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29.07.2005 Tour de Ländle rollte durch Waldbronn

3.000 Radler preschten durch Etzenrot
"Tour de Ländle"-Etappe führte durch Waldbronn

Bei der Durchfahrt durch Etzenrot warten Fans aus Kindergarten und von der Feuerwehr auf die Teilnehmer und feuerten sie kräftig an

Die Tour de France hat sicher den größeren Begleittross, die Radler sind auch schneller und die Etappen länger. Dafür kann aber die Tour de Ländle, vom SWR und EnBW veranstaltet, mit einem weit größeren Teilnehmerfeld aufwarten. Es geht bei dieser Tour auch nicht um Höchstleistungen sondern die Tourteilnehmer sollen radelnd die ganze Vielfalt baden-württembergischer Landschaften erleben.
Nach zweimal Etappenziel wurde Waldbronn in diesem Jahr nur durchfahren. Gleich auf der ersten Etappe von Freudenstadt nach Ettlingen erlebten die gut 3.000 Radler einen begeisterten Empfang bei der Durchfahrt durch Waldbronns kleinsten Ortsteil Etzenrot. "Das ist ja super hier", so der Kommentar, den mancher Radler deutlich hörbar fallen ließ. Vor allem der Etzenroter Kindergarten und die Feuerwehr begrüßten jeden Radler standesgemäß mit Rätschen, Trommeln, Pfeifen und Hupen. Größere Gruppen feuerte die Feuerwehr mit dem Martinshorn zusätzlich an.
Schade nur, dass diese Begeisterung zwei Tatsachen etwas trübten: So freuten sich viele Radler sichtlich über den herzlichen Empfang, lachten, winkten, während andere verbissen, ohne rechts oder links zu schauen, in ihre Pedale traten als ginge es um die Weltmeisterschaft. Zum Zweiten wurde die Feuerwehr und Kommandant Pukowski von der Leitstelle (!) in Karlsruhe gebeten, ihre Anfeuerungen per Martinshorn einzustellen, ein Etzenroter Bürger habe sich über den Lärm beschwert.
Die Durchfahrt der Tour de Ländle-Radler durch Etzenrot dauerte mehr als eine Stunde. Schon ab 14 Uhr preschten Einzelne quasi als Vorhut durch den Waldbronner Ortsteil. Das Hauptfeld folgte dann etwa eine Stunde später. Wie wenig es bei dieser Tour auf die Leistung ankommt, sondern das Dabeisein und das Erleben der Landschaft wichtiger ist, zeigt die Tatsache, dass die ersten sicher bereits in Ettlingen angekommen waren, da schoben die Letzten noch ihre Drahtesel ganz gemütlich den letzten Anstieg zwischen Ittersbach und Spielberg hoch.
Nach dem Start in Freudenstadt führt die Strecke über Ettlingen nach Bretten und Ladenburg. Von dort geht die Tour weiter über Walldürn, Leingarten, Schwäbisch Hall und Aalen nach Ulm, wo die Dauerteilnehmer am Freitag, 5. August, nach etwa 618 Kilometern ihr Ziel erreichen. Tourchef Jürgen Kreitner rechnet auch in diesem Jahr mit täglich rund 3.000 radelnden Teilnehmern. Selbstverständlich kann wieder jeder, der Lust hat, ohne Formalitäten und ohne Anmeldung mitradeln.

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