Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.518.693

Volltextsuche



 

24.02.2002 Fastenessen beim Eine-Welt-Kreis

Den ersten Teil des Erlöses aus Fastenessen und Kollekte in der Kirche übergab Elke Heumann vom Eine-Welt-Kreis an Miernasrodin Rafizada von der Ulmer Initiative für Kinder und Frauen in Kabul.

Den ersten Teil des Erlöses aus Fastenessen und Kollekte in der Kirche übergab Elke Heumann vom "Eine-Welt-Kreis" an Miernasrodin Rafizada von der "Ulmer Initiative für Kinder und Frauen in Kabul".

Hilfe für Frieden in Afghanistan

Fastenessen des "Eine – Welt – Kreises" in Reichenbach

Gut besucht war das Fastenessen im Reichenbacher Pfarrzentrum Ernst Kneis. Der Erlös dieser Aktion, die vom "Eine-Welt-Kreis Waldbronn" getragen wurde, kommt in diesem Jahr der "Ulmer Initiative für Kinder und Frauen in Kabul /Afghanistan" zu Gute, die damit den Wiederaufbau eines Kinderkrankenhauses in der afghanischen Hauptstand unterstützt.
Der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Wendelin, der vom "Eine –Welt – Kreis" und der Gruppe "Wegzeichen" gestaltet wurde, stand unter dem Thema des Friedens, der in Afghanistan nach den langen Jahren des Krieges notwendig ist. Dieser Frieden, das wurde auch im Gottesdienst deutlich hervorgehoben, komme aber nicht von selbst, sondern Hilfe von außen ist notwendig.
Unterstützt wird durch die "Ulmer Initiative für Kinder und Frauen in Kabul", einer offiziell angemeldeten Hilfsorganisation, das "Indira Gandhi – Kinderkrankenhaus in Kabul. In ihm werden hauptsächlich Minenopfer unter den Kindern behandelt. Ziel ist es, die technische Ausrüstung auszubauen und den afghanischen Ärzten eine Basisausrüstung zur Verfügung zu stellen, die die dringend nötige, fehlende Grundversorgung für Kinder ermöglicht.
Miernasrodin Rafizada, Vorstandsmitglied der Ulmer Initiative, war am Sonntag Gast in Reichenbach. Er hatte von seinem letzten Hilfstransport nach Kabul eindrucksvolle Bilder mitgebracht, die in einer Ausstellung im Kolpingzimmer die Not in Afghanistan verdeutlichten. Am Nachmittag berichtete Rafizada über seine letzte Reise nach Kabul im August – September 2001. Mit einem LKW wurde damals unter großer Anstrengung und unter persönlichen Gefahren die rund 10.000 km lange Strecke zurückgelegt. Beladen war der LKW mit 3,5 t medizinischer Hilfsgüter.
Krieg, Armut, schlechte Ernährung, lebensbedrohliche Krankheiten und mangelnde Schulbildung prägen den täglichen Alltag von Millionen Kindern in Afghanistan. Ohne Schulbildung, so Miernasrodin Rafizada, haben diese Kinder kaum eine Chance, dem Teufelskreis aus Armut, Aggressivität und Ausbeutung zu entkommen und werden so leicht zu Tätern und Opfern in zukünftigen Bürgerkriegen, die das arme Land seit 23 Jahren verwüsten. Deshalb soll neben dem Krankenhaus jetzt auch eine Schule bei Kabul unterstützt werden.
Der nächste Hilfstransport wird sich in wenigen Wochen wieder auf den Weg machen und eine Ladung Hilfsgüter nach Kabul bringen. Miernasrodin Rafizada bedankte sich deshalb beim "Eine – Welt – Kreis" für die Unterstützung, die dazu beiträgt, afghanischen Kindern und Frauen zu helfen.

 

[<< Übersicht]