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19.12.2004 Konzert zur Weihnachtszeit

Konzert mit anspruchsvollem Programm
Bläserjugend und Blasorchester den Musikverein "Lyra" Reichenbach musizierten

Schon traditionell eröffnete die Bläserjugend das "Konzert zur Weihnachtszeit"

Jährlich am Sonntag vor Weihnachten präsentieren sich die Musiker des Musikverein "Lyra" Reichenbach im "Konzert zur Weihnachtszeit". Auch in diesem Jahr war der Saal im Kurhaus fast bis auf den letzten Platz besetzt, als Vorsitzender Günter Geisert die Zuhörer begrüßte, unter ihnen Bürgermeister Harald Ehrler, Ehrenbürger Martin Altenbach, die Bundestagsabgeordneten Axel Fischer und Jörg Tauss, Bezirksvorsitzenden Hans Panny, Verbandsdirigent Thorsten Reinau sowie eine Abordnung der befreundeten Feldmusik aus Rothenburg.

40 Jahre aktiv als Blasmusiker ist Willibald Masino (Mitte). Er erhielt durch Bezirksvorsitzenden Hans Panny die Goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände und durch 1. Vorsitzenden Günter Geisert (re.) und 2. Vorsitzenden Eduard Timm (li.) die Goldene Vereinsehrennadel und die Ehrenmitgliedschaft

Bei den Ehrungen wurde Willibald Masino für 40 Jahre aktives Musizieren mit der Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände durch Bezirksvorsitzenden Hans Panny ausgezeichnet. Für seine Verdienste im Verein übergab ihm Vorsitzender Günter Geisert die Goldene Vereinsehrennadel und ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Zehn Jahre aktiv sind Christina Schroth, Michaela Walther und Ralf Weiland, sie erhielten die Ehrennadel in Bronze des Blasmusikverbandes.
Dass die Jugendarbeit beim Musikverein "Lyra" Reichenbach groß geschrieben wird, bewies anschließend die Bläserjugend mit ihren 26 aktiven Musikern, für drei von ihnen bedeutete es die Premiere im Konzert. Sie bestachen unter ihrem Dirigenten Gernot Franz durch exaktes, rhythmisch sauberes Musizieren, das auch von der intensiven Probenarbeit zeugte. Sie eröffneten mit Ed Huckebys "Bolero Africana", der, angelehnt an den "Bolero" von Ravel, von den Schlagzeugrhythmen lebt und das Thema durch die einzelnen Instrumentengruppen variiert. Mit "Beach Boys on Stage" von John Moss entführten die jungen Musiker in die Sonne Kaliforniens. Wunderschön getragen und weich gespielt war der Song "May it be" aus dem 1. Teil der Trilogie "Herr der Ringe". Bei "Rough Mix" konnten schließlich die Schlagzeuger in die Vollen gehen. Mit "A Christmas Fantasy" als Zugabe verabschiedeten sich die jungen Musiker.

Das Blasorchester des Musikvereins "Lyra" Reichenbach musizierte zur Freude der Zuhörer unter Gernot Franz

Mit 56, teilweise sehr jungen Musikern, nahm das Blasorchester des Musikverein "Lyra" Reichenbach sein Programm in Angriff. Virtuos und rhythmisch vertrackt gleich der einleitende "Teufelstanz" von Joseph Hellmesberger, bei dem Gernot Franz seine Musiker zu durchaus forschen Tempi anhielt, was dem Stück gut tat. "Soliloquy and Dance" von Philipp Parker bot die Gelegenheit, mit der Oboe ein eher selten solistisch hervortretendes Instrument kennen zu lernen. Den technisch anspruchsvollen Solopart meisterte Jochen Mareth souverän, vor allem die lange Solopassage gab ihm die Möglichkeit, sein Können auf dem nicht leicht zu spielenden Instrument zu demonstrieren.
Höhepunkt des Abends war das gewaltige "Tirol 1809" in drei Sätzen von Sepp Tanzer 1952 geschrieben, das den Freiheitskampf der Tiroler musikalisch nachzeichnet. In diesem Werk, das Gernot Franz auch den Zuhörern transparent zu machen verstand, werden an das gesamte Blasorchester höchste Ansprüche gestellt. Leise getragene Pianopassagen bis hin zu transparenten Forti hatten die Reichenbacher Musiker zu bieten. Vor allem beim musikalischen Kampfgetümmel des zweiten Satzes präsentierten sich Orchester und Dirigent in Hochform. Rhythmisch klar akzentuiert und zügige Tempi stellten in den auch technisch schwierigen Passagen höchste Anforderungen an das Orchester. Mit dem Konzertmarsch "Viribus Unitis" von Josef Bach leitete das Orchester dann über in den zweiten Teil, der von modernen Rhythmen geprägt war.
Bei "Band Fever" von Otto M. Schwarz beeindruckten Eugen Endres am Altsaxophon und Joachim Föhrenbacher mit ihrem instrumentalen Zwiegespräch. "Variazioni in Blue" von Jacob de Haan wurden die Themen sowohl klassisch als auch im Bluesstil variiert. "Brass Time" von Wim Laseroms erfordert ein großes Trompetenregister. Die zehn Trompeter des Orchesters bewältigten die Anforderungen mit Bravour. "Mozart!" war ein Medley aus dem gleichnamigen Musical von Michael Kunze, arrangiert von Wolfgang Wössner.
Nach diesem Programm dankten die Zuhörer dem Orchester mit langanhaltendem Beifall, für den sie sich mit zwei Zugaben bedankten: zunächst brachten sie das bekannte "My way" mit dem Altsaxophon-Solo von Nandy Naschold zu Gehör und dann entließen sie ihre Zuhörer in die Weihnachtstage mit dem "Little Drummer Boy".

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