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17.10.2004 Seelsorgeeinheit errichtet

Das Haus Gottes ist immer im Bau
Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn formal errichtet

Errichtet wurde die Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn und durch Dekan Andreas Hess (re.), und die Pfarrer (li.) Bernd Peisker und Josef Dorbath (Mitte) gemeinsam zu Pfarrern aller Pfarreien ernannt. Josef Dorbath wird Leiter der Seelsorgeeinheit.

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Reichenbacher Pfarrkirche St. Wendelin wurde jetzt die Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn durch Schreiben von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch auch formal errichtet. Sie umfasst die Pfarrei St. Barbara Karlsbad und die Waldbronner Pfarreien St. Katharina Busenbach, Herz-Jesu Etzenrot und St. Wendelin Reichenbach.
Der Festgottesdienst zum Patroziniumsfest in Reichenbach wurde durch den Kirchenchor Reichenbach-Etzenrot unter der Leitung von Michael Hilschmann, Mitgliedern des Musikverein "Lyra" Reichenbach und Eberhard Essig an der Orgel mit der "Missa pro Patria" von Hilber mitgestaltet. Bei den Fürbitten trugen die einzelnen pfarrlichen Gruppen ihre Anliegen vor, beteiligt dabei war auch die evangelische Kirchengemeinde, die Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Gerda Ischen, bat Gott dabei um eine weiterhin gute ökumenische Nachbarschaft.
"Heute ist ein besonderer Tag", sagte Reichenbachs Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hubert Kuderer zu Beginn des Gottesdienstes. Er hieß die Pfarrer Dorbath und Peisker willkommen, die Pensionäre Franz Bastian und Alois Weber sowie Mitglieder der Pfarrgemeinden aus allen Pfarreien. Unter ihnen war auch Karlsbads Bürgermeister Rudi Knodel, Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler war zu einem Partnerschaftsbesuch in St. Gervais, ließ aber durch Hubert Kuderer Grüße überbringen. In seinem Grußwort im Namen aller Pfarrgemeinden zur Investitur der beiden Pfarrer und zur formalen Errichtung der Seelsorgeeinheit machte Kuderer aber auch deutlich, dass noch eine große Wegstrecke zurückzulegen ist, um die neuen Strukturen mit pastoralem Leben zu füllen. Es komme jetzt darauf an, dass ein pastorales Team gebildet werde.
Pfarrer Josef Dorbath sagte, er werde oft gefragt, wie es denn jetzt sei, wo er so viele Pfarreien "am Hals Habe". "Ich habe sie nicht am Hals, sie liegen mir am Herzen", stellte Pfarrer Dorbath richtig und erinnerte an das Augustinus-Wort: "Je größer die Liebe, desto geringer die Last!"

Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Josef Dorbath (2.v.re.) im Beisein von (v.li.) Pfarrer i.R. Franz Bastian, Diakon Werner Becker, Pfarrer Bernd Peisker, Dekan Andreas Hess und Pfarrer i.R. Alois Weber.

Dekan Andreas Hess knüpfte in seiner Predigt an die Gemeinschaft der Heiligen als Vision von der Vollendung der Welt an. Dazu müsse sich die Kirche aber öffnen, so wie sich heute die Kirchentüren in Karlsbad und Waldbronn für die Seelsorgeeinheit öffneten. Alle Getauften und Gefirmten haben Anteil am Leben der Kirche, die sich als Haus Gottes immer im Bau befinde. So brechen die Christen in Waldbronn und Karlsbad jetzt in einen neuen kirchlichen Lebensraum auf. In Erinnerung an große kirchliche Traditionen sehen sich bei der Seelsorgeeinheit viele nur als Verlierer. "Aber nur wer sich ins Loslassen einfügt, kann das Leben gewinnen", so der Dekan. Der Priester sei in der Seelsorgeeinheit mit seinem pastoralen und sakramentalen Dienst "ein Fingerzeig auf den anwesenden Christus".
Danach verlas Dekan Andreas Hess die Urkunde des Erzbischofs vom 9. August, mit der die Seelsorgeeinheit begründet und Pfarrer Josef Dorbath zum Leiter des Seelsorgeteams bestellt wurde. Josef Dorbath und Bernd Peisker wurden gemeinsam -in solido- als Pfarrer aller Pfarreien in der Seelsorgeeinheit investiert.
Auf die Entwicklung der Seelsorgeeinheit ging Karlsbads Pfarrgemeinderatsvorsitzender Leo Oechsler in seinem Schlusswort ein. Die Entwicklung sei schneller gegangen als von allen erwartet. Im Ringen um das Wohl der Pfarrgemeinden seien die erforderlichen Beschlüsse gefasst worden. In vielen Stunden der Beratung haben darüber hinaus die Pfarrgemeinderäte die Seelsorgeeinheit auf einen guten Weg gebracht. Erfreulich sei, dass die in Waldbronn im Ruhestand lebenden Priester Franz Bastian und Alois Weber zusammen mit Diakon Werner Becker ihre volle Unterstützung zugesagt haben.

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