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04.09.2004 Kurparkfest 2004

Kurparkfest ist für Waldbronn "Fest der Feste"
Festtreiben bei herrlichem Spätsommerwetter

Mit dem Fassanstich, assistiert von Ehrenbürger Martin Altenbach und Stadtilms Bürgermeister Joachim Günsel eröffnete Bürgermeister Harald Ehrler das Fest.

Bei herrlichem Spätsommerwetter begann das Waldbronner Kurparkfest, nach Aussage von Bürgermeister Harald Ehrler ist es das 23. Fest. Bereits zum Fassanstich waren viele Besucher und Standverantwortliche gekommen. Eingeleitet wurde die Zeremonie wie alljährlich durch den Musikverein "Lyra" Reichenbach mit einem zackigen Marsch unter der Leitung von Eugen Endres.
Mit seinem Grußwort eröffnete Bürgermeister Harald Ehrler das Kurparkfest, das Höhepunkt einer "tollen Waldbronner Woche mit zahlreichen interessanten Veranstaltungen" war. In diesem Jahr gelte es zudem ein besonderes Kurparkfest zu feiern, da vor zehn Jahren Waldbronn das Prädikat "Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb" verliehen wurde. Nach zehn Jahren "zweite Bundesliga" wolle Waldbronn aber nun in die erste Bundesliga der Kurorte und strebe das Prädikat "Bad" an, gab der Bürgermeister die Marschrichtung für die Zukunft vor.
Dieses Jubiläum, das eng mit der Thermalquelle zusammenhänge, sei für Ralf Störzbach und Philippe Knall, die beiden Braumeister des "Lindenbräu", Grund genug gewesen, ein Thermenbier zu brauen, für das sie das Brauwasser aus der Thermalquelle im Kurpark verwendeten. Die ersten 30 Liter dieses Bieres wurden in das Fass für den Fassanstich gefüllt, die restlichen 970 Liter gab es dann am Stand des Lindenbräu, so lange der Vorrat reichte.

Gäste aus Nah und Fern, hier aus Waldbronn und Stadtilm, nutzten das Kurparkfest zu einem Treffen.

Der Bürgermeister dankte allen fleißigen Helfern, die das Kurparkfest mit vorbereiteten, allen voran den Vereinen, Organisationen und Selbständigen dem Rathausteam um Edmund Lauinger, Willibald Masino als unermüdlichem Helfer, dem Bauhof und der Gärtnerei, die allesamt viel Arbeit mit der Vorbereitung hatten.
 
Edmund Lauinger (re.) und Willibald Masino bei einer Verschnaufpause im Infostand der Gemeinde.
 
 
Begrüßen konnte Waldbronns Bürgermeister aber auch zahlreiche besondere Gäste, unter ihnen MdB Jörg Tauss, zahlreiche Bürgermeister umliegender Gemeinden, sowie die Delegationen aus St. Gervais und aus Stadtilm in Thüringen mit Bürgermeister Joachim Güntzel an der Spitze. Die Stadtilmer Delegation sei zu dem mit "Thüringern" gekommen, mit Thüringer Bratwürsten nämlich, die am Stand des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach  verkauft wurden.
Lautstark markierten Mitglieder des Schützenverein Waldbronn und des Schützenclub Wolfartsweier mit drei Salutschüssen dann den Beginn des Kurparkfests, ehe der Bürgermeister mit einigen wuchtigen Schlägen, assistiert von Ehrenbürger Martin Altenbach und Stadtilms Ortsoberhaupt Joachim Güntzel den Hahnen in das Fass trieb, so dass das Freibier anschließend fließen konnte.
Wie in den Vorjahren rollte der Betrieb am Samstag zunächst gemächlich an. Und das war auch gut so, denn an vielen Ständen gab es noch zu richten, die letzten Brötchen wurden herangeschleppt, die Grills angeheizt und letzte kulinarische Köstlichkeiten gerichtet. Bald zog ein sanfter Duft von Gegrilltem durch den Kurpark.
 

Wildschwein am Spieß war eine der kulinarischen Köstlichkeiten des Kurparkfestes. Bürgermeister Harald Ehrler schnitt am Stand der DLRG den herrlich duftenden Spießbraten an.

Gegen 19 Uhr aber füllte sich der Kurpark mehr und mehr. Ein rekordverdächtiger Höhepunkt war dann mit dem Feuerwerk erreicht. Einig waren sich alle, dass noch nie in den zurückliegenden Jahren so viele Besucher zu diesem farbenprächtigen Spektakel gekommen waren, gesprochen wurde von 25.000 bis 30.000 Besucher, eine realistische Zahl, wenn man die Parksituation in Reichenbach in Betracht zieht.
Das Feuerwerk selbst war in diesem Jahr mit sehr schönen Effekten garniert. Ob die Pyrotechnik den Kurpark wie unter eine Glocke hüllten oder ob bunte Herzen in den Nachthimmel stiegen, die Zuschauer quittierten das rund zehnminütige Spektakel mit vielen "Ah" und "Oh" und zollten den Feuerwerkern am Schluss lauten Beifall. Wie in jedem Jahr war das Feuerwerk ein gelungener Beitrag der Gemeinde zum Kurparkfest und ein Besuchermagnet!
Erstaunlich war auch wieder, was die Vereine und Organisationen an ihren Ständen kulinarisch auf die Beine stellten. Pizza, Steak, Flammkuchen und Bratwürste waren dabei noch die einfacheren Übungen, nach denen man im vielfältigen Angebot aber schon fast suchen musste. Wildschweingulasch, Crepes und Lachsmaultaschen waren schon eher dem gehobenen Angebot zuzurechnen. Am See brutzelte gar ein ausgewachsenes Wildschwein am Spieß, dessen erstes Stück Waldbronns Bürgermeister herunterschnitt. Auch die Schwenksteaks der Kleintierzüchter oder die Flammkuchen der Jugendfeuerwehr waren wieder stark gefragt.

"Get fresh 'n' friends" heizte den großen und kleinen Zuhörern vor und nach dem Feuerwerk gehörig ein.

Internationales Flair bekam das Kurparkfest durch beiden Stände der Partnerschaften von Monmouth und St. Gervais, die jeweils mit Spezialitäten aus dem Partnerland aufwarteten, so bei St. Gervais, wo die Delegation Rotwein mitgebracht hatte, der Champagner dagegen kam aus Epernay, der unmittelbaren Nachbarschaft der zweiten französischen Partnergemeinde Esternay.
Auch musikalisch ging es international zu. Am Stand des Musikverein "Edelweiß" Busenbach  spielte die Gruppe "Wonderbrass" aus Bristol abwechselnd mit der Combo des MVE. Beim Musikverein "Lyra" Reichenbach  unterhielten sowohl Senioren- als auch Jugendorchester die Gäste. Eine Besonderheit war wieder der gemeinsame Auftritt von Musikverein und Gesangverein Reichenbach, in diesem Jahr am Stand des Musikverein, aber das spielt keine so große Rolle, da beide Stände nur durch einen Weg getrennt sind. Auch beim Musikverein "Harmonie" Etzenrot gab es an beiden Tagen Musik Live.

Dicht an dicht drängten sich die Fans beim Auftritt von "Knutschfleck" am Sonntag.

Lauter als an den Ständen ging es auf der Bühne zu, als am Samstag "Get fresh 'n' friends" vor und nach dem Feuerwerk unterhielten. Am Sonntag herrschte echte Open-Air Stimmung im Kurpark, als "Knutschfleck" seine zahlreichen Zuhörern mit seinen Liedern und Songs unterhielt.

Hoch hinaus ging's beim Bungee-Jumping.

Viele Attraktionen ließen sich noch berichten, so das Tretbootfahren bei der DLRG und der Dunktank oder das Freiluftschach auf der Anlage im Kurpark zu dem der Schachclub Waldbronn einlud. Überhaupt war für die Kinder viel geboten. Für die Kinder und ihre Eltern wurde am Sonntag ein großes Spielfest auf der Wiese bei der Bühne ausgerichtet. Der Turnverein Busenbach war mit Übungsleitern und Geräten zur Stelle, um möglichst viele und abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten bieten zu können. Die Hüpfburg war immer stark belegt, bei den Kolpingsfamilien und dem Diakonieverein, wie immer gemeinsam an einem Stand, konnte mit Klötzen gebaut werden. Ein Bungee-Trampolin lockte Mutige an, gefragt waren aber auch das Kinderkarussell und der Autoskooter.
Es ist im Rahmen dieses Berichts unmöglich alle Aktivitäten der beteiligten Vereine aufzuzählen, zumal sich fast alle große Mühe mit dem Angebot an ihren Ständen gemacht hatten. Dass auch die Umwelt zu ihrem Recht kam, verzichteten doch alle auf Einweggeschirr und nutzten die von der Gemeinde bereit gestellten Spülmaschinen, sei zum Schluss noch lobend erwähnt. Und noch etwas verdient Lob: in diesem Jahr waren statt der Toilettenhäuschen Toilettenwagen aufgestellt. Als angenehm empfanden es viele, dass man sich hier auch gleich noch die Hände waschen konnte.

Spaß beim Spielfest mit dem TV Busenbach.

Es war wieder ein gelungenes Fest, dieses Kurparkfest 2004. Das war jedenfalls der Tenor fast aller Besucher. Der Besucherandrang an beiden Tagen belohnte Gemeinde und Vereine für die Arbeit, die in der Vorbereitung eines solchen Festes steckt.

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