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23.01.2005 Kammerorchester der Musikschule

Barockmusik im Mittelpunkt
Kammerorchester der Musikschule in St. Wendelin

In der Pfarrkirche St. Wendelin musizierte
das Kammerorchester der Musikschule Waldbronn

Ausschließlich in der Barockzeit wirkten die vier Komponisten, deren Werke beim jüngsten Konzert des Kammerorchesters der Musikschule Waldbronn erklangen. Trotz der närrischen Fastnachtszeit füllten die treuen Anhänger des Ensembles die Pfarrkirche St. Wendelin in Reichenbach.
Toni Reichl eröffnete mit seinen 20 Musikern mit dem "Konzert G-Dur für Viola, Streichorchester und Basso continuo" von Georg Philipp Telemann das Konzert. Dieses Stück brachte auch die Begegnung mit Michael Fenton, einem jungen Amerikaner, der den Solopart mit warmem, beseelten Ton spielte. Toni Reichl war mit dem Orchester ein adäquater Begleiter, der besonders Charakter und die unterschiedlichen Tempi der Sätze Largo, Allegro, Andante und Presto herausarbeitete.
Als zweites Werk stand von Georg Friedrich Händel das "Concerto grosso F-Dur, op. 6 Nr. 9" in sechs Sätzen auf dem Programm. Die Soloparts hatten hier Kaori Ginthör und Katrin Kümmel (1. und 2. Violine), Detmar Tetzlaff (Violoncello) und Gerit Reichl (Cembalo) übernommen.
Von Johann Friedrich Fasch, der als einer der bedeutendsten Zeitgenossen Johann Sebastian Bachs galt und in Weimar als Hofkapellmeister wirkte, brachte Toni Reichl mit seinen Musikern die "Sonate d-Moll für 2 Violinen, Viola und Basso continuo" in vier Sätzen zu Gehör. Den Schlusspunkt setzte das "concerto in Es-Dur für Corno da caccia, Streicher und Basso continuo" von Jan Krtitel Jiri Neruda, der wie die drei vorherigen Komponisten im 18. Jahrhundert lebte und wirkte. In diesem Stück begegnete den Zuhörern mit Alfred Hess ein Instrumentalist, der an der Musikschule Waldbronn im Fach "Trompete" unterrichtet. Hier aber spielte er das einem breiten Publikum eher unbekannte "corno da caccia", das zur Gruppe der Naturhörner zu zählen ist. In der Barockzeit gab es eine breite Palette von Instrumententypen, die einen interessanten, nahtlosen Übergang von der Trompete zum Jagdhorn mit großem Schallbecher boten. Das "Corno da caccia" deckt dabei eine Seite der Klangpalette ab.
Langanhaltender Beifall dankte zum Schluss allen Mitwirkenden und forderte eine Zugabe, die auch gewährt wurde. Musikschulöleiter Armin Bitterwolf dankte dem Orchester, den Solisten und dem Dirigenten für das gelungene Konzert und den Besuchern für ihr Kommen, das sie nicht zu bereuen hatten.

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