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10.10.2004 72 Stunden - ohne Kompromisse

Soziale Aufgabe in 72 Stunden
Zwei Jugengruppen aus Waldbronn beteiligt

Innerhalb von 72 Stunden galt es eine Gestellte Aufgabe im sozialen Bereich zu bewältigen. An der Aktion nahm auch der Katholische Offene Treff (KaOT) Reichenbach teil....

Zum zweiten Mal nach 2001 fand jetzt die "72 Stunden-Aktion" statt. Waren vor drei Jahren noch Gruppen aus den Diözesen Rottenburg und Freiburg beteiligt, so wurde in diesem Jahr die Aktion auf ein wesentlich breiteres Fundament gestellt, da sie auf das Gebiet der Partner Südwestrundfunk und Saarländischer Rundfunk ausgedehnt wurde. Aus Waldbronn nahmen zwei Gruppen an der 72 Stunden Aktion teil: der Katholische Offene Treff (KaOT) Reichenbach und die Ministranten "Minis - Gutzelen" aus Busenbach.

und die Ministranten "Minis - Gutzele" aus Busenbach mit jeweils ganz unterschiedlichen Aufgaben.

Die Idee ist so einfach wie bestechend: Katholische Jugendgruppen realisieren innerhalb vom 7. - 10. Oktober in 72 Stunden gemeinnützige Projekte in ihren Heimatgemeinden. Das kann bedeuten, einen Computerkurs im Altenheim anzubieten, ein Spielmobil einzurichten, ein Kleinbiotop anzulegen, ein Multikultifest im Asylbewerberheim zu organisieren, einen Dorfplatz umzugestalten oder, oder, oder... Was auf die einzelnen Gruppen zukommt, bleibt bis zur letzten Minute geheim. Am 7.Oktober um 17:07 Uhr war es dann soweit: Die Aufgaben wurden verteilt. Der Countdown lief. Dann hieß es kreativ sein, improvisieren und powern bis zur letzten Sekunde. Um die Aufgabe zu bewältigen, konnten sich die Jugendlichen von Freundinnen und Freunden, Fachleuten, Firmen und anderen Einrichtungen vor Ort unterstützen lassen.
Die beiden Waldbronner Gruppen erhielten ihre Aufgaben in Ettlingen. Dabei kam es für den KaOT zunächst knüppeldick, zumindest waren ziemlich betroffene bis ratlose Gesichter zu beobachten, als sie ihre Aufgabe erhielten: "Sammlung von Informationen über das Thema "Hospiz" z.B. durch Gespräche mit Mitarbeitern der ambulanten Hospiz-Stiftung, Aufbereitung der Fakten speziell für Jugendliche und Vorstellung der Ergebnisse in der Gemeinde mit Sammlung für die ambulante Hospizarbeit".
Nach dem ersten "Schock", so Beate Anderer vom KaOT, ging man dann im Pfarrzentrum Ernst Kneis in Reichenbach an die Arbeit. Ideen wurden gesammelt, mit dem Hospiz in Auerbach und dem Ambulanten Hospiz Dienst Verbindung aufgenommen und schon bald kristallisierten sich Ideen heraus.

Der Ständer mit den von der KaOT-Gruppe entworfenen Plakaten.

Plakate wurden entworfen, mit denen auf die Hospizarbeit hingewiesen werden soll, Aktionen geplant. So zierte ein großes Transparent die Kurparkbrücke in Reichenbach, auf dem Brunnenplatz wurde ein Gerüst erstellt mit zwei großen Plakaten, und eine Gruppe machte sich daran, über das Thema "Hospiz" mit einer Webseite zu informieren, die noch am Samstag unter der Adresse www.hospiz-web.de freigeschaltet wurde. Auf den Straßen in Reichenbach und im Eistreff wurde am Abend mit Jugendlichen über das Thema "Hospiz" diskutiert, und die "KaOT"ler stellten erfreut fest, dass sie mit diesem Thema auf großes Interesse stießen. Der gesamten Pfarrgemeinde wurde die Aktion dann am Sonntag nach dem Gottesdienst präsentiert. Dazu war auf dem Brunnenplatz ein Zelt aufgebaut und zur Erinnerung wurde dort auch ein Baum gepflanzt.

Im Jugendraum in Busenbach wurde eifrig gemalt.

Besser erwischt hatten es da die Minis aus Busenbach. Ihnen wurde die Aufgabe gestellt: "Renoviert den "Offenen Treff" im Pfarrheim und erneuert die Sandkastenüberdachung vom Kindergarten". Und auch hier ging es dann sofort ans Organisieren. Farbe wurde vor allem gebraucht. Sie zu beschaffen war kein Problem. Wo wir hingekommen sind, stießen wir auf große Hilfsbereitschaft, so Werner Becker, der die Minis als Helfer tatkräftig unterstützte.
In den Räumen wurde dann eifrig gewerkelt. Wandverkleidungen wurden entfernt, schadhafter Putz erneuert, gestrichen, neue Lampen eingebaut. Sichtbar war, dass die Aktion allen viel Freude bereitete je mehr das Werk gelang. Etwas schwieriger hatte es die Gruppe im Außenbereich, die das schadhafte Dach erneuern sollte. Sie hatten zunächst mit dem Regen zu kämpfen, schafften es aber trotzdem, das Dach bis auf die Unterkonstruktion abzubauen. Dann wurden neue Platten aufgebracht und schließlich der Hilferuf über die Webseite der Aktion www.72Stunden.de abgesetzt: " Für die Überdachung des Sandkastens vom Kindergarten brächten wir ein Kupferdach. Der Sandkasten hat eine Größe von 20 m². Wir haben den Sandkasten bereits mit einem Holzdach versehen. Aber wegen der Haltbarkeit und der Optik müsste da noch eine Lage Kupfer darüber. Bitte helft uns".
Müde aber glücklich trafen sich Projektteilnehmer am Sonntag nach Abschluss der Aktion nochmals in Ettlingen, wo die Ergebnisse der einzelnen Gruppen vorgestellt wurden.

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