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06.07.2005 Wanderungen in Thüringen

Freundschaftsvertrag zwischen Stadtilm und Waldbronn
Auch ohne offizielle Vereinbarung mit Leben erweckt


Die Wandergruppe aus Stadtilmern, Schwabhäusern und Waldbronnern

Wenn sich mehrere Rentnerpaare aus dem Thüringischen Stadtilm, eines aus dem badischen Waldbronn und eines aus dem bayerischen Schwabhausen im sächsischen Vogtland für ein paar erlebnisreiche und erholsame Tage treffen, ist das keine alltägliche Sache. Wenn dann einer der Stadtilmer als gebürtiger Vogtländer das Vogtland mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten präsentieren kann, ist der Erfolg eigentlich schon vorprogrammiert. Klingenthai mit seinem über 900 m hohen Aschberg, genauer gesagt das Hotel "Waldgut" war das Reiseziel. Schon die ersten Blicke auf die klingenden Täler und Höhen des vogtländischen Musikwinkels ließen erkennen, dass diese Gegend ihre ganz besonderen Reize hat.
Die Besichtigungstouren begannen in der bekannten Brauerei in Wernesgrün, wo seit 1436 Jahren Gerstensaft gebraut wird. Die Führung durch die beeindruckenden Abfüllanlagen und durch die durch verschiedene Fernsehsendungen bekannt gewordene Musikantenschänke war mehr als interessant und lehrreich. Nach der obligatorischen Verkostung und einer kräftigen Mahlzeit wurde das Sport- und Erholungszentrum Grünheide besichtigt, einer Oase für Kinder und Jugendliche. Weiter ging es kurz in das benachbarte Erzgebirge. In Sosa wurde der "Meiler", eine einzigartige Gaststätte, im Stil eines Meilers gebaut, besichtigt. Dass man nach der EU-Erweiterung sehr bequem in das Nachbarland Tschechien gelangen kann und nach ein paar Kilometern zu Fuß dort die berühmte böhmische Küche und vorzügliches Bier genießen kann, ist sehr von Vorteil, auch deshalb wohl nimmt die Zahl der Wanderübergänge immer mehr zu. Vor Grenzüberschreitung sollte man jedoch unbedingt Wernitzgrün nahe Markneukirchen besuchen mit seinem DDR- Nostalgiemuseum. Ein Privatmann hat hier aus purer Leidenschaft Altes aus der Zeit vor 1989 gesammelt.
Rentner wandern bekanntlich sehr gern. Was lag deshalb näher, sich an einer geführten Wanderung zu beteiligen. Start und Ziel dieser Wanderung war der Klingenthaler Marktplatz mit seinem schönen Rathaus und der imposanten im Achteck erbauten Kirche. Von dort ging es über 12 km zur Baustelle der fast fertiggestellten Großschanze. Tolle Aussichten auf den Klingenthaler Hausberg, dem bereits erwähnten Aschberg, auf die umgebenden Höhen des Erzgebirges und des Böhmerlandes waren der Lohn für eine anspruchsvolle Tour. Einen Tag später berichtete die Chemnitzer FREIE PRESSE : "Die weiteste Anreise hatten Gäste aus Waldbronn bei Karlsruhe sowie Schwabhausen bei München". Die Gäste aus Stadtilm waren nicht erwähnenswert, dabei waren auch sie nur vom 5 km entfernten Hotel gekommen.
Sollte jemand Interesse an weiteren Einzelheiten hinsichtlich einer Reise in das Vogtland haben, unter meiner Telefonnummer 03629/3842 gebe ich gerne weitere Auskünfte und Ratschläge.
Dietrich Mehlhorn, Stadtilm in Thüringen

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