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15.05.2002 Gemeinderat: Sozialbericht diskutiert

Sozialbericht des Landkreises vorgelegt

Hohe Zahl Alleinerziehender in Waldbronn

Keinen Sprengstoff enthalte der Sozialbericht des Landkreises Karlsruhe für die Gemeinde Waldbronn, so Bürgermeister Harald Ehrler zu Beginn der Beratung über den Sozialbericht. Dies sei auch ein Ergebnis der vorausschauenden Politik von Gemeinde und Gemeinderat in den zurückliegenden Jahren. Ehrler erwähnte dabei besonders die offene Jugendarbeit, aber auch die Unterstützung der Kommune für die Jugendarbeit in den Vereinen und für die karitative Arbeit.
Den Sozialbericht in seinen wesentlichen Punkten stellte danach Hauptamtsleiter Walter Knab vor. Bekannt ist dabei die Tatsache, dass Waldbronn zu den am dichtesten besiedelten Gemeinden im Landkreis Karlsruhe zählt, was, wie der Bürgermeister ergänzte, bei der Ausweisung neuer Baugebiete immer wieder zu Problemen führe. Eher am Schluss der Tabelle ist Waldbronn dagegen mit 20,5 Prozent junger Menschen unter 21 Jahren bezogen auf die Gesamtbevölkerung zu finden.
Positiv sei, dass die Arbeitslosigkeit mit rund 4,5 Prozent niedrig ist und Waldbronn bei der ungebundenen Kaufkraft mit 18.000 Euro einen absoluten Spitzenplatz einnimmt. Niedrig sei mit 3,84 Prozent auch die Jugendkriminalität. Relativ gering, und das gebe zu denken, falle mit 21,12 Prozent der Anteil der Haushalte mit Kindern aus. Relativ hoch im Vergleich zu den anderen Gemeinden des Landkreises sei mit 24 Prozent aber der Anteil der Alleinerziehenden.
Waldbronn sei zwar keine Insel der Seligen, so Helmut Völkle (CDU), aber die Gemeinde könne dafür sorgen, dass das soziale Gefüge auch zukünftig in geordneten Bahnen verlaufe. Der Sozialbericht des Landkreises könne zu einer besseren Beurteilung und Prävention beitragen. Bedenklich fand Franz Masino (SPD) die Alterspyramide. Masino hoffte auf eine Verschiebung dieser Struktur, wenn erst einmal neue Baugebiete erschlossen sind und damit junge Familien nach Waldbronn gelockt werden. Die überdurchschnittliche Kaufkraft solle aber besser im Ort gebunden werden.
Dr. Andree Keitel (SPD) war wie alle Gemeinderäte von der hohen Zahl Alleinerziehender in Waldbronn beeindruckt. Allerdings könne aber auch der Umkehrschluss zutreffen, dass viele Alleinerziehende Waldbronn als Wohngemeinde aussuchen, weil hier gute soziale Voraussetzungen zu finden seien. "In der Gemeinde gibt es wesentliche Einrichtungen, die es Alleinerziehenden ermögliche, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und trotzdem hier wohnen zu bleiben", resümierte Bürgermeister Harald Ehrler und nannte beispielhaft Ganztageskindergarten, eine Kindergartengruppe für Zweijährige und zwei Horteinrichtungen.

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