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17.12.2005 Musikschule: Musik und Lyrik im Advent

Besinnlich-heitere Adventsstunde
Musikschule Waldbronn lud zu "Musik und Lyrik im Advent"

"Musik und Lyrik im Advent" mit (v.l.) Elke Müller-Diercksen, Annegret Hansjürgens, Ulrich Enters, Toni Reichl, Karl-Heinz Dörr, Armin Bitterwolf und Walter Mederus

Zu einem festen Termin kurz vor Weihnachten ist "Musik und Lyrik im Advent" geworden. Die Musikschule Waldbronn will damit eine besinnliche Pause in die oftmals vorweihnachtliche Hektik bringen und stößt auf großes Interesse. Bei der diesjährigen Veranstaltung im wiederum voll besetzten Saal des Kulturtreff kontrastierten volkstümlich adventliche Stücke mit Gedichten und Prosa, großteils aus unserer Zeit und die Auswahl bescherte den Zuhörern eine besinnlich bis heitere Stunde.
Toni Reichl und Armin Bitterwolf hatten im Vorfeld Stücke gesichtet und anschließend wieder zur Feder gegriffen, um die gefundenen kleinen Kostbarkeiten für das fünfköpfige Ensemble zu arrangieren, das sich ausschließlich aus Lehrern der Musikschule Waldbronn zusammensetzt. Auch in diesem Jahr setzten Ulrich Enters (Blockflöten), Toni Reichl (Violine), Karl-Heinz Dörr und Armin Bitterwolf (Gitarre) und Walter Mederus (Violoncello) die volkstümlichen und die klassischen Weisen stimmungsvoll um. Gelungene Beispiele dafür waren das aus Norwegen stammende "Mitt Hjerte" mit einem schön ausmusizierten Zweigespräch zwischen Blockflöte, Gitarren und Violine, wie das "Largo" von Antonio Vivaldi bei dem die Violine die führende Rolle übernahm, oder das wunderschön getragene "Ave Maria" des Florentiner Barockkomponisten Giulio Caccini. So hatte jedes der Stücke, die meisten hatten im bayerischen Raum ihren Ursprung, seinen eigenen, oft an Stubenmusik erinnernden Charakter, den das fünfköpfige Ensemble jeweils hervorragend traf.
Die passenden Rezitationen steuerten Annegret Hansjürgens und Elke Müller-Diercksen bei. Sie spannten den Bogen dabei besinnlich-heiter von Eichendorffs Klassiker !"Markt und Straßen steh'n verlassen..." bis zu Bertold Brecht, Erich Kästner und einem weihnachtlichen Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn von Harald Hurst.
Der lebhafte Beifall am Schluss forderte Zugaben, Bei denen natürlich auch die Weihnachtsgeschichte auf Plattdeutsch nicht fehlen durfte, um die Elke Müller-Diercksen seit Jahren schon nicht herumkommt, die aber auch immer wieder schön anzuhören ist. Und auch die Musiker spendierten ihren treuen Zuhörern noch eine Zugabe.

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