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16.04.2005 Freiwillige Feuerwehr Waldbronn

Feuerwehr rückte zu 151 Einsätzen aus
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn

Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Harald Höger geehrt. Unser Bild zeigt v.li.: Abteilungskommandant Klaus Pukowski, Harald Höger, Kreisbrandmeister Thomas Hauck und Ortskommandant Peter Weißenborn

22.540 Stunden brachten Waldbronns 115 aktive Feuerwehrangehörige im zurückliegenden Jahr bei Unterrichten oder Übungen zu, rechnete Ortskommandant Peter Weißenborn bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn vor. Eine gute Ausbildung, das wurde von mehreren Rednern betont, sind notwendig, damit die Wehr die an sie gestellten Anforderungen erfüllen kann.
Ortskommandant Peter Weißenborn streifte in seinem Bericht die finanziellen Probleme der Kommunen. Das leistungsfähige System der Freiwilligen Feuerwehren dennoch zu sichern, sei eine wichtige Herausforderung für die kommenden Jahre. Auch die zunehmende Vorschriftendichte bereite durch vermehrt anfallende Kosten Probleme, wenn die Gemeinde, und damit auch die Feuerwehr, zum Sparen gezwungen seien.
Die Ausbildung wurde trotz aller Sparzwänge bei der Waldbronner Wehr auch im Jahr 2004 groß geschrieben, wie die eingangs genannte Zahl belegt. Nicht als gut bezeichnet werden könne dagegen der vorgeschriebene Besuch in den Übungsanlagen für den Atemschutz. Eine tolle Leistung sei dagegen der Erwerb des Goldenen Leistungsabzeichens durch 13 Wehrangehörige gewesen.
Insgesamt wurde die Waldbronner Wehr 151 Mal alarmiert, das waren zehn Einsätze mehr als im Jahr davor. Dabei war das "gesamte Spektrum an Schadensereignissen" enthalten. Im Einzelnen rückte die Wehr zu 31 Brandeinsätzen aus, 69 Mal ging es um technische Hilfeleistungen, sonstige Einsätze waren es immerhin 51, darunter 28 Feuersicherheitswachdienste bei Veranstaltungen und 18 Fehlalarme, die durch Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden.
Die Waldbronner Wehr verfügt derzeit über 115 aktive Feuerwehrangehörige, unter ihnen vier Frauen. Diese Zahl war gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben, leicht gesunken ist der Altersdurchschnitt auf 29,6 Jahre. 34 ehemalige Aktive gehören heute zur Alterswehr.

Seit 25 Jahren bei keiner Probe gefehlt hat Busenbachs Abteilungskommandant Dieter Rädle (re.). Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle zeichnete ihn dafür namens der Gemeinde aus

Trotz der angespannten Finanzlage der Gemeinde konnten die notwendigen Anschaffungen getätigt werden, bis hin zur Beschaffung des neuen Fahrzeugs LF 16 für die Abteilung Reichenbach, das sofort in die Alarm- und Ausrückeordnung eingearbeitet wurde. Gut bis sehr gut sei auch der Zustand der Feuerwehrhäuser, die von Mitgliedern der Abteilungen in Schuss gehalten werden.
Schriftführer Ralf Anderer hob die gute Zusammenarbeit unter den drei Abteilungen hervor. Er berichtete über sieben Sitzungen der Gesamtverwaltung und weiteren vier Sitzungen, in denen die Alarm- und Ausrückeordnung fertig gestellt wurde. Den Kassenbericht verlas kommissarisch Bastian Weber, der im Verlauf der Versammlung als Kassenverwalter einstimmig gewählt wurde.
Jugendwart Georg Blöth berichtete von den Aktivitäten der Jugendwehr mit 150 Stunden im feuerwehrtechnischen Bereich und 100 Stunden in allgemeiner Jugendarbeit. Derzeit gehören der Jugendwehr 45 Mitglieder an, darunter zehn Mädchen, die sich auf die einzelnen Abteilung verteilen: Busenbach: 16 Jungen, 1 Mädchen, Etzenrot: 14 / 9, Reichenbach: 5 / 0..
Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle hob hervor, dass die Gemeinde die zur Aus- und Weiterbildung notwendigen Mittel auch im laufenden Jahr bereitgestellt habe. Lobenswert sei die gute Jugendarbeit. Insgesamt, so sein Resümee, könnten sich Waldbronns Bürger darauf verlassen, dass im Ernstfall bei Tag und Nacht durch gut ausgebildete Wehrangehörige Hilfe geleistet werde.
Kreisbrandmeister Thomas Hauck betonte, dass aus den Berichten hervorgehe, dass die Struktur der Wehr positiv sei. Durch die gute Ausbildung habe es auch keine Probleme bei Einsätzen gegeben. "Ausrüstung und Unterbringung der Wehr in Waldbronn sind gut", so der Kreisbrandmeister, allerdings müssten Wehr und Gemeinde hier am Ball bleiben. Für die Zukunft gelte es die Wehren auch auf überörtlicher Ebene fit zu machen für die Bewältigung von Großschadenslagen.
Kreisbrandmeister Thomas Hauck konnte mit Harald Höger ein Mitglieder der Abteilung Etzenrot für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit der Silbernen Nadel auszeichnen. Eine besondere Anerkennung erhielt von der Gemeinde Busenbachs Abteilungskommandant Dieter Rädle, der sei 25 Jahren ununterbrochen bei keiner Übung gefehlt hat. "Eigentlich wären es 27 Jahre, aber in den ersten beiden Jahren habe ich gebaut", so Dieter Rädle. Helmut Völkle nannte Dieter Rädle ein Vorbild für ehrenamtliches Engagement.
Befördert wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung zum Löschmeister: Ralf Becker, Alexander Kraft, Christian Merz, Bastian Weber; zum Oberlöschmeister: Jannis Duffner, Georg Gebhardt, Rainer Kraft; zum Hauptlöschmeister: Helmut Becker; zum Oberbrandmeister: Thorsten Huck, Walter Knappich, Herbert Ochs, Peter Weißenborn. Die Ernennungsurkunden überreichte Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle.

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