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17.12.2004 Musik und Lyrik im Advent

Stimmungsvolle Musik und Lyrik im Advent
Musikschule lud wieder zu einem besinnlichen Abend ein

"Musik und Lyrik im Advent" mit (v.li.) Annegret Hansjürgens, Ulrich Enters, Toni Reichl, Karl-Heinz Dörr, Armin Bitterwolf und Stefan Rupp

Seit Jahren schon, genau seit 1997, lädt die Musikschule Waldbronn mit "Musik und Lyrik im Advent" zu einem vorweihnachtlichen Abend ein. In Waldbronn und darüber hinaus hat es herumgesprochen, dass dieser Abend ein besinnlicher Ruhepunkt im vorweihnachtlichen Trubel darstellt. Und so war der Saal im Kulturtreff bis auf den letzten Platz besetzt, als die fünf Musiker, alle Lehrer an der Waldbronner Musikschule, mit "Drin in da warmen Stubn" von Toni Reichl den Abend stimmungsvoll eröffneten.
Dabei stand in diesem Jahr die Veranstaltung zunächst unter keinem guten Stern. Walter Mederus, der Cellist des kleinen Ensembles, musste wegen einer Handverletzung kurzfristig passen. Für ihn sprang gekonnt und souverän Stefan Rupp mit der Bassgitarre in die Bresche. Da die Zeit fehlte, um die Noten von Cello auf Bassgitarre umzuschreiben, musste Stefan Rupp den vor ihm liegenden Cellosatz auf der Bassgitarre spielen.
Gekonnt und sicher interpretierten auch die übrigen Mitwirkenden ihre Parts. Neben zwei Stücken "Drin in da warmen Stuben" und "Durch'n Schnee" von Toni Reichl original für das Ensemble von "Musik und Lyrik im Advent" geschrieben, hatten Reichl und Armin Bitterwolf die Arrangements für die übrigen Stücke besorgt. Sehr schön war dabei das Zusammenspiel zwischen Ulrich Enters, Blockflöte, mit dem Violinpart von Toni Reichl, die bei vielen Stücken sich in den Melodien wechselnd Antwort gaben, sehr schön zu erleben beim "Abendsegen" aus Engelbert Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel". Gekonnt und sicher begleiteten Karl-Heinz Dörr und Armin Bitterwolf mit ihren Gitarren.
Die weiteren Stücke waren "Noel pour l'amour de Marie" von Chédeville, eine "Aria" aus dem Concerto grosso Nr. 12 von Händel, "Largo" und "Andante cantabile" von Vivaldi, der "Deutsche Tanz" von Mozart und das "Neujahrsstückle" von Kern. Am Ende machte sich dann der Beifall des Publikums vehement Luft und zeigte, dass auch heuer "Musik und Lyrik im Advent" genau richtig austariert waren. Der lebhafte Beifall der Zuhörer wurde mit einer norwegischen Weise "als musikalische Zugabe belohnt.
Den Part der Lyrik hatte in diesem Jahr Annegret Hansjürgens alleine inne. Sie hatte dazu zum Abend passende kleine Kostbarkeiten an Gedichten, Balladen und Geschichten ausgewählt, wie das 1000 Jahre alte Gedicht "Verwehendes Nichts" des Chinesen Su Shi oder Ausschnitte aus "Die Schneekönigin" des dänischen Märchendichters Hans Christian Andersen. Aber auch moderne Lyrik wie Erich Frieds "Was es ist" oder "Nachts" von Rudolf Alexander Schröder fügte sich in der gekonnten Interpretation der Rezitatorin nahtlos in den Abend ein. So kam auch sie nicht ohne Zugabe von der Bühne, und wie in den Vorjahren war es die "Weihnachtsgeschichte auf Plattdeutsch".

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