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13.01.2005 Kristin Silbereisen beim TV Busenbach

Kristin Silbereisen spielt in Busenbach
"Tischtennis-Spielerin des Jahres 2004" verpflichtet

Busenbachs Neuzugang Kristin Silbereisen mit Trainer Petr Nedoma

"Zufrieden, glücklich und relaxed" zeigte sich Busenbachs Manager Roland Haug, denn mit Kristin Silbereisen schwingt die große Hoffnung des deutschen Damen-Tischtennis in der kommenden Saison in der Mannschaft des TV Busenbach den Schläger. Haug stellte im Beisein von Bundestrainer Tobias Beck den spektakulären Neuzugang vor, der inzwischen auch der Trainingsgruppe des TV Busenbach angehört. Aktuell spielt Kristin Silbereisen noch für den Zweitligisten Homberger TS.
Kristin Silbereisen ist mit ihren erst 19 Jahren der Shooting-Star des Deutschen Tischtennis-Bundes. Sie hat in jüngster Zeit mit einigen spektakulären Siegen aufhorchen lassen. So unterlagen ihr auf dem Weg ins Pro-Tour-Finale in Peking unter anderen die Weltranglisten-Dritte Niu Jiafeng aus China und die Berliner Nummer 1 Song Ah Sim. Bemerkenswert, so Roland Haug, seien auch ihre äußerst knappen 3:4 Niederlagen gegen die aktuellen TOP-10 Spielerinnen Kim Kyung Ah aus Südkorea oder Tamara Boros aus Kroatien.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass Busenbachs Neuzugang mit überwältigender Mehrheit vor Nicole Struse und Elke Wosik zur "Tischtennis-Spielerin des Jahres 2004" gewählt wurde. In der Weltrangliste hat sie sich inzwischen auf Platz 62 hochkatapultiert. Auch dem neu gegründeten "Top Team Peking" gehört sie als einzige Spielerin des Deutschen Tischtennis-Bundes an. Mit dieser Maßnahme werden Athleten gezielt gefördert, die bei den Sommerspielen 2008 für Deutschland erfolgreich sein sollen. Fachleute trauen ihr auch zu, aufgrund ihres variablen Spiels in absehbarer Zeit eine Führungsrolle im deutschen Damen-Tischtennis zu übernehmen.
In der Busenbacher Trainingsgruppe bereitet sich Kristin Silbereisen unter der Leitung von Petr Nedoma und Liu Liping und mit namhaften Trainingspartnern auf die anstehenden Großereignisse in Aarhus und Shanghai vor. Mit der Verpflichtung von Kristin Silbereisen, so Roland Haug, seien die Personalplanungen für die kommende Saison nahezu abgeschlossen. "Wir haben bereits eine Vierermannschaft, die sich sehen lassen kann", eine Nummer 5 komme noch hinzu, allerdings will Roland Haug sich bis nach der Weltmeisterschaft Anfang Mai Zeit lassen. Er machte aber auch deutlich, dass die aktuellen TVB-Spielerinnen Han Ying, Zhu Fang und Martina Smistikova ihre Chance haben werden. Aber auch aus dem Reservoir der frei werdenden Bundesliga-Spielerinnen könne eine dazustoßen.
Der Vertrag mit Kristin Silbereisen sei zunächst für ein Jahr abgeschlossen, so Roland Haug. Er könne sich aber durchaus vorstellen, dass sich daran eine längerfristige Verpflichtung wie bei den anderen Spielerinnen ergebe. Er erinnerte daran, dass Laura Stumper, Krisztina Toth und auch Elke Wosik schon seit mehreren Jahren für den TV Busenbach an die Platte gehen und sich nach wie vor in der Albtalgemeinde und im Umfeld der Tischtennis-Abteilung des TV Busenbach wohlfühlen.
In der kommenden Saison wird Kristin Silbereisen zusammen mit Laura Stumper das hintere Paarkreuz hinter Krisztina Toth und Elke Wosik bilden. Gesetzt werden soll das Doppel Silbereisen-Stumper, das bei internationalen Turnieren schon aufgetrumpft habe. Damit wolle man gezielt ein deutsches Doppel für die olympischen Spiele und internationale Turniere unterstützen. Da zudem Krisztina Toth in ihrem neuen Vertrag festgeschrieben hat, dass sie drei Spiele aussetzen kann, wird Kristin Silbereisen in diesen Spielen in das vordere Paarkreuz aufrücken. Sie ihrerseits hat in ihrem Vertrag, dass sie zwei Spiele aussetzen kann. Dies sei bei der Belastung durch Bundesliga, internationalen Pokalwettbewerb, Nationalmannschaft und internationale Turniere auch dringend erforderlich, ergänzte Roland Haug, damit zumindest eine gewisse Zeit zur Regeneration genutzt werden kann.
Zu erfahren war, auch wenn die Entscheidung noch nicht definitiv gefallen ist, dass Busenbach heißer Kandidat für den Bundes-Stützpunkt ist, zumindest ist es der einzige Anwärter, den der Deutsche Tischtennis-Bund dem Deutschen Sport-Bund genannt hat. Damit würde dann Kroppach als Bundes-Stützpunkt entfallen. Dies wäre für Busenbach eine Anerkennung, da "wir uns alles ohne Verbandsunterstützung selbst erarbeitet haben", erklärte Haug dazu.
Angesprochen auf die aktuelle Situation in der deutschen Meisterschaft zeigte Roland Haug unerschütterlichen Optimismus: "Wir gehen davon aus, dass es in diesem Jahr mit dem Titel klappt. Im nächsten Jahr sind wir dann noch besser aufgestellt, um den Titel zu verteidigen."

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