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26.11.2005 Pferdehof Vogel stellte sich vor

Tanzen und Spielen mit Pferden
Judith Mauß demonstrierte "Natural Horsemanship"

Ein Herz und eine Seele ist Judith Mauß mit ihren Pferden

Wer erinnert sich nicht an den Erfolgsfilm vom "Pferdeflüsterer" mit Robert Redford, und wer hat sich danach nicht gefragt, ob dieser Umgang mit Pferden nur ein Märchen ist oder einen realen Hintergrund hat. Mit Judith Mauß war jetzt eine leibhaftige "Pferdeflüsterin" im neuen Pferdehof Vogel in Waldbronn zu bewundern.
Mit diesem Höhepunkt stellten Claudia Singer und Horst Vogel ihre neuen Einrichtungen einer breiten Öffentlichkeit vor. Dazu gehörte auch, dass sich im unterhaltsamen Vorprogramm Kinder und Erwachsene vom Pferdehof Vogel präsentierten und zeigten, welche reiterlichen Fähigkeiten sie sich inzwischen erworben haben.

Auch die Demonstrationen der übrigen Teilnehmer vom Römerhof beeindruckten

Jeder konnte aber auch die neuen Gebäude des Pferdehof Vogel besichtigen, die nach dem Umzug aus dem Neubaugebiet "Im neuen Heubusch" entstanden sind. An die großzügig gestaltete Reithalle mit den Turniermaßen von 40 auf 20 Meter, dazu kommen an den beiden Stirnseiten jeweils noch 5 m für Zuschauertribüne und Warteraum für Pferde und Reiter dazu, schließt sich das Stallgebäude mit 27 Boxen für Pferde an. Diese Stallhalle ist, wie Horst Vogel sagt, überdimensional hoch, um eine gute Lüftung zu erreichen, aber auch um Allergien bei den Pferden weitgehend zu vermeiden.
Das eigentliche Event des Abends aber waren die Vorführungen von Judith Mauß, ihrer Mitarbeiterinnen und fünf Pferden vom Römerhof bei Groß-Umstadt. Nicht mit lauten Kommandos oder knallender Peitsche, sondern lautlos nur mit der Körpersprache kommuniziert sie mit ihren Pferden. Der Knackpunkt sei, so Judith Mauß im Gespräch, dass es dem Reiter gelingen müsse, sich gleichsam als Leittier in die Pferdegruppe einzureihen. Als zweites müsse er bereit sein, den Pferden "aufs Maul zu schauen", beobachtend zu lernen, wie sie miteinander kommunizieren.
Dieser Umgang mit Pferden sei nicht neu. Schon bei den alten Griechen wurde er beschrieben, die Indianer kannten ihn und auch die Kreuzritter wendeten ihn an, da gerade sie sich auf ihre Pferde verlassen mussten, hing doch ihr Leben davon ab. Was damit erreicht werden kann, demonstrierte Judith Mauß zu Beginn, nachdem sie die gut 300 Zuschauer von der Tribüne herunter in die Reithalle geholt hatte, auch das ein Beweis in das Zutrauen, das sie in ihre Pferde setzt.

Bei der Bodenarbeit

Es war dann erstaunlich, wie sie mit ihrem Pferd im wahrsten Sinn des Wortes spielte und tanzte, nur mit kleinen Gesten oder mit Blicken ihr Pferd dirigierte, dass es sich von ihr entfernte und wieder zu ihr zurückkehrte. "Natural horsemanship" nennt sich das Programm und bedeutet so viel wie natürlicher Umgang mit Pferden. Und das demonstrierten Judith Mauß und ihre Mitarbeiterinnen an diesem Abend mit tanzen, frei laufen, Bodenarbeit und freiwilligem Einsteigen in den sogar fahrenden Transporthänger. Das durchweg fachkundige Publikum kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Dass diese Technik jeder erlernen kann, beweist Judith Mauß auch bei ihren Kursen. Am 10. und 11. Dezember ist sie dazu beim Pferdehof Vogel in Waldbronn, wo die Teilnehmer dann den natürlichen Umgang mit ihren eigenen Pferden lernen sollen. Nach Weihnachten dann arbeitet Judith Mauß mehrere Monate in Südamerika, auch dort mit als schwierig geltenden Pferden.

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