne auch durch gemeindeeigenes Personal erfolgen. Von einem "recht ordentlichen Ergebnis auf die Gesamtheit der Objekte betrachtet", sprach Heribert Purreiter (Bündnis90/Die Grünen).

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