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13.02.2005 100 Jahre TSV Reichenbach - Matinee

"Erinnerungen" sind auch Ausblick
Matinee eröffnete Jubiläumsjahr des TSV Reichenbach

Das erste Exemplar der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum erhielt von Hans-Peter Anderer (re.) Vorsitzender Bernhard Becker (li.) und Bürgermeister Harald Ehrler als Schirmherr der Veranstaltungen

100 Jahre alt wird der TSV Reichenbach. Eröffnet wurde das Jubiläumsjahr mit einer Matinee, bei der den über 200 Gästen das Festbuch "Erinnerungen" vorgestellt wurde. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Karl-Heinz Dörr und Stefan Rupp von der Musikschule Waldbronn.
Vorsitzender Bernhard Becker konnte zur Matinee zahlreiche Gäste aus Sport, Politik, Kommune, Kirchen, Schule und zahlreiche Sponsoren begrüßen, unter ihnen auch MdL Dr. Erwin Vetter, Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler und seinen Amtsvorgänger Ehrenbürger Martin Altenbach. Becker erinnerte an die Geschichte des TSV, die am 10. Juli 1905 begann. Turner haben sich damals zusammengeschlossen zum Turnverein Reichenbach, der sich 1921 mit der Alemannia und 1934 mit der DJK zusammenschloss. 1925 wurde der erste Sportplatz am heutigen Jägerweg eingeweiht, der von Mitgliedern in ehrenamtlicher Arbeit errichtet wurde. "Über 2.000 cbm Erde und Stein wurden mit Schaufel, Pickel und Schubkarre bewegt", so Becker. 1952 wurde das erste Clubhaus, die Turnhalle am Jägerweg, fertiggestellt. in den beiden folgenden Jahrzehnten musste der Verein zweimal umziehen und baute jeweils ein neues Clubhaus, erst 1965 in der Merkurstraße, dann 1979 im Sportzentrum. Heute ruhe der Verein auf den drei Säulen Fußball, Leichtathletik und Turnen und richte jährlich das Behindertensportfest aus. Mit 1.100 Mitgliedern, darunter 400 Jugendlichen, sei der TSV einer der größten Vereine in Waldbronn.

Gäste bei der Matinee (v.li.): Hans-Peter Anderer, Martin Barth (Sparkasse Ettlingen), Bankdirektor Wolfram Trinks (Volksbank Ettlingen), Geschäftsführer Claus becker (Taller connects) Michael Taller und Geschäftsführerin Doris Ruland-Zimmer (Ruland-Kliniken)

Kritisch ging Becker, an MdL Dr. Vetter gewandt, auf die Kürzung der Übungsleiterpauschalen ein. Die Philosophie des Vereins fasste Becker in dem Bekenntnis zusammen: "Wir wollen die Spitze und die Breite!", schränkte aber ein, die Spitze nur wenn sie nicht zu Lasten der Breite gehe. Er könne sich auch vorstellen, dass der TSV bei entsprechendem Bedarf in der Zukunft auch eine Behindertensportgruppe integrieren werde.
Das Festbuch "Erinnerungen" stellte anschließend Hans-Peter Anderer vor. Auf 168 Seiten dokumentierten über 200 Bilder die Geschichte des TSV Reichenbach. Der verantwortliche Festbuchausschuss, der sich insgesamt 32 Mal getroffen habe, wollte aber nicht nur den Blick in die Vergangenheit, auch der Blick in die Zukunft sollte nicht zu kurz kommen. 700 Stunden Arbeit steckten in dem Werk, dessen erste Exemplare er anschließend aus der Schatztruhe auf der Bühne an Bürgermeister Harald Ehrler und Vorsitzenden Bernhard Becker übergab.
Vereine seien Profilträger einer Gemeinde, so MdL Dr. Vetter in seiner Gratulation. Große Bedeutung hätten Kultur- und Sportvereine auch in der Jugendarbeit. Spontan griff er den Ball auf, den Becker ihm mit der Übungsleiterpauschale zugespielt hatte. Deutschland befinde sich in einer schwierigen Lage, kaum ein Bundesland könne noch einen verfassungsgemäßen Haushalt verabschieden. Auch Baden-Württemberg, das noch zu den besser gestellten Ländern zähle, müsse radikal sparen. Nach kontroversen Diskussionen sei es gelungen, die ursprünglich geplante Einsparung von 5 bis 6 Mio. Euro zu halbieren. 2006 solle mit den Sportverbänden ein Konzept diskutiert werden, das auch für die kommenden Jahre den Vereinen Planungssicherheit gebe.
"Der TSV Reichenbach ist ein junger Verein" erklärte Bürgermeister Harald Ehrler. Davon zeugten auch die 400 Jugendlichen, die im TSV aktiv sind. Das Festbuch werde sicher die Älteren zu Erinnerungen anregen, das Jubiläum solle aber auch auf Heute und Morgen hinweisen.

TSV Jugendliche übergaben den Gästen die ersten Exemplare der Festschrift, hier an Direktor Hans Ruland

Das Festbuch "Erinnerungen" gibt einen gelungenen Überblick über die Geschichte des TSV Reichenbach, der ja letztlich aus den Zusammenschlüssen von Turnverein, Alemannin und DJK entstand. In drei Jahrzehnten mussten drei Clubhäuser gebaut werden, so ein Kapitel in der Festschrift. Einen guten Überblick bietet das Buch auch über den TSV Reichenbach heute mit seinen drei Abteilungen, deren aktive Mitglieder großteils in Bildern zur Erinnerung festgehalten sind.

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