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20.10.2005 Eliot Pattison las

Eliot Pattison zu Gast in Waldbronn
Der amerikanische Bestsellerautor las im Rathaus

Bei der Lesung im Bürgersaal des Rathauses: (v.li.) Steven Jones, Eliot Pattison und Sven Puchelt

Im Bürgersaal des Rathauses las der amerikanische Bestsellerautor Eliot Pattison aus seinem neuen Buch "Der verlorene Sohn von Tibet". Pattison, der im Hauptberuf als Rechtsanwalt und Journalist arbeitet, erzählt in seinen Spannungsromanen die Geschichte des chinesischen Ermittlers Shan, der, in Peking zu unbequem geworden, in einem tibetischen Arbeitslager einsitzt bis er bei einem Mordfall in der Nähe des Lagers mit den Ermittlungen betraut wird. Von da an lebt er ein unsicheres Leben ohne Papiere bei den Mönchen in den unzugänglichen Bergregionen Tibets.
Bei seiner Lesung berichtete Pattison, der die Region oft bereist hat, über die Hintergründe seiner Romane, das versteckte Leben der buddhistischen Mönche und die rücksichtslose Zerstörung der uralten tibetischen Kultur durch die chinesischen Besatzer. Eindringlich warnt er den Westen davor, das Unrecht, das in Tibet geschieht zu übersehen oder zu verharmlosen.
In einem Begleittext Pattisons, der an die Zuhörer verteilt wurde, heißt es unter anderem: "Ich schreibe über Tibet, um jenen, die nicht dorthin reisen können, einen Eindruck zu vermitteln, wie es sich anfühlt, wenn man einen bewaffneten Polizisten sieht, der über einen betenden Mönch herfällt".
Eliot Pattison, der auf Initiative der Buchhandlung LiteraDur in Zusammenarbeit mit der Leseinsel zu einem seiner nur drei Deutschlandtermine in Waldbronn weilte, zeigte sich sehr erfreut über das rege Interesse an der Lesung und die vielen Fragen und Diskussionsbeiträge. Vertieft wurde das Thema durch einen Info-Tisch der Karlsruher Tibet-Initiative.
Die Übersetzung der englischsprachigen Lesung besorgten gemeinschaftlich Helen Gottschalk, Steven Jones und Sven Puchelt.

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