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12.12.2004 Ehrungen und Theater

Der Vereinsmeier kam gut an
Lieder- und Theaterabend des Gesangverein "Concordia" Reichenbach

Ehrungen beim Gesangverein Reichenbach (v.li.) Gerhard Sdun, Klaus Benz, Manfried Anderer (alle 40 Jahre), Lioba Wirth (25 Jahre), Kurt Becker, Klaus Weber und Helmut Völkle (50 Jahre)

Alljährlich bereitet der Gesangverein "Concordia" Reichenbach mit Liedern und einem heiteren Theaterstück vorweihnachtliche Freude. Vorsitzender Helmut Bichler konnte dazu im Kurhaus unter den zahlreichen Zuschauern auch Bürgermeister Harald Ehrler, Norbert Schöpe, den Vorsitzenden der Sängergruppe Albtal die Frauenvertreterin der Sängergruppe, Inge Beutelsbacher begrüßen.
Den ersten Teil gestalteten die Chorgruppen des Gesangvereins. Dabei ließ vor allem der Kinderchor mit zwei gelungenen Liedvorträgen unter seinem neuen Leiter Joachim Langnickel aufhorchen, der auch mit dem Jugendchor "The Voices" einen gelungenen Auftritt hatte. Frauen-, Männer- und gemischter Chor trugen unter der Leitung von Edwin Knaus zum musikalischen Gelingen des Abends bei, die bei einigen ihrer Liedvorträge von Hedy Bischoff am Klavier begleitet wurden.
Langjährige aktive Sängerinnen und Sänger wurden beim weihnachtlichen Lieder- und Theaterabend des Gesangverein "Concordia" Reichenbach durch den Sängerbund geehrt. Die Auszeichnungen überbrachte Norbert Schöpe, der Vorsitzende der Sängergruppe Albtal.
Die Silberne Ehrennadel des Badischen Sängerbundes erhielt Lioba Wirth für 25 Jahre aktiven Chorgesang. Für 40 Jahre wurden mit der Goldenen Ehrennadel die ausgezeichnet Manfried Anderer, Klaus Benz und Gerhard Sdun. Für 50 Jahre Singen im Chor erhielten vom Deutschen Sängerbund die Ehrennadel in Gold Kurt Becker, Helmut Völkle und Klaus Weber. Der Gesangverein ehrte Julia Dürr vom Jugendchor "The Voices" für 15 Jahre aktives Singen im Chor.
Mit Edelbert Schuster als neuem Leiter, assistiert von Manfried Anderer, stellte sich die Theatergruppe mit dem Lustspiel "Der Vereinsmeier" vor. Und die Situationen dieses Stücks, das das sechsköpfige Ensemble mit Schwung und Temperament auf die Bühne stellte, schienen wie aus dem wahren Leben gegriffen.
Karl Emsig (Edelbert Schuster) ist in so vielen Vereinen als stellvertretender Irgendwas aktiv, dass er keinen Abend der Woche mehr zu Hause ist. Seine Frau Susi (Verena Gremsperger) liest ihm nicht nur die Leviten, sondern klärt ihn auch auf: "Merkst du nicht, dass du dich überall zum Trottel machst?" Karl aber ist uneinsichtig und in ihrer Not greift Susi zu einer List und erfindet mit Herbert Donner einen ehemaligen Schulkameraden, der aus Australien zu Besuch kommt und sie sehen wolle. Karl reagiert wie gewünscht eifersüchtig.

Karl Emsig mit Heiligenschein? Szene aus dem "Vereinsmeier" mit (v.li.) Corinna Müller, Edelbert Schuster und Verena Gremsperger

Kompliziert wird das Ganze noch durch Freundin Elsbeth (Corinna Müller), die Susi auf dem Weg weitertreibt. Zu eskalieren droht alles, als wirklich ein Herbert Donner (Christian Müller) auftaucht, allerdings ist das der Freund von Tochter Karin (Carmen Ochs), den zuerst Karl zu Hause überrascht und ihm an die Gurgel will, dann Karins Bruder Klaus (Manuel Kunz) ihn vor dem Schrank vorfindet und als vermeintlichen Einbrecher zur Polizei schleppt. Dass schließlich alles zum Guten Ende kommt, versteht sich bei einem Lustspiel von selbst. Karl wird -wahrscheinlich- seine Abende zu Hause verbringen, da sich seine Vereinsaktivitäten in Luft auflösen. Susi war nicht durchgebrannt und Karin kriegt ihren Herbert.

Die Theatergruppe nimmt den Applaus als verdienten Lohn entgegen (v.li.) Edelbert Schuster, Verena Gremsperger, Christian Müller, Carmen Ochs, Manuel Kunz und Corinna Müller

Dabei gefielen die sechs Akteure mit ihrem frischen, unverkrampften Spiel. Seit vielen Jahren schon dabei entwickelte sich vor allem Verena Gremsperger zu einer Bank mit ihrem sicheren Gespür für Komik und Effekte. Den Zuschauern jedenfalls gefiel das heitere Geschehen auf der Bühne, und vielleicht hat der eine oder die andere sich auch selbst ein klein Wenig wiedergefunden in der Rolle des Vereinsmeiers.

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