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10.12.2005 GV Busenbach: Theater und Ehrungen

Goldene Ehrennadeln für 60 Jahre Singen
Weihnachtsfeier des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach

Ehrungen für 60 und 25 Jahre aktives Singen standen beim Gesangverein Busenbach an. Unser Bild zeigt (v.li.): Vorsitzender Martin Vogel, August Vogel (60), Hugo Bugger (60), Werner Neubauer (25) und Norbert Schöpe


Bei der Weihnachtsfeier des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach steht alljährlich ein Theaterstück im Mittelpunkt., während eine der drei Chorgruppen des Vereins den Abend mit besinnlichen Weisen einleitet. Vorsitzender Martin Vogel konnte wieder zahlreiche Mitglieder und Freunde in der Turnhalle des TV Busenbach begrüßen, unter ihnen auch Norgert Schöpe, den Vorsitzenden der Sängergruppe Albtal.
Geehrt wurde langjährige aktive Sänger. Norbert Schöpe berbrachte die Auszeichnungen. Die Ehrennadel in Silber des Badischen Sängerbundes für 25 Jahre erhielt Werner Neubauer. Seit 60 Jahren, und nicht nur als Sänger aktiv, sind Hugo Bugger und August Vogel. Ihnen überreichte Schöpe die Goldene Ehrennadel mit der Zahl "60" und die Ehrenurkunde des Deutschen Sängerbundes.
Hugo Bugger arbeitete seit 1950 auch in der Verwaltung mit und lenkte von 1958 an für 20 Jahre die Geschicke des Vereins als erster Vorsitzender. Als Ehrenvorsitzender arbeitete er danach noch bis 2004 in der Verwaltung mit. August Vogel gehörte von 1954 bis 1982 in unterschiedlichen Positionen, darunter neun Jahre als zweiter Vorsitzender, der Verwaltung an. Musikalisch wurden die Ehrungen umrahmt vom Männerchor des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach unter der Leitung von Matthias Hammerschmitt.

Szene mit (v.li.) Georg Vogel, Anja Maisch und Daniel Bauer

Danach gehört die Bühne dann der Theatergruppe. Ganz handzahm war er zum Schluss, "der Tyrann" in dem gleichnamigen Schwank, den sich die Theatergruppe des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach in diesem Jahr ausgesucht hatte. Die diesmal sieben Akteure sind allesamt schon mehrere Jahre jeweils vor Weihnachten für die "Freundschaft" auf der Bühne aktiv. Bestes Beispiel dafür ist Ralf Bauer, der bereits zum zehnten Mal Regie führte und auch selbst noch mitspielte und dabei, wie in den zurückliegenden Jahren schon, eine hervorragende Type auf die Bühne stellte.
Aber auch die übrigen Darsteller brauchten sich hinter ihm nicht zu verstecken. Sie trafen genau ihre Rolle und zielten so voll auf das Zwerchfall ihrer zahlreichen Zuschauer.

Szene aus "Der Tyrann" mit (v.li.) Dorothea Albrecht, Daniel Bauer, Johanna Henke, Hubert Vogel und Ralf Bauer

Die Geschichte, mit durchaus kritischen Untertönen, läuft wie in einem Schwank gewohnt. Albert Babel (Daniel Bauer) ist als Bürgermeister und Ehemann ein rechtes Ekel. Nicht nur, dass er seine Frau (Dorothea Albrecht) und seine attraktive Tochter Lisa (Anja Maisch) auf dem Rathaus arbeiten lässt, sie müssen ihn auch noch mit "Sie" ansprechen. In Gang bringt das Ganze die Putzfrau Rosalinde (Johanna Henke), die hinter jeder Tür lauscht, immer zum richtigen Moment auftaucht, um Neues zu erfahren und sofort per Telefon weiterzugeben. Da solche Mitteilungen aber nie so richtig weiterlaufen, versucht jeder eins und eins zusammenzuzählen, aber immer kommt ein falsches Ergebnis heraus, das dann prompt wieder zu neuen Verwicklungen führt.
So taucht dann der Sohn eines Scheichs (Georg Vogel) auf, der in Wahrheit aber der Sohn Peter des verfeindeten Nachbarbürgermeisters ist und Babels Töchterchen liebt und sie ihn auch. Diese List stammte von Lisa, die damit ihren Papa ganz schön ins Schwitzen bringt, war er doch vor 25 Jahren einige Jahre in Saudi-Arabien. Und dann mischen in dem ganzen Geschehen auch noch die beiden sehr auf ihren Vorteil bedachten Gemeinderäte Eugen Schäufele (Ralf Bauer) und Fritz Hoßbein (Hubert Vogel) mit.

Zwei Szenen mit (Bild links) Georg Vogel und Hubert Vogel, sowie Johanna Henke und Daniel Bauer

Zum Schluss aber kommt es, wie es immer in einem Schwank kommt. Albert Babel ändert sich radikal, die beiden Jungen kriegen sich mit dem väterlichen Segen und auch mit seiner Frau kommt Albert Babel schnell wieder ins Reine. Das Nachsehen haben nur Rosalinde, sie wird in unbefristeten Urlaub geschickt und die beiden Kommunalpolitiker: Schäufele wird doch nicht Bürgermeister und Hoßbein nicht Millionär.
In den lang anhaltenden Applaus schloss das Publikum neben den Akteuren im Rampenlicht auch die Helfer hinter der Bühne ein: Thomas Henke als Souffleur, Doris Vogel, Maske, und Bernd Vogel, Bühnenaufbau.

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