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15.08.2005 Gäste des Welt-Jugend-Treffens

Ereignisreiche Tage der Begegnung in Waldbronn
Gäste aus Turin in Waldbronn

Die jungen Besucher des Welt-Jugend-Treffens, die in Waldbronn Station machten

ie itaienischen Gäste beim Frühstück in der Bäckerei Richard Nußbaumer.
Es war wunderbar, zu erleben, mit welcher Herzlichkeit und wie viel Temperament die Gäste aus dem italienischen Turin am Donnerstagabend im Busenbacher Pfarrheim eintrafen. Dabei war ihnen nicht anzumerken, dass sie 13 Stunden anstrengender Busfahrt hinter sich hatten auf ihrem Weg zur Zwischenstation in der Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn, von der aus sie zum Weltjugendtag 2005 in Köln weiterfuhren. Unsere Übersetzer Serafina Porrello-Rabbat, Regina Berchtold, Nino Bonsignore und Rosario Schiliro waren sofort in Aktion und unsere Gäste ließen die Gastgeber ein ums andere Mal hochleben. So war die Verständigung bei der abendlichen Gästeverteilung kein Problem und die Begegnung mit den jungen Turinern im Alter von 18 bis 30 Jahren war bereits ein gelungener Auftakt.

Beim Frühstück

Der Freitagmorgen brachte dann die ersten Eindrücke von Waldbronn für die Gäste, die sich nach dem von Beate Anderer gestalteten deutsch-italienischen Morgenlob unter Führung von Thomas Henke und Manfred Peter zu Fuß auf den Weg durch Waldbronn machten. In der ersten Zwischenstation "Albtherme" zeigte Silvia Seibold die vielen Anwendungsmöglichkeiten auf. Fr. Bürschgens von den Kliniken Waldbronn stellte die Behandlungsmethoden in der Rehabilitation vor. In der evangelischen Kirche begrüßte Pfarrerin Bettina Roller die 51 italienischen Gäste mit ihren deutschen Begleitern und Dolmetschern. Sie vermittelte eine Sicht der ökumenischen Hoffnungen und Wünsche in Deutschland und zeigte die unterschiedlichen Sichtweisen des gemeinsamen Glaubens vor den geschichtlichen Hintergründen auf.
Ziel des Fußmarsches durch Waldbronn war schließlich die Bäckerei Nußbaumer, wo die italienischen Gäste von Irma und Richard Nußbaumer herzlich willkommen geheißen wurden. Die Zubereitung der köstlichen Backwaren und das "Brezel-Backen" verschafften einen Eindruck in die anstrengende Arbeit einer Großbäckerei. Beim anschließenden Mittagessen, das die Familie Nußbaumer mit ihrem Team ausgerichtet hatten, gab es wieder die Möglichkeit zum Gespräch und zur Begegnung, bevor zwei Reisebusse vor der Tür standen. In ihnen machten sich alle auf den Weg nach Sinsheim, um im Auto- und Technikmuseum einen informativen Nachmittag zu verbringen und auch einmal eine Concorde von innen zu sehen sowie den WM-Ferrari von "Schumi" zu bestaunen.

Beim Spiel im Hof des Pfarrheims - und der Busenbacher Kirchturm lugt neugierig über die Bäume

Pünktlich um 18.30 Uhr fand man sich wieder in Busenbach ein, wo der Kirchenchor St. Katharina die feierliche Abendmesse mit den Geistlichen Don Corrado und Don Antonio aus Turin, Don Bernardo (Pfarrer Bernd Peisker) sowie Don Giuseppe (Pfarrer Josef Dorbath) musikalisch gestaltete.
Das von vielen Frauenhänden liebevoll bereitete Buffet im in den italienischen Landesfarben dekorativ ausgestalteten Pfarrheim Busenbach läutete den Ausklang des Tages ein, der mit vielen Gesprächen, Tischfußball und dem typisch deutschen Bier einen gemütlichen Abschluss fand.
Auch die beiden folgenden Tage trugen dazu bei, dass die Tage der Begegnung mit den italienischen Gästen zu wunderbaren Sternstunden für die katholischen Christen in der Seelsorgeeinheit wurden. Der begeisternde Dekanatstag am Samstag mit vielen Programmangeboten, bei dem das ganze Temperament der 280 italienischen Gäste in Ettlingen nicht zuletzt auch bei der abendlichen Eucharistiefeier in der Kirche Herz Jesu zum Ausdruck kam, mündete am Sonntag in den Abschlusstag in den einzelnen Seelsorgeeinheiten.

Beim Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Katharina Busenbach

Musikalisch gestaltet von der Gruppe Wegzeichen fand am Sonntagvormittag der zentrale Gottesdienst der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad in der Kirche St. Wendelin statt. "Wir sind gekommen, ihn anzubeten" war das Thema, das von italienischen und deutschen Jugendlichen mit schwebenden Luftballons zum Ausdruck gebracht wurde. Die voll besuchte Kirche war ein schönes Zeichen der Verbundenheit der ganzen Seelsorgeeinheit und so war es auch der richtige Ort für die Verabschiedung von Frau Pastoralreferentin Cornelia Faller, deren Dienst in diesen Tagen endet.
Anschließend wurden die italienischen Gästen im Pfarrzentrum Ernst Kneis von der Gemeinde Waldbronn empfangen und vom stellvertretenden Bürgermeister Herrn Helmut Völkle herzlich willkommen geheißen. Er stellte die Gemeinde mit ihren Einrichtungen und den Ortsteilen vor und gab einen Einblick in die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten. Mit Begeisterung aufgenommen wurde die Einladung in die Albtherme. Herr Völkle stellte einige angenehme, entspannende Stunden in Aussicht, was die Gäste anschließend auch gerne bestätigten.
Am Sonntagnachmittag wurden verschiedene Aktivitäten genutzt. Etliche Gäste machten sich mit ihren Gastgebern und den Dolmetschern auf den Weg nach Karlsruhe, um sich unter Führung von Manfred Peter einen Eindruck von der Stadt und ihrer Kultur zu verschaffen, andere vertrieben sich die Zeit im Thermalbad, bis zum abendlichen Treffpunkt in der Kirche St. Barbara in Karlsbad Langensteinbach.
Eine Abendandacht unter der Leitung von Pastoralreferentin Cornelia Faller bildete  den Auftakt zum Abend der Begegnung im katholischen Gemeindehaus. Musikalisch gestaltet wurde die Andacht vom kooperierenden Jugendchor aus Karlsbad und der Gruppe Quo Vadis aus Reichenbach. "Dass die Pilgerfahrt unter einem guten Stern stehen möge", so lautete der Wunsch und die Hoffnung für die italienischen und auch für die jungen deutschen Pilger, die sich am Montagmorgen auf den Weg zum zentralen Gottesdienst der Diözese nach Mannheim und von dort aus nach Köln machen werden. So war der Abschlussabend der Begegnung in St. Barbara nicht nur ein Abend voll kulinarischer Köstlichkeiten, sondern auch ein herzlicher Austausch von Dankesworten und guten Wünschen. Ein kleiner Deutschkurs war die gelungene Überleitung zum Abschiedsgeschenk für die Jugendlichen in Form eines bedruckten T-shirts. Mit wunderbaren italienischen Liedern, die mit viel Temperament vorgetragen wurden, klang der Abend aus.
Der Abschied am Montagmorgen fiel den Gästen und den Gastgebern nicht leicht und so manche Träne wurde auf beiden Seiten vergossen, waren doch aus den 51 fremden Menschen in kürzester Zeit herzliche Freunde geworden. Mit dem Wunsch, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Weltjugendtag viele gute Eindrücke in Köln gewinnen können, wurde den jungen Pilgern von Pfarrer Bernd Peisker und den Geistlichen Don Corrado und Don Antonio der Reisesegen erteilt. .
Alle, die sich in der Organisation dieser Tage der Begegnung engagiert haben, dürfen auf einen gelungenen Auftakt der Weltjugendtage zurückblicken. Manfred Peter und Thomas Henke, die zusammen mit vielen Helferinnen und Helfern alles bis ins Detail liebevoll vorbereiteten, ist es gelungen, das Leben in einer deutschen Pfarrei und die deutsche Gastfreundschaft auf wunderbare Weise zu vermitteln. Ihnen und allen zahlreichen Helferinnen und Helfern gebührt ein herzlicher Dank, ebenso wie allen Gastfamilien, die nicht nur ihre Häuser, sondern auch ihre Herzen geöffnet haben.

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