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05.12.2004 Kolpingsfamilie Busenbach übergab Spende

Jugendlichen Perspektive geben
Pater Oerder bei Busenbacher Kolpingsfamilie

Am Sonntag nach seinem 139. Todestag gedachte die Kolpingsfamilie Busenbach des Gesellenvaters Adolf Kolping in einer Gedenkfeier, die von August Schwab am Klavier musikalisch umrahmt wurde. Dazu war aus Bonn P. Karl Oerder von der Missionsprokur der Salesianer Don Boscos gekommen, die die Busenbacher Kolpingsfamilie schon seit vielen Jahren bei ihren Hilfsprojekten in der Dritten Welt unterstützt. Fast 25 Jahre ist es her, dass der damalige Landtagsabgeordnete Jürgen Eisele die Verbindung zwischen

Pater Karl Oerder bei der Erläuterung
von Hilfsprojekten

der Kolpingsfamilie Busenbach und Pater Karl Oerder knüpfte.
In eindrucksvollen Worten berichtete Pater Oerder über die Hilfen der Salesianer. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Ländern der Dritten Welt. Beispielhaft nannte Pater Oerder Projekte, die er aus eigener Anschauung kennt. Da war einmal ein Projekt im kenianischen Kukuma, wo über 60.000 Flüchtlinge aus dem Südsudan vegetierten. Hier ging es, wie bei fast allen von den Salesianern unterstützten Projekten, die Hilfe für die Jugend, denen mit einer beruflichen Ausbildung eine Perspektive für die Zukunft gegeben werden soll. Zu Hilfe gerufen wurden die Salesianer auch nach den Überschwemmungen in Honduras. Weitere Schwerpunkte waren Ost-Timor, wo Berufsschulen geschaffen wurden, oder jüngst das Brunnenprojekt im Tiefland von Bolivien.
Eng arbeite die Missionsprokur -"wir verstehen uns als Vermittlungsbüro für Hilfsprojekte"- mit den kirchlichen Hilfswerken wie Misereor zusammen. Mittel kommen aber auch vom Entwicklungshilfeministerium des Bundes. Um diese Hilfen zu erhalten, gebe es klare Vorgaben. 25 Prozent der geplanten Kosten müsse von der Missionsprokur aufgebracht werden, maximal 10 Prozent dürfen davon aus Deutschland stammen, 15 Prozent aus dem Empfängerland, das Ministerium unterstützt dann mit 75 Prozent. Dazu muss aber eine detaillierte Abrechnung über den vollen Betrag vorgelegt werden.
Keine Illusionen solle man sich hingeben, denn "alles verändern können wir nicht". Wir können aber helfen, auch durch berufliche Ausbildung Menschen zu formen. Alle Religionen haben Grundwerte gemeinsam. Deshalb, so P. Karl Oerder, "müssen die Religionen versuchen, die Dinge miteinander auch zu tun, die sei gemeinsam tun müssten!"
Ein neuer Schwerpunkt der Arbeit tue sich jetzt in unseren Großstädten auf. Ausländische Jugendlaiche, als Asylbewerber hier nur geduldet und von der Abschiebung bedroht, sollen bei uns eine Berufsausbildung erhalten, um dann in der Dritten Welt als Fachkräfte zu wirken. "Es ist ein Unterschied, ob sie etwas gelernt haben oder nicht, ehe wir sie wegschicken", so P. Karl Oerder zu dem Problem.
Allein seit 1996 habe die Busenbacher Kolpingsfamilie mit insgesamt 65.000 Euro rund 25 Projekte unterstützt. Insgesamt seien von der Kolpingsfamilie in den knapp 25 Jahren mindestens 130.000 Euro geflossen. Auf eine genauere Zahl wollten sich weder Pater Oerder noch die Verantwortlichen der Kolpingsfamilie Busenbach um Michael Uldrian festlegen.

Eine Spende über 5.000 Euro übergab die Kolpingsfamilie Busenbach durch ihre Vorsitzenden Michael Uldrian (li.) und Franz Kirchner (re.) an Pater Karl Oerder

Michael Uldrian, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Busenbach, übergab dann zusammen mit 2. Vorsitzendem Franz Kirchner eine Spende von 5.000 Euro an Pater Karl Oerder. Der Betrag stammt aus Aktionen der Kolpingsfamilie wie dem kürzlich durchgeführten Verkauf von Advents- und Weihnachtsgestecken, so Vorsitzender Michael Uldrian. Aber auch Spenden an die Kolpingsfamilie seien in den Betrag mit eingeflossen.
Im Rahmen der Kolpinggedenkfeier ehrte die Kolpingsfamilie Busenbach langjährige Mitglieder. Die Ideen Adolf Kolpings, der sich Jugendlichen angenommen und ihnen ein Weg zum Bestehen aus eigener Kraft gezeigt habe, seien zeitlos modern. Diese Ideale hätten die Mitglieder seit vielen Jahren mitgetragen. Nadel und Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft konnte Vorsitzender Michael Uldrian dabei an Franz Anderer, Brigitte Berg, Edith und Ewald Fletschinger übergeben. 50 Jahre gehören der Busenbacher Kolpingsfamilie Rene Löffler und Lothar Anderer an.

Geehrt wurden bei der Kolpingfamilie Busenbach (v.li.) Lothar Anderer für 50 Jahre sowie Ewald und Edith Fletschinger für 25 Jahre Zugehörigkeit. Urkunden und Nadeln überreichten erster und zweiter Vorsitzender

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