Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.458.351

Volltextsuche



 

28.07.2005 "Fett weg" für Uganda

"Leichter Leben"-Scheck für Uganda
Betrag wird Krankenhaus zu Gute kommen

An Pater Alex Mukasa aus Uganda übergab Bürgermeister Harald Ehrler den Scheck aus der Aktion "Leichter Leben in Deutschland. Mit dabei Mitglieder des Waldbronner "Mutter-Teresa-Kreises"

"Waldbronn bekommt sein Fett weg" war das Motto einer Aktion in den zurückliegenden Monaten. Dabei hatte Apotheker Dr. Ulrich Herz einen Preis für die Gewichtsabnahme der Teilnehmer von Gemeinderat und Kurverwaltung ausgesetzt. Hier kamen 300 Euro zusammen. Der Betrag geht an die Missionsstation mit Krankenhaus der Combonimissionare bei P. Josef Gerner in Kitum, Nord Uganda. Dort arbeitet  zur  Zeit auf freiwilliger Basis die Ärztin Margret Laudage in großem Einsatz im Krankenhaus und im Gesundheitsdienst bei Hunderten von Kindern.
Sie schreibt : Die Menschen sind in sehr schlechter Verfassung - Hunger und Leid zehren sie aus. Dazu kommt dann ganz oft schwere Malaria, Bronchitis, Durchfall und Magenbeschwerden. Besonders die Kinder leiden und die Kinderstation mit 100 Betten ist mit derzeit 570 Patienten hoffnungslos überbelegt. Einige meiner kleinen Patienten in der Unterernährungsstation sind nur Haut und Knochen - ich kann sie leicht in einer Hand halten. Gravierend ist auch die Verbreitung von HIV- Aids ."
Die Hilfe aus Waldbronn ist hier also gut angebracht.
Pater Mukasa, der zur Zeit zu Besuch beim Mutter-Teresa-Kreis Waldbronn weilt, wird diese Hilfe direkt überbringen. Bei der Übergabe freute sich Bürgermeister Harald Ehrler, dass mit dem Geld ein kleiner Beitrag zur Linderung der Not in Uganda geleistet werde. Für diesen Zweck habe jeder Teilnehmer aus Gemeinde- und Kurverwaltung seine Pfunde sicher gerne verloren.
Pater Mukasa stellte dann in bewegenden Worten den Mitgliedern des Mutter-Teresa-Kreises die derzeitige Situation in Uganda dar. Hier tobt seit 1986 im Norden ein Krieg zwischen der Rebellenbewegung LRA und den ugandischen Regierungstruppen. Nacht für Nacht werden  Kinder und Jugendliche entführt und zu Kindersoldaten  der Widerstandsarmee gedrillt, die zu  90 % aus Minderjährigen besteht. Wer nicht gehorcht, wird getötet oder durch Folter gefügig gemacht. Eltern können ihre Kinder nicht schützen. Um diesem Schicksal zu entgehen, setzen sich Abend für Abend Tausende Kinder in Marsch. In zum Teil weit entfernten Krankenhäusern, Missionsstationen, Kirchen und auf öffentlichen Plätzen der Städte suchen sie Schutz vor den nächtlichen Übergriffen. Tausende Nachtpendler suchen jede Nacht Schutz im St. Joseph`s  Hospital Kitgum.
Die Rebellen metzeln gnadenlos jeden nieder. Die Straßen sind unsicher, die Felder können nicht bestellt werden. Die Hungersnot ist vorprogrammiert. 1,6 Millionen  Menschen  sind auf der Flucht und leben zusammengepfercht in Auffanglagern. Wasser, Lebensmittel oder medizinische Versorgung sind knapp, die hygienischen Bedingungen geradezu unbeschreiblich.
Es geht ums nackte Überlegen: die LRA mordet, plündert, brandschatzt ohne Erbarmen und raubt den gepeinigten Menschen sogar das Wenige von den Feldern. Die Arbeit der Missionare bedeutet Hoffnung  für die geschundene Bevölkerung.
Dies ist eines der Hilfsprojekte des Mutter-Teresa-Kreises Waldbronn, der sich seit 27 Jahren ehrenamtlich für Notleidende einsetzt. Weitere Stationen, die unterstützt werden, sind in Ruanda, Sudan, Kongo, Tanzania, Angola, Brasilien, Indien und den Philippinen.
In den Anfängen bestand die Hilfe weitgehend im Versand von Hilfspaketen und Containersendungen. Seit die Zollbestimmungen und die zu hohen Portokosten dies nicht mehr zulassen, geht gute Kleidung mit dem LKW der Caritas Speyer zur Caritas nach Kroatien, wo sie an Bedürftige verteilt wird. Ein Versandanteil muss dabei vom Mutter-Teresa-Kreis übernommen werden. Die Hauptaufgabe besteht aber weiterhin darin, die vielen Kinder- und Waisenhäuser, Krankenhäuser und Leprastationen der einzelnen Missionsstationen zu unterstützen. Deshalb dankten die Mitglieder des Mutter-Teresa-Kreises für alle Spenden, die immer wieder dazu beitragen, Not zu lindern.

[<< Übersicht]