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15.05.2002 Gemeinderat: Weitere Buslinie in Waldbronn

Neue Buslinie

Auf dieser Streckenführung soll ab dem 1. Juli zunächst bis Ende des Jahres ein Kleinbus nach festem Fahrplan verkehren.

Kleinbus fährt außen liegende Wohnbezirke an

Gemeinderat stimmte CDU-Antrag zu

Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen für das Haushaltsjahr 2002 hat die CDU - Gemeinderatsfraktion den Antrag zur Ausweitung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) durch Kleinbusse gestellt. Begründet wird der Antrag damit, dass viele Mitbürger, insbesondere ältere Menschen beklagen, die außen liegenden Wohnbezirke seien durch den ÖPNV kaum oder gar nicht an die Ortsmitte (Rathausmarkt) und die S-Bahnhaltestellen angebunden. Der Gemeinderat hat beschlossen, für die Planungskosten und die ersten Fahrverbindungen Euro 20.000 in den Haushaltsplan einzustellen.
Wie Hauptamtsleiter Walter Knab dem Gemeinderat jetzt berichtete, habe Die AVG hat zusammen mit der Gemeindeverwaltung zwei Fahrstreckenvarianten erarbeitet, die dem Gemeinderat zur Diskussion und Entscheidung vorlagen. Planungskosten seien der Gemeinde nicht entstanden, so dass der gesamte Haushaltsansatz für die Fahrtkosten zur Verfügung stehe.
Die Fahrstreckenvarianten wurden danach konzipiert, die außen liegenden Wohnbereiche von Busenbach und Reichenbach zu erschließen. Dies sollte nach Möglichkeit in einem Stundentakt erfolgen, so dass für den Benutzer kontinuierliche Abfahrtszeiten festliegen. Gleichzeitig wurde versucht eine Anbindung an die S-Bahn im Bahnhof Busenbach zu erreichen. Dies bedeutet, dass der Bus immer dann die Haltestelle Bahnhof Busenbach bedienen muss, wenn dort Bahnen ankommen oder abfahren. Dies hat zur Folge, dass auf der Fahrstrecke die Schleife Badener-, Siemens-, Daimlerstraße bei der Hin- und Rückfahrt jeweils nur einmal befahren werden kann. Die Variante zwei sieht eine Fahrstrecke ohne die Bedienung des Bahnhofs Busenbach vor.
Wie der Hauptamtsleiter weiter informierte, habe die AVG für beide Varianten, die in sich kostenneutral sind, Angebote eingeholt. Für den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember schlägt demzufolge ein gebrauchter Kleinbus mit Euro 32.387 zu Buche, ein neuer Kleinbus würde rund 3.000 Euro mehr kosten, während ein neuer Kleinbus, aber mit einem Vertrag über fünf Jahre, mit Euro 33.657 kalkuliert wurde.
Joachim Lauterbach (CDU) sprach sich für seine Fraktion eindeutig für die Variante I mit der Anbindung an den Bahnhof Busenbach und einem Probebetrieb bis Ende Dezember aus. Dem stimmten auch die Gemeinderäte Günter Bauer (SPD) und Prof. Dr. Kristian Kroschel (FWV) zu. Roland Bächlein (CDU) ergänzte, der Bus sei eine Chance, Leben in die Ortszentren zu bringen. Der Einzelhandel, so seine Anregung, sollte die Einführung mit verschiedenen Aktivitäten begleiten. Keine Notwendigkeit, den Bahnhof Busenbach anzufahren, sah Franz Masino (SPD). Der Bus solle von den außen liegenden Wohngebieten die Ortszentren bedienen. Dem hielt Walter Knab entgegen, dass der Bus die Chance für ältere Menschen biete, ohne Umsteigen von und zur S-Bahn zu gelangen.
Einstimmig billigte der Gemeinderat schließlich die Variante I mit Anbindung des Bahnhofs Busenbach. Dabei soll ein gebrauchter Kleinbus als zunächst kostengünstigste Variante zum Einsatz kommen

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