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08.05.2002 AUT: Planung für Hellen- und Leopoldstraße

Noch in diesem Jahr soll der Umbau der Hellenstraße im Ortsteil Busenbach in Angriff genommen. Erste Planungen wurden jetzt dem Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt.

Planung für Hellen- und Leopoldstraße vorgestellt

Hellenstraße wird noch in diesem Jahr gebaut

Der hat im vergangenen Jahr ein Straßenumgestaltungskonzept beschlossen, bei dem die Gemeindestraßen in eine Prioritätenliste aufgenommen wurden, wie Bürgermeister Harald Ehrler eingangs betonte. Die höchste Priorität wurde dabei in Busenbach der Leopold- und der Hellenstraße, in Etzenrot dem Heideweg und der Neufeldstraße und in Reichenbach der Gartenstraße zugemessen. Die beiden Etzenroter Maßnahmen sind bereits weit fortgeschritten und stehen kurz vor der Fertigstellung.
Der Bürgermeister stellte nochmals das damalige Vorgehen heraus. Nach der Beratung der Entwurfsplanung im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) wurde diese den Anwohnern "vor Ort" vorgestellt. Die dabei eingebrachten Anregungen gingen soweit als möglich in die Planung ein und das Gesamtpaket wurde dann vom Gemeinderat beschlossen. Positiv war dabei, dass die Zustimmung der Anwohner zu den Maßnahmen "beachtlich" war, für die Anwohner war es "ihre Straße", wie Bürgermeister Ehrler betonte.
Zu der jetzigen Sitzung des AUT waren viele Kinder aus dem Bereich Hellen- und Leopoldstraße mit ihren Eltern gekommen. Ihre Anregung, auf Schildern mit dem Thema "Spielstraße" vorgebracht, griff der Bürgermeister spontan auf. Ob hier eine Spielstraße, oder richtig ein "verkehrsberuhigter Bereich" geschaffen wird, oder ob es bei der "Tempo-30-Zone" bleibt, wird der Gemeinderat nach der Anhörung der Anwohner "vor Ort" entschieden. Auf jeden Fall aber, das sagte der Bürgermeister zu, werden bauliche Maßnahmen zu einer Verkehrsberuhigung in diesem Bereich beitragen. Wegen des schlechten Zustands der Wasserleitung sollen die Arbeiten in der Hellenstraße noch in diesem Jahr durchgeführt werden.
Frank Zündorf, Leiter des Ortsbauamts, stellte anschließend die von einem Pforzheimer Ingenieurbüro erarbeitete Entwurfsplanung vor. Die Hellenstraße befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Fahrbahn- und auch die Gehwegflächen weisen aufgrund der problematischen Bodenverhältnisse und der zu geringen Oberbaustärke eine Vielzahl von Unebenheiten auf. Dringender Handlungsbedarf besteht auch für eine Sanierung der Hauptwasserleitung und sämtlicher Hausanschlüsse. Durch Lochfraß häufen sich die Rohrbrüche in den letzten Jahren.
Die Hellenstraße hat eine Gesamtlänge von ca. 640 m und eine durchschnittliche Breite von 7,00 m, die sich auf 0,50 m Schrammbord bergseitig, 5,00 m Fahrbahn und 1 ,50 m Gehweg talseitig verteilt.
Es ist nun beabsichtigt, den kompletten Oberbau in einer Dicke von 60 bis 70 cm aufzunehmen und entsprechend den Regelungen der ,,Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus (RSTQ)" unter Berücksichtigung der Frostempfindlichkeit des anstehenden Bodens wieder herzustellen.
Dabei soll der Straßenraum aufgeteilt werden in 0,50 m Schrammbord bergseitig, 0,50 m Pflasterstreifen oder –mulde, 4,00 m asphaltierte Fahrbahnfläche, 0,50 m Pflastermulde und 1,50 m Gehweg talseitig. Wegen der Vielzahl der zu berücksichtigenden Grundstückszufahrten und der vorhandenen Versorgungsleitungen ist die mögliche Anordnung von Baumstandorten begrenzt. Aufgrund der geringen Breite des öffentlichen Raumes gilt dies auch für die Anlage von öffentlichen Stellplätzen.
Als Alternative für die Aufteilung des Straßenquerschnittes wurde auch angedacht:1,00 m Gehweg berg- und talseitig, zwei Pflasterstreifen oder -mulden mit jeweils 0,50 m und 4,00 m asphaltierte Fahrbahnfläche. Allerdings sollte die Mindestbreite eines Gehweges bei ca. 1,50 m liegen. Als Gehwegbefestigung wird farbiges Pflaster empfohlen, ähnlich wie in der Friedenstraße oder auch im Heideweg.
Nach einer Kostenschätzung betragen die Kosten für den Straßenbau einschließlich Beleuchtung und Nebenkosten 650.000,00 Euro, die Sanierung der Wasserleitung einschließlich der Hausanschlüsse schlagen nochmals mit 265.000 Euro zu Buche. Denkbar, so Zündorf, sei auch eine Einbahnregelung für Hellen- und Leopoldstraße.
Ähnlich sieht auch die Planung für die 740 m lange Leopoldstraße aus. Die Kosten für den Straßenbau liegen hier bei 715.000 Euro, für die Erneuerung der Wasserleitung bei 310.000 Euro. Allerdings wird die Leopoldstraße frühestens im kommenden Jahr zur Ausführung kommen.
Günter Bauer (SPD) fand es "Zeit, diese Straßen auszubauen". Über einen möglichen Einbahnverkehr sollten aber die Anwohner selbst entscheiden, wobei der Gemeinderat aber auf die dann oft weiteren Fahrwege hinwies. Er sprach sich eindeutig für die Variante 1 aus mit dem talseitig gelegenen, 1,50 m breiten Gehweg. Für die CDU signalisierte Joachim Lauterbach Zustimmung, stellte aber die Frage in den Raum, ob nicht nur eine Rinne in der Straßenmitte möglich sei. Bei der Konzeption müsse aber auch klar sein, dass die jetzt dort abgestellten Autos auch weiterhin am Straßenrand parken werden. Heribert Purreiter (Bündnis90/Die Grünen) fand zwar Gefallen an der Einbahnstraßenregelung, da sie mehr Verkehrsberuhigung bringe, dies sollten aber die Anwohner entscheiden. Auch plädierte für einen Gehweg mit 1,50 m Breite.
Mittelrinnen, so Bürgermeister Harald Ehrler und Frank Zündorf haben sich nicht bewährt. Außerdem biete das jetzt gewählte Profil mehr Möglichkeiten, die Grundstückseinfahrten anzupassen. Der Bürgermeister machte aber auch deutlich, dass er für Bäume im öffentlichen Verkehrsraum ist. "Ich werde um jeden Baum kämpfen. Er bedeutet eine Aufwertung für die gesamte Straße und die dahinter liegenden Grundstücke!"
Saniert werden soll auch die Treppenanlage zwischen Leopold- und Blumenstraße, die bei einer Länge von 65 m insgesamt 15 m Höhenunterschied überbrückt. Vorgesehen sind hier 1,90 m breite Stufen und eine 1,56 m breite Rampe für Kinderwagen. Die Kosten liegen hier bei 80.000 Euro.

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