Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.519.564

Volltextsuche



 

18.05.2005 Kanal unterirdisch

Kanal wird unterirdisch verlegt
Vortrieb wurde angefahren

Vor dem Anfahren informierte sich Bürgermeister Harald Ehrler über die Technik

Ein Novum für unsere Gemeinde sind die Kanalbauarbeiten, die mittlerweile zwischen Wiesen- und Talstraße begonnen haben. Erstmals wird eine Kanaltrasse im unterirdischen Rohrvortrieb verlegt. Dieses Verfahren bietet sich an der Stelle wegen der topografischen Lage an. Zum einen liegt der Kanal am oberen Ausgangspunkt mit rund 8 m schon sehr tief, bei der Unterquerung der Straße "Im Reh" beträgt die Überdeckung satte 11 m. Hinzu kommt noch, dass das Gelände dort aufgeschüttet ist und wegen des Abhangs und der Nähe der Talstraße eine offene Verlegung auch aus Sicherheitsgründen nicht in Frage kommt.
So stimmte der Gemeinderat zu, die Arbeiten im Vortriebsverfahren auszuschreiben und den Zuschlag erhielt die Firma Emil Gräbe Vortriebs-GmbH aus Diemelstadt-Rhoden bei Kassel. Nach dem Einrichten der Baustelle wurde mit dem Ausheben des Zielschachts begonnen, von dem aus die 160 m Kanal verlegt werden. Gesichert wird der Schacht durch mit Stahlmatten bewehrtem Spritzbeton. Ein ähnlicher Schacht wird auch am Zielpunkt ausgehoben.

Bauleiter Uwe Rößler erläutert (Bild re.) das Dichtungssystem der Rohre

Wie Bauleiter Uwe Rößler, der zusammen mit Geschäftsführer Dr. Alexander Schönberger beim Anfahren vor Ort war, sagte, achte seine Firma darauf, ihre benötigten Materialien von Firmen aus der jeweiligen Region zu beziehen. So kommen die eigens angefertigten Kanalrohre mit 1,40 m Durchmesser von einer Firma aus Philippsburg-Rheinhausen. Dabei müssen diese Rohre für jede Baustelle eigens gefertigt werden, da Kurven der unterirdischen Trasse bereits beim Fertigen der Rohre mit berücksichtigt werden müssen. Im Rohrstoß liegt auch bereits eine doppelte Dichtung, so dass hier nicht nachgearbeitet werden muss.
An der Spitze der Kanaltrasse arbeitet ein kleiner Bagger und baut das vor ihm liegende Erdreich ab, das dann aus dem Kanal herausgeschafft wird. So wie vorne Platz entsteht, werden die Rohre nachgeschoben. Für Waldbronn rechnet Uwe Rößler mit einem Vortrieb von 8 m pro Tag. Gepresst wird mit einem Maximaldruck von 63 t, dem der Spezialbeton der Rohre standhalten muss. Geht die Strecke über eine Länge von 80 - 10ß m hinaus, wird mit Zwischenpressen gearbeitet, die zum Schluss wieder ausgebaut werden.

Blick in den Vortriebsschacht

Der unterirdische Vortrieb in Richtung Tal ist aber nur eine Strecke. Vom jetzigen Zielschacht aus werden zwei Anschlussarme in Richtung Wiesenstraße und parallel zur Talstraße gelegt. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten bis Ende Juni.
Eingefunden zum Anfahren hatten sich von der Gemeinde auch Bürgermeister Harald Ehrler, Ortsbaumeister Frank Zündorf und Axel Dahlhauser, im Ortsbauamt für Tiefbau zuständig, sowie vom planenden Ingenieur-Büro Helmut Müller Michael Geschwill. Gespannt warteten vor allem die Gäste auf das Anlaufen des Vortriebs. Aber mehr als ein leises Summendrang nicht aus der Baugrube. "Das Lauteste ist der Bagger", erklärte Uwe Rößler. So blieb Bürgermeister Harald Ehrler nur noch, den Bauleuten einen unfallfreien Verlauf der Bauarbeiten zu wünschen.

[<< Übersicht]