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25.09.2004 Generalsekretär Segal zu Besuch

Generalsekretär Eliahu Segal in Waldbronn
Region Sha'Ar-Hanegev mit engen Beziehungen zu Waldbronn

Beim Eintrag ins Goldene Buch in der Albtherme (v.li.) Ilan Segal, Generalsekretär Eliahu Segal, Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle und Dan Segal.

Seit 1992 pflegt der Landkreis Karlsruhe ein Freundschaftsbündnis mit der Region Sha'ar-Hanegev, zwischen dem Gazastreifen und der Negevwüste gelegen. Die Region besteht aus 10 Kibbuzim, 2 Moshavs und einer Beduinengemeinde, ist wirtschaftlich wie infrastrukturell gut ausgebaut und zählt vor allem auch im Blick auf die Hochschulausbildung als besonders gut entwickelter Bezirk. Aus dieser Region war jetzt Generalsekretär Eliahu Segal zu einem eher privaten Besuch mit seinen beiden Söhnen Dan und Ilan im Landkreis Karlsruhe.
Generalsekretär ist in den israelischen Regionen der Titel des Chefs der Verwaltung, wie Jenny Herb, im Landratsamt unter Anderem für die Partnerschaften des Kreises zuständig, erzählte. Generalsekretär Segal kam im Rahmen seines einwöchigen Aufenthalts auch nach Waldbronn, wo er in der Albtherme von Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle und Ehrenbürger Martin Altenbach begrüßt wurde. Hier stand auch ein Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde an.
Zu Waldbronn hat die Region Sha'ar-Hanegev besondere Beziehungen. Im Oktober 2000, so Eliahu Segal, begann man ein Bad zu bauen. Das notwendige Know-how dazu holte man sich im Kreis Karlsruhe, und hier vor allem in Waldbronn und der Albtherme. Allerdings sei das Bad in Israel keine Kopie der Waldbronner Einrichtung, so der Generalsekretär, aber viele Anregungen habe man hier erhalten, die man beim Betrieb umgesetzt habe. Entstanden sei ein 25-m-Sportbecken, ein Therapiebecken, ein Sauna- und auch ein kleiner Fitnessbereich. Allerdings habe man in Israel kein Thermalwasser zur Verfügung, gebadet werde in "normalem", erwärmtem Wasser.
Das jetzige Besuchsprogramm, so Jenny Herb, beinhalte vor allem einige Highlights, auch außerhalb des Landkreises, sie nannte dabei Heidelberg und Baden-Baden, aber bei jedem Besuch "ist Waldbronn Pflicht".
Diese Partnerschaft sei zwar nicht in den Kommunen der jeweiligen Partnerkreise verankert, werde aber durch den regelmäßig stattfindenen deutsch-israelischen Jugendaustausch immer populärer.
Seit 1995 finde zudem alle 2 Jahre der deutsch-israelische Jugendaustausch mit Jugendlichen im Alter von 16-17 Jahren statt. Die Jugendlichen aus Israel werden in Familien des Landkreises Karlsruhe untergebracht, der Gegenbesuch der Jugendlichen aus dem Landkreis Karlsruhe in Israel erfolgt dann jeweils im folgenden Jahr.
Als Nebenprodukt dieser israelisch-deutschen Freundschaftsbeziehung habe sich der "Deutsch-Israelische Freundeskreis im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V." herausgebildet, der pro Monat einen interessanten Vortragsabend mit Referenten aus Israel im Foyer des Landratsamtes veranstalte. Im Jahr 2004 könne er seinen zehnten Geburtstag feiern.

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