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13.03.2002 AUT: Sanierung Radiomuseum

Radiomuseum West

Gelitten hat der Westgiebel des Radiomuseums Waldbronn. Durch wahrscheinlich unsachgemäße Ausführung der Sanierungsarbeiten vor 15 Jahren haben sich Feuchtigkeit und Holzschädlinge im Gebälk des Fachwerkhauses eingenistet.

Radiomuseum muss saniert werden

Sanierungsbedarf an Westgiebel wird ermittelt

Ausschuss auch für Untersuchung des gesamten Gebäudes

Saniert wurde das Gebäude des heutigen Radiomuseums vor rund 15 Jahren. In das ehemalige Fachwerkhaus zog zunächst die Webstube der VHS ein, im September 1989 wurde dann das Radiomuseum eröffnet. Bei der seinerzeitigen Sanierung wurden alte Eichenbalken gegen Nadelholz ausgetauscht, das nun wieder entfernt werden muss, da einerseits unsachgemäß gearbeitet wurde, zum anderen durch die Risse im Nadelholz Feuchtigkeit eindringt. Im Haushaltsplan sind für diese Maßnahme 50.000 € vorgesehen.
Bürgermeister Harald Ehrler wies eingangs auf die Ortsbesichtung hin. Danach erläuterte der Leiter des Ortsbauamts Frank Zündorf im Beisein von Architekt Michael Huxhold dem Ausschuss für Umwelt und Technik die aufgetretenen Schäden am Westgiebel des Fachwerkhauses. Sie resultierten auch durch unsachgemäße Arbeiten, so wurden zum Beispiel keine Dreikantleisten auf die Hölzer genagelt, die bei der zu erwartenden Fugenbildung Feuchtigkeit zurückhalten können. Durch eingedrungene Feuchtigkeit und Holzschädlinge seien so vor allem die Nadelholzbalken stark geschädigt.
Der gesamte Giebel, so Zündorf, muss zur Sanierung abgebaut und das Nadelholz durch abgelagertes Eichenholz ersetzt werden. Durchgeführt werden sollen die Arbeiten ab Juni. Das Radiomuseum muss während dieser Zeit geschlossen bleiben. Ausführen sollen die Arbeiten Spezialisten auf diesem Gebiet wie Zimmerer und Maurer nach Zeitaufwand. Deshalb werde auch nur sehr begrenzt ausgeschrieben.
Franz Masino (SPD) fragte, ob bei der Sanierung vor 15 Jahren gravierende Fehler gemacht wurden und wer diese zu verantworten habe. Zu Arbeiten bemerkte er, dass er sich sicher sei, solche Fachleute auch in Waldbronn zu finden. Hier allerdings hakte Architekt Huxhold ein mit der Bemerkung, gesucht sei ein Zimmermann mit Restauratorenausbildung. Fragen der Gewährleistung warf Bernd Bull (CDU) auf. Sicher sei das Thema noch aktuell, wenn damals gegen die Regeln der Baukunst verstoßen wurde. Nach dem Zustand des restlichen Gebäudes fragte Roswitha Bichler (CDU) und regte an, auch dieses in die Untersuchung mit einzubeziehen. Die Schäden, so Architekt Huxhold, seien allerdings am Westgiebel am größten. Falls gewünscht, könne aber auch das restliche Gebäude untersucht werden.
Der Ausschuss für Umwelt und Technik nahm den vorgestellten Sanierungsbedarf zur Kenntnis und beauftragte einstimmig die Verwaltung mit der Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen am Westgiebel, zusätzlich soll aber auch das gesamte Gebäude unter die Lupe genommen werden.

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