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29.01.2005 Concordia feierte Fastnacht

Concordia feierte Fasenacht mit Schwung
Sängerball zum 130-jährigen Bestehen des Gesangverein Reiche
nbach

Stimmung herrschte unter der Narrenschar im großen Saal des Kurhauses, als die Concordia ihren Sängerball feierte

Mit einer fast fünfstündigen Sitzung begeisterte der Gesangverein "Concordia" Reichenbach in seinem 130. Jahr die Narrenschar, die wieder in großer Zahl in den Saal des Kurhauses geströmt war. Sie braucht ihr Kommen auch nicht zu bereuen, denn es gab viel zu erleben an diesem Abend, an dem sich die Concordia-Narren wieder einmal in Hochform präsentierten. Das begann schon beim neuen Sitzungspräsidenten Achim Waible, der das Narrenschiff sicher und schwungvoll durch die heiteren Wogen steuerte. Mit im Saal auch Bürgermeister Harald Ehrler, der Schirmherr der Waldbronner Fastnacht, der im Verlauf des Abends mit vielen anderen den Concordia-Jahresorden aus der Hand von Ehren-Präsident Franz "Sales" Becker erhielt.

Die Frauentanzgruppe als Badenixen

Mit ihren Tanzgruppen hat hat die Concordia einen Trumpf, der stach auch in diesem Jahr wieder stach. Schmissig und exakt wirbelten die Beine gleich zum Beginn beim Gardetanz der Rot-Grünen Funken, "in diesem Jahr in Blau-Weiß", wie Achim Waible feststellte, den Iris Anderer und Gesine Schwab einstudiert hatten. Ein Höhepunkt im Programm war auch der Showtanz, choreographiert von Iris und Katrin Anderer. Szenen aus dem Musical "Der Glöckner von Notre Dame" wurden tänzerisch und in Playback phantasievoll, gekonnt und stimmig auf die Bühne gezaubert. Eine Concordia-Rakete war der verdiente Lohn für diese Darbietung.

Petterson und Findus verabschieden
sich von der Kindertanzgruppe

"Petterson und Findus in Rio" brachte die 13 Mädchen zählende Kindergarde unter der Leitung von Petra Zeyer auf die Bühne. Die Jugendgarde, hier hatte Nicole Zeyer die Einstudierung übernommen, erinnerte an das erst kurz zurückliegende Weihnachtsfest und landete mit ihrem schwungvollen Tanz als "Weihnachtsmänner" zur Musik aus dem Film "Rudolph, the rednose reindeer" einen vollen Erfolg beim Publikum. Als Badenixen kam die Frauentanzgruppe, ebenfalls von Nicole Zeyer einstudiert, und mit Stephan Blatnik als Bademeister so gut an, dass sie Bürgermeister Harald Ehrler spontan einlud, ihren Tanz zur Freibaderöffnung am 14. Mai nochmals zu zeigen.
Eine Bank für gute Stimmung sind auch jedes Jahr die "Froschteichsänger" mit Klaus Bechtel, Kurt Bechtel, Alexander Horsch und Werner Schottmüller. Wurden sie bei ihrem Auftritt zu Beginn noch unterstützt durch Gaby und Gundi Bechtel, Simone Brandel-Schwab, Ingrid Hammer und Andrea Kreichgauer, so lockten sie bei ihrem zweiten Erscheinen das närrische Publikum vollends aus der Reserve und trieben es auf die Stühle.

Die Froschteichsänger in Aktion mit (v.li.) Werner Schottmüller, Kurt Bechtel, Klaus Bechtel und Alexander Horsch


Vor allem mit ihrem Schlusssong begeisterten sie, mit dem sie den KSC und seinen aus Reichenbach stammenden Cheftrainer Ede Becker mit "wir holen den Europa-Cup und werden Deutscher Meister" feierten. Ob's im Wildpark gehört wurde? Der Erfolg gegen Eintracht Frankfurt am darauffolgenden Tag lässt es fast vermuten.

Den Freistaat Bayern zur Rettung der Staatsfinanzen zu verkaufen, das schlug der Narrenchor vor

Die älteste närrische Gruppe bei der Concordia ist der Narrenchor, getextet von Gaby und Kurt Bechtel und musikalisch begleitet von Alois Horsch, Winfried Fang und Marcel Becker. Sie sangen von Hansi Eichel und seinem "Schuldenhirn" und legten ihm als Lösung in den Mund: "Ich stell den Freistaat Bayern zum Verkauf!" Als Rache für die Rentenkürzung drohten sie, 100 Jahre alt zu werden und Nana Mouskouri (Edelbert Schuster) sang "Weiße Pillen gibt's für dich." Über Mautdesaster und

Sichtlich wohl fühlt sich Bürgermeister Ehrler
auf seinem inzwischen gut gepolsterten Stuhl

Europameisterschaft kamen sie zur Kommunalpolitik und besangen das Rathaus "Kein schöner Haus in dieser Zeit...", kreierten die Hymne der Bediensteten -"s isch Feierabend"- und überreicht dem Bürgermeister ein schwarzes Kissen mit roten Zipfeln für seinen harten Stuhl.
Zu einem Spektakel eigener Art gestaltete sich der Auftritt der "Drei vom Bauhof" mit Kurt Bechtel, Harald Jung und Helmut Völkle. Sie ließen sich mit dem neuen Dreirad der Gemeinde in den Saal schieben. "Sie feuerten ihre Pointen "immer locker vom Hocker" verbal und musikalisch ab, warben für die Heimatstuben, sanierten das Kurhaus und hatten zum Glück noch ein Bier im Keller. Als Warentester testete Norbert Ried zunächst das Sitzungspublikum. Bei allen seinen Test ging er wissenschaftlich an die Sache heran, gleich ob seine Testobjekte Zebrastreifen, Anti-Baby-Pillen oder Speisen und Getränke waren. Als "Apolonia Donnerkrach, e Bauersfrau aus Reichebach" kam Gaby Horatschek mit ihrer Kuh auf die Bühne und berichtete von ihrer Arbeit, ihrem Mann und ihren Kindern. Kräftig kehrten wieder die Putzfrauen Jutta Kleiner und Andrea Kreichgauer in Waldbronn, das sie als "Kurort mit drei Meeren vorstellten und kamen über den Polizeiposten und den neuen Edeka-Markt zu den Waldbronner Promis.

Die "Drei vom Bauhof" mit (v.li.) Kurt Bechtel, Helmut Völkle und Harald Jung

Ein Höhepunkt war wieder einmal der Auftritt von Vincenz (Achim Waible), der schon zu einer Mottofigur der Concordia-Fastnacht wurde. Er war in diesem Jahr bei der Polizei gelandet, erzählte in seiner unnachahmlichen Art von Kontrollen und Einsätzen, sparte aber auch sein Privatleben nicht aus, in dem er viel Pech mit Frauen hatte und Viagra in der Tube für Frauen entdeckte. Der Auftritt machte wieder einmal deutlich, warum Achim Waible mittlerweile über Waldbronn hinaus bekannt ist. In diesem Jahr ist er unter anderen bei den Sitzungen der Karnevalsgesellschaft "Zigeunerinsel" in der Stuttgarter Liederhalle dabei.
Den Schlusspunkt setzte wieder die "Concordia Gaudi-Gugge", die mit ihren Trommlern und Bläsern den Narren nochmals kräftig einheizte. Sie traten erstmals in dieser Kampagne unter ihrem neuen Leiter Hartmut Rübel auf und verabschiedeten ihren langjährigen musikalischen Leiter Franz Eisele. Der Sängerball wird am Samstag, den 5. Februar 2005 nochmals mit vollem Programm wiederholt.

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