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12.03.2005 Frühjahrskonzert des MV Busenbach

Konzert mit vielen Höhepunkten
Frühjahrskonzert des Musikverein "Edelweiß" Busenbach

Bereits zum zweiten Mal bot der Musikverein "Edelweiß" Busenbach beim Frühjahrskonzert nach 40 Jahren Osterkonzert konzertante Blasmusik auf hohem Niveau

"Im Jahre zwei nach 40 Jahren Osterkonzert" begrüßte Vorsitzender Fritz Müller die Zuhörer zum Frühjahrskonzert des Musikverein "Edelweiß" Busenbach. Sein besonderer Gruß galt Verbandspräsident Michael Weber und der Delegation des befreundeten Musikvereins Hatzenbühl.

50 Jahre aktiver Musiker beim Musikverein "Edelweiß" Busenbach  ist Konrad Weber (2.v.li.), für jeweils 60 Jahre im Verein wurden die ehemaligen Aktiven (ab 2.v.re.) Josef Deger und Egon Becker durch Verbandspräsident Michael Weber (li.) und Vorsitzenden Fritz Müller (re.) geehrt

Drei Mitglieder wurden im Verlauf des Konzerts durch den Verein geehrt. 25 Jahre gehört Bäckermeister Richard Nußbaumer dem Musikverein an. Gerade seine Rolle als förderndes Mitglied strich Fritz Müller besonders heraus. Auf jeweils 60 Jahre bringen es die ehemaligen Aktiven Egon Becker und Josef Deger.

Aktive Musiker wurden für 20 und 30 Jahre geehrt

Von Verbandspräsident Michael Weber wurden für zehn Jahre geehrt: Maike Austen, Viola Simon und Tobias Becker. Für 20 Jahre erhielten die entsprechende Ehrennadel Anja Huber und Hans-Peter Kreutz. für 30 Jahre als aktive Musiker wurden ausgezeichnet: Elisabeth von der Forst, Hildegard Trautmann, Norbert Becker, Achim Findling, Stefan Hutschreuther, Hartwig Reiser, Joachim Hirth und Klaus Werner. 50 Jahre aktiv sind Peter Vogel und Konrad Weber.

Eine besondere Ehrung erhielt
Richard Nußbaumer, der dem Musikverein
25 Jahre angehört

Für das Konzert hatte Dietmar Schulze ein abwechslungsreiches Programm mit seinen Musikern erarbeitet. Durch den fast dreistündigen Abend führte Joachim Hirth. Rhythmus und dynamische Schattierungen bestimmten gleichsam als Motto für das ganze Konzert Trevor Fords einleitendes "Jig" aus den "Dance Contrasts", einem Tanz, der auf irischen Folksongs basiert. In Carl Friedemanns "Ernst ist das Leben, heiter die Kunst" gelangen Dietmar Schulze und seinen Musikern die melodiösen Teile sehr weich und anschmiegsam.
Beim dreisätzigen "Klarinettenkonzert Nr. 3, B-Dur" von Karl Stamitz dirigierte Joachim Hirth eine kleine Besetzung. Dabei löste Arrangeur Walter Tuschla das durchaus schwierige Unterfangen, den typischen Stil der Mannheimer Schule auf ein Blasorchester zu übertragen. Den Solopart spielte Dietmar Schulze technisch perfekt und mit weichem Ton, wobei ihm Joachim Hirth und die Musiker aufmerksame Begleiter waren. Stimmig gelang vor allem der Mittelsatz, die "Romanze".
Einer der Höhepunkte des Konzertabends war Peter Tschaikowskys gewaltige "Ouvertüre Solenelle 1812". Getragen und mit innerer Spannung wurde das einleitende Gebet interpretiert, das zum Schlachtengetümmel überleitete, aus dem heraus immer wieder die Marseillaise erklang. Das Ganze endete in einem machtvollen Finale, bei dem mit Glocken und Feuerwerk der Sieg der russischen Truppen über Napoleon gefeiert wurde.

Als Solist brillierte Karl-Heinz Dörr mit Carlos-Santana-Melodien

In die Welt der modernen Unterhaltungsmusik entführten die Musiker im zweiten Teil ihres Programms. In der Zusammenstellung von Dietmar Schulze erklangen unter dem Titel "The King of Guitar" Latin-Rock-Melodien von Carlos Santana. Dabei setzte der Musikverein Busenbach eine gute Tradition aus den zurückliegenden Konzerten fort. Mit Karl-Heinz Dörr, Lehrer an der Waldbronner Musikschule, hatte man für diesen Programmpunkt einen Glücksgriff getan und einen wahren "King of Guitar" verpflichtet. Danach entführte Dietmar Schulze Musiker und Zuhörer nach Japan, ins Land der aufgehenden Sonne. Schulze hatte hier ein effektvolles Stück Musik arrangiert, das vor allem dem Schlagwerk viel abverlangte.
Mit Lisa Zenner stellte sich ein weiteres Gast vor, die "Hijo de la Luna" -Sohn des Mondes- von Andres und Maria interpretierte, eine andalusische Ballade. Einen keltischen und einen irischen Tanz, das Hannuka-Fest und die Orangenblüte hatte Dietmar Schulze in "Folk of the World" zusammengestellt, bei dem vor allem die schnellen Tempi, die Schulze mit seinen Musikern bei den beiden Tänzen und der Orangenblüte anschlug, die Zuhörer mitrissen.
So war es kein Wunder, dass sich die Musiker erst nach drei Zugaben von der Bühne verabschieden durften, wobei mit dem abschließenden "Fliegermarsch" sich dann doch noch ein Marsch ins Programm schmuggelte. Davor erklang mit Lisa Zenner als Solistin Andrew Lloyd-Webbers "Dont cry for me Argentina" und ein Schmankerl, bei dem sogar eine Mülltonne als Schlagzeug herhalten musste.

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