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04.06.2005 Freiwillige Feuerwehr: Übung

Maschinenbrand im Werkraum
Großübung der Waldbronner Wehr in der Anne-Frank-Schule

Menschen mussten bei der Großübung der Waldbronner Wehr in der Busenbacher Anne-Frank-Schule gerettet werden

"Hurra, unsere Schule brennt", dachten sicher manche der Busenbacher Anne-Frank-Schüler, als am Samstagmorgen Feuerwehrfahrzeuge mit Martinshorn und Blaulicht ihre Schule ansteuerten, zumal aus dem Gebäude dichter Qualm drang. Doch leider, aus Sicht der Schüler, war es nur eine unangekündigte Alarmübung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn.

Mit Steckleitern wurden Schüler
aus dem Obergeschoss gerettet

Übungsannahme war ein Brand an einer Holzbearbeitungsmaschine im Werkraum. Den kleineren Brand durch Überhitzung eines Lagers konnte der Hausmeister noch unter Kontrolle bringen, als er aber vorsichtshalber die Feuerwehr alarmieren ging, kam es im Werkraum zu einer Verpuffung der Rauchgase und dadurch zu einem Vollbrand, der das gesamte Treppenhaus verqualmte. Bekannt war weiter, dass der Hausmeister vermisst wurde und im ersten Obergeschoss zwei Unterrichtsräume belegt waren, deren Schülern durch die Rauchgase der Fluchtweg abgeschnitten war. Ausgearbeitet hatte die Übung ein Team der Abteilung Busenbach mit Abteilungskommandant Dieter Rädle, Oliver Bugge, Tobias Härtenstein, Günter Lorenz und Christian Merz.
Über die Leitstelle wurde um 8:12 Uhr Alarm für die Abteilung Busenbach ausgelöst, deren erstes Fahrzeug neun Minuten später bei der Schule eintraf. Sofort wurde veranlasst, dass über die Leitstelle die beiden anderen Waldbronner Wehrabteilungen nachalarmiert wurden. Das Reichenbacher Fahrzeug traf um 8:35 Uhr ein, die beiden Etzenroter Fahrzeuge vier Minuten später. Die Einsatzleitung übernahm Ortskommandant Peter Weißenborn.
Das Einsatzgebiet rund um die Schule war in drei Abschnitte aufgeteilt. Mit Atemschutz wurde in das Gebäude eingedrungen. Die eingeschlossenen Schüler wurden über Steckleitern in Sicherheit gebracht. Das total verqualmte Gebäude wurde durchlüftet. Knackpunkte waren dabei die Zugänge zu den oberen Etagen, die teilweise nur über eine Außenanlage mit Bodendeckern erreichbar waren. Auch der Innenhof konnte von den beiden Etzenroter Fahrzeugen nur in "Maßarbeit" angesteuert werden. Eine Drehleiter, so die übereinstimmende Meinung, kann beim neuen Gebäude kaum wirkungsvoll eingesetzt werden.

Eng ging für die Fahrzeuge bei der Zufahrt zum Innenhof zu

Diese Übungen, so Kommandant Peter Weißenborn, haben zweierlei Aufgaben: einmal soll unter möglichst realistischen Bedingungen die Einsatzzeit gecheckt werden, zum anderen werden aber auch die Wehrleute mit wichtigen Gebäuden der Gemeinde im Übungseinsatz vertraut gemacht. Vom Ablauf der Übung verschafften sich vor Ort auch Bürgermeister Harald Ehrler und Rektor Rolf Nold einen Eindruck.

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