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23.03.2005 Gemeinderat vom 23.03.2005

Kanalbauarbeiten in der Wiesenstraße
Auftrag wurde vergeben

Auf dem Plan des Ortsbauamts ist gut der Verlauf des Kanals parallel zur Wiesenstraße zu erkennen

Zu einer "Minisitzung" kam der Waldbronner Gemeinderat zu Beginn der Osterferien zusammen. Grund für die Sitzung war die Auftragsvergabe für den Kanal in der Wiesenstraße, der einzig verbliebene Tagesordnungspunkt. Abgesetzt wurde dagegen die Änderung der Feuerwehrsatzung, nachdem die Wehr noch weiteren, internen Gesprächsbedarf signalisiert hatte.
Mit der Realisierung dieses III. Bauabschnitts des Regenwasserkanals Busenbach solle ein hydraulischer Engpass beseitigt werden, der in den zurückliegenden Jahren schon mehrfach zu Überflutungen der Keller in den angrenzenden Gebäuden geführt habe, so Frank Zündorf, der Leiter des Ortsbauamts in der Sitzung. Die Ausweisung als Gewässer durch das Landratsamt habe dazu geführt, dass der Kanal auf 1400 mm aufdimensioniert werden musste.
Bereits in einer früheren Sitzung war der Gemeinderat dem Vorschlag von planendem Büro und Ortsbauamt gefolgt, im Rohrvortriebsverfahren auszuschreiben. Dies sei deshalb schon erforderlich, da der Kanal teilweise über 9 m tief liegen werde. Bei diesem Verfahren werden Baugruben nur dort geöffnet, wo später auch einmal Schächte sein werden. Von diesen Standpunkten aus wird dann der Kanal unterirdisch verpresst. Die Arbeiten sollen im Mai beginnen und werden im September abgeschlossen sein.
Zwölf gültige Angebote wurden zum Eröffnungstermin abgegeben. Als günstigster Bieter hat die Firma Emil Gräbe Vortriebs-GmbH aus Diemelstadt ein Angebot über 685.056,20 € abgegeben. Die Kostenberechnung des Ing.-Büros Müller lag bei 950.000 €. Die Firma, so Zündorf, habe auf dem Gebiet des Rohrvortriebs große Erfahrung und sei bundesweit tätig, was durch Referenzen belegt wurde.
Detailfragen wie Lärmbelästigungen und Erschütterungen, Beschaffenheit des Untergrundes wurden von den Gemeinderäten Prof. Dr. Kristian Kroschel (FW)  und Gerhard Knobloch (Bündnis 90/Die Grünen) angesprochen. Die Trasse sei durch Bodenuntersuchungen abgecheckt, so Zündorf. Die Separieranlage könne etwas Lärm verursachen, der Vortrieb nicht. Franz Masino (SPD)  fasste das Ganze zusammen in der Feststellung, die hier gewählte Methode sei am Umweltverträglichsten und am Schonendsten für die Anwohner. Die Vergabe der Arbeiten erfolgte einstimmig.

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