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23.04.2005 100 Jahre Turnverein Busenbach

Turnverein Busenbach feierte 100. Geburtstag
Zahlreiche Ehrungen für Verein und Aktive

Die Sportplakette des Bundespräsidenten überbrachte Bürgermeister Harald Ehrler (re.) dem Jubiläumsverein und seinem Vorsitzenden Theo Steppe

Die Sportplakette des
Bundespräsidenten

Festlich herausgeputzt hatte sich die Turnhalle des Turnverein "Gut Heil" Busenbach zum Festbankett, die nicht nur an diesem Abend Mittelpunkt des Vereinslebens war, sondern bei vielen Anlässen in den zurückliegenden Jahren, wie zu erfahren war. Zum 100-jährigen Jubiläum hatten sich zahlreiche Gratulanten eingefunden, zu ihnen zählten auch der Musikverein "Edelweiß" unter der Leitung von Joachim Hirth und das Frauendoppelquartett des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach, die das Festbankett musikalisch umrahmten.
"Nur freundliche Gesichter", konnte Vorsitzender Theo Steppe begrüßen, denn schließlich sei das Festbankett eine fröhliche Veranstaltung. Sein besonderer Gruß galt neben den Vertretern der Sportverbände Bürgermeister Harald Ehrler, MdL Dr. Erwin Vetter, Ehrenbürger Martin Altenbach und 1. Landesbeamten Ralph Schlusche in Vertretung des Landrats.

Die Ehrenurkunde des Badischen Sportbundes übergab Vizepräsident Gebhard Schnurr an den TV Busenbach und seinem Vorsitzenden Theo Steppe

"100 Jahre sind ein Grund zum Feiern", so Waldbronns Bürgermeister. Für seine 750 Mitglieder biete der Turnverein ein großes Angebot im Breitensport. Lob verdiene aber auch die Jugendarbeit des TVB. Besonders profiliert habe sich in den letzten Jahren das Damentischtennis mit Mannschaften in 1. und 2. Bundesliga. "Die sympathischen Spielerinnen sind auch Werbeträger für unsere Gemeinde", so der Bürgermeister. 100 Jahre seien aber nur möglich, weil immer wieder Menschen in den verschiedensten Bereichen sich engagierten. Gerade diesen Menschen solle mit der Verleihung der "Sportplakette des Bundespräsidenten" Dank und Anerkennung gezollt werden.
Mit einem ganz persönlichen Dankeschön an den Sport eröffnete MdL Dr. Erwin Vetter seine Festansprache zur Bedeutung des Sports. Durch das Tischtennis sei der TV Busenbach ein "regionaler Spitzenclub" geworden, bei dem aber auch Leistung von vielen Ehrenamtlichen erbracht werde. Sport vermittle, wenn er richtig verstanden werde, den Geist der Fairness, des Wettbewerbs und der Leistung. Er sei dazu die "beste Jugendarbeit, die man sich denken kann". Deshalb verdienten die Vereine jede Unterstützung der öffentlichen Hand. Fast jeder dritte Baden-Württemberger sei Mitglied in einem der 11.000 Vereine, und die Jugend stehe hier nicht abseits, strebe allerdings modernere Formen im Vereinsleben an. Auch deshalb sei es wichtig gewesen, dass die ursprünglich geplanten Kürzungen beim Sport zurückgenommen wurden. "Die Übungsleiterpauschale steht", so Dr. Vetter. Als Herausforderung skizzierte der Abgeordnete durchaus optimistisch die Zukunft der Vereine bei stark rückläufigen Geburtenzahlen.

Vom Badischen Turnerbund durch Vizepräsident Rolf Müller (re.) ausgezeichnet: (v.li.) Werner merz, Gertrud Reichelt und Reinhard Schroth

In einem lockeren, humorvollen Rückblick führte Vorsitzender Theo Steppe die Gäste durch 100 Jahre Turnverein "Gut Heil" Busenbach. Von der Gründung am 26. März 1905 mit 33 Mitgliedern, den Rückschlägen durch zwei Weltkriege und die Nazizeit, über den Bau der vereinseigenen Turnhalle in den 50er Jahren spannte er einen weiten Bogen. Von den heute 750 Mitgliedern seien 450 aktiv, davon 280 Kinder und Jugendliche. "Kinder- und Jugendsport war und ist uns auch weiterhin wichtig", gab der Vorsitzende ein eindeutiges Bekenntnis für die Zukunft ab. Steppe schloss seinen Rückblick, indem er die einzelnen Abteilungen vorstellte, bis hin zu den jüngsten Kindern aus dem Gesundheitsbereich, wie den Koronar- oder Diabetesgruppen.
Gebhard Schnurr, Vizepräsident des Badischen Sportbundes hob hervor, dass 100 Jahre Turnverein auch 100 Jahre ehrenamtliches Engagement bedeuten. Von 1983 bis 1998 habe der Jubiläumsverein runde 500.000 DM investiert, die der Sportbund mit 150.000 DM unterstützt habe. Aber auch die Vereinsförderung der Gemeinde Waldbronn sei vorbildlich. Schnurr überbrachte zunächst die Ehrenurkunde des Badischen Sportbundes zum Jubiläum und zeichnete Theo Steppe, seit 25 Jahren erster Vorsitzender, mit der Goldenen Ehrennadel aus.

Kerstin Thomsen, Vizepräsidentin des Badischen Tischtennis-Bundes ehrte (v.li.) Gustav Lauinger und Franz Anderer, beide sind seit 50 Jahren aktive Tiuschtennisspieler

Glückwünsche Überbrachte auch Kerstin Thomsen, Vizepräsidentin des Badischen Tischtennisbundes. Der TV Busenbach sei für den Badischen Tischtennisbund ein Aushängeschild und sei zu Recht ein Zuschauermagnet mit der Höchsten Zuschauerzahl in der gesamten Damenbundesliga. Sie zeichnete die langjährigen Aktiven Franz Anderer und Gustav Lauinger, beide seit 50 Jahren aktive Spieler, mit der Spielernadel in Gold mit Kranz und Brillanten aus, 45 Jahre ist Rudi Lauinger aktiv, er erhielt die Ehrennadel in Gold mit Kranz,  40 Jahre sind es bei Edgar Anderer und Theo Schwab, sie erhielten die Silberne Ehrennadel, für 35 Jahre bekam Heini Ohl die Ehrennadel in Bronze.
Vizepräsident Rolf Müller überbrachte die Glückwünsche von Deutschen und Badischem Turnerbund und vom Turngau Karlsruhe und verlieh die Verdienstplakette des Deutschen Turnbundes. Die Ehrennadel des Turngaus Karlsruhe erhielten für ihren ehrenamtlichen Einsatz Gertrud Reichelt, Werner Merz und Reinhard Schroth. Mit der Ehrennadel des Deutschen Turnbundes wurde Theo Steppe und Franz Anderer ausgezeichnet, der seit 45 Jahren bis heute aktiver Turner ist.

Zusammen 224 Jahre im Turnverein Busenbach (v.li.): Paul Schwab (70 Jahre), Alois Deger und Richard Reiser (beide 77 Jahre im Turnverein), gemeinsam mit Vorsitzendem Theo Steppe (re.)

Seine ältesten Mitglieder ehrte der Turnverein mit einem Präsent, da für diese Mitgliedsdauer keine Ehrungen mehr vorgesehen sind. 70 Jahre Mitglied im Turnverein ist Paul Schwab, 75 Jahre Erich Reiser und auf jeweils 77 Jahre bringen es Alois Deger und Richard Reiser. Vorsitzender Theo Steppe stellte in seinen Schlussworten noch das Festbuch vor, das Rückblick hält und an diesem Abend erstmals verteilt wurde.

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