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05.08.2004 Indianer im Jugendtreff

Indianer in Waldbronn
Ferienprogramm mit großer Resonanz
"Indianer" waren das Thema der Ferienaktion

Indianerzelte, Tipis, wurden gebaut und bemalt.

"Indianer in Waldbronn - das gibt es doch nicht", mag mancher denken. Aber weit gefehlt! Indianer schlichen vergangene Woche rund um den Jugendtreff, hatten dort ihre Tipis aufgebaut, fertigten Tomahawks, Pfeile und Bogen, woben Teppiche, was man als Indianer halt so macht und braucht.
Hintergrund des Ganzen ist die Ferienaktion im Jugendtreff Waldbronn, die seit vielen Jahren schon gleich in der ersten Ferienwoche das Ferienprogramm der Gemeinde eröffnet. Ob sie zum 14. oder schon zum 15. Mal stattfindet, so genau weiß das auf Anhieb auch Jugendtreffleiter Detlef Schäfer nicht. Auf jeden Fall hat es sich unter den Kids herumgesprochen, dass -nicht nur- in der Woche im Jugendtreff was los ist. Die Zahl der teilnehmenden Kinder zwischen acht und zwölf wurde auf 50 begrenzt, aber 30 standen zum Schluss noch auf der Warteliste. "Die verfügbaren Plätze waren im Nu weg", so der Jugendtreffleiter.

Vor dem Beginn: Lagebesprechung und Einteilung in Gruppen mit Jugendtreffleiter Detlef Schäfer und den Betreuern.

Bei der Ferienaktion waren die Kinder aufgeteilt in vier Stämme, denen jeweils ein fester Betreuer zugewiesen war. Dabei war jeder Stamm bei jeder Aktion aktiv. Indianische Kleidung wurde gefertigt, der typische Federschmuck gebastelt, ein Indianerzelt, ein Tipi gebaut und ein großer Marterpfahl wurde aus einem Baumstamm geschnitzt und bemalt. Einer der Höhepunkte war der dritte Tag, als beim Pferdehof Vogel Reiten auf dem Plan stand. Und wer gerade nicht auf dem Pferd saß, war beim Schatzsuchen aktiv und musste sich von Fährten zum Versteck führen lassen. Perlenknüpfen, einen Teppich weben, Pfeil und Bogen anfertigen waren Techniken, die am Donnerstag anstanden.

Perlenketten wurden geknüpft.

Danach war dann alles bereit für den letzten Tag. Hier kamen mit den Eltern "Bleichgesichter" zu Besuch ins indianische Lager. Zuvor aber wurden indianische Tänze um den Marterpfahl aufgeführt, es wurde an einer offenen Feuerstelle indianisch gekocht und der Medizinmann zeigte seine Künste. Und vielleicht wird auch eines der Bleichgesichter an den Marterpfahl gebunden, wer weiß?

Die "Squaws" relaxen in ihrem Tipi.

Neben den Betreuern, und das hob Detlef Schäfer besonders hervor, wurde das Team auch von Müttern unterstützt, eine willkommene Hilfe, denn bei 50 kleinen Indianern heißt es überall die Augen zu haben. Und doch verlief die Woche trotz des Einsatzes von Schnitzmessern weitgehend unfallfrei. "Dreimal brauchten wir Pflaster", so Schäfer. "Und jedes Mal war ein Betreuer der Leidtragende!"
Dass diese Veranstaltung aber überhaupt durchgeführt werden kann, verdankt der Jugendtreff und damit letztlich die teilnehmenden Kinder auch einem Sponsor. Denn allein aus der Teilnehmerbeiträgen lässt sich diese Maßnahme nicht finanzieren. Eine beträchtliche Summe steuern die Michelin Reifenwerke Karlsruhe zu. Dafür auch von dieser Stelle einen herzlichen Dank!

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