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22.12.2005 Marinechor der Russischen Ostseeflotte

Russischer Marinechor begeisterte
Hochkarätige Veranstaltung bei MP-TV in Neurod

Mit Musik und Tanz begeisterte das Ensemble des Marinechors der Russischen Ostseeflotte aus Kaliningrad

Eine temperamentvolle Show mit Musik, Gesang und Tanz bot der Marinechor der Russischen Ostseeflotte im MP-TV-Studio in Waldbronn-Neurod, das damit seine Feuertaufe mit der ersten durchaus hochkarätigen Großveranstaltung bestand. Auf die Bühne gebeten von den Marinesängern wurde auch Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler, der die Gäste, teilweise in Russisch, herzlich willkommen hieß.

Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler begrüßte die russischen Gäste

Wer gekommen war, um bekannte russische Volkslieder zu hören, kam zwar auch auf seine Kosten, aber die Sänger und Musiker boten weitaus mehr. Neben russischen Volksliedern und Romanzen wie "Stenka Rasin", "Schwarze Augen" und dem bekannten "Kalinka" stand auch Folklore aus Italien -"Funiculi, funicula"- auf dem Programm. Auf deutsch sang der Chor wunderschön verhalten und a capella "Im schönsten Wiesengrunde".

Chor und Orchester standen unter der Leitung von Frgatten-Kapitän Boris Gastev

Beachtlich waren die Stimmen der Solisten, die immer wieder aus dem Chor hervortraten. Vom Bass bis zum Tenor ist dieser Chor substantiell hervorragend besetzt, Beispiele dafür sind der Bassist Wjatscheslav Schelestow oder der Tenor Leonid Rudobelez, der mit der Arie "Nessun dorma" aus Puccinis Oper "Turandot" brillierte. Einen schön timbrierten Mezzo ließ zudem Ludmilla Poladjewa in zwei russischen Volksliedern und dem "Ave Maria" von Schubert und Bach Gounod hören, die Boris Gastev hintereinander arrangiert hatte..
Begleitet wurden Chor, Solisten und Ballett von einem relativ kleinen Orchester mit Balalaika, Gitarren, Keybord, Akkordeon, Trompete, Posaune und Schlagwerk, die aber durch die raffinierten Arrangements hervorragend zur Geltung kamen. Bis auf wenige Ausnahmen stammten diese Bearbeitungen von Fregatten-Kapitän Boris Gastev, dem musikalischen Leiter des Chors und Absolventen des Moskauer Tschaikowski-Konservatoriums. Er leitete auch, ohne Notenpult und Partitur, mit stupender Sicherheit seine Musiker und Sänger durch den Abend.

Die russischen Gäste bei ihrem wunderschönen Schlussbild

Insgesamt lebte der Auftritt auch von den temperamentvollen und quirlig choreografierten Tanzszenen, die neben zwei Marineszenen zu Beginn und am Ende vor allem russische Folklore zum Inhalt hatten. "Kosakentanz", Ukraine" und "Hochzeit" sind gelungene Beispiele dafür. Neben den teilweise akrobatischen tänzerischen Leistungen animierten auch die jeweils wechselnden Kostüme der 13 Tänzerinnen und Tänzer immer wieder zu Sonderapplaus.
So lebte der Abend von einem schnellen Wechsel zwischen Musik, Gesang und mitreißenden Tanzszenen. Mit Standing Ovations feierten die Zuhörer zum Schluss alle Mitwirkenden, die sich mit Zugaben für den Applaus bedankten, mit "Doswidanja heißt auf Wiedersehen" verabschiedeten und bei der letzten Zugabe die Zuhörer als Akteure mit einbezogen.

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