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25.07.2004 Pfarrer Greulich verabschiedet

In sechs Jahren Zeichen gesetzt
Pfarrer Joachim Greulich in Reichenbach verabschiedet

Bürgermeister Harald Ehrler verabschiedete den scheidenden Pfarrer im Namen der politischen Gemeinde.

Nach sechs Jahren hieß es in Reichenbach Abschied nehmen von Pfarrer Joachim Greulich, der jetzt auf Wunsch des Erzbischofs den Seelsorgeverband Sickingen in Oberderdingen übernimmt. Die Pfarrgemeinde verabschiedete sich von ihrem Seelsorger mit einem Festgottesdienst, der vom eigens zu diesem Anlass gegründeten Projektchor unter der Leitung von Stefan Gebhard, dem Kirchenchor, Leitung Michael Hilschmann, und an der Orgel von Eberhard Essig mitgestaltet wurde. Mit Pfarrer Greulich stand Pfarrer Thorsten Becker aus Freiburg, ein gebürtiger Reichenbacher, am Altar.
Den anschließenden Empfang umrahmten der Musikverein "Lyra" Reichenbach unter der Leitung von Eugen Endres und der Gesangverein "Concordia" Reichenbach, den Erich Brandel dirigierte. Den feierlichen Rahmen bildeten dabei die Fahnenabordnungen der Reichenbacher Vereine.
"heute nehmen Sie Abschied von den Menschen der Pfarrgemeinden Busenbach, Etzenrot und Reichenbach", sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hubert Kuderer und hob hervor, dass die Nachricht vom Weggang des Pfarrers "betroffen und besorgt" gemacht habe. Viele hätten sich gefragt, wie es mit der Seelsorge in Reichenbach weitergehen solle.
Aber auch Waldbronn werde von den großen Änderungen nicht verschont. Waren bisher in Karlsbad und Waldbronn für fünf Pfarreien drei Pfarrer zuständig, so werden es in Zukunft nur noch zwei sein. Mit dieser Realität sich abzufinden sei auch ein Lernprozess.
Pfarrer Peisker, blickte Kuderer in die Zukunft, sei jetzt erster Ansprechpartner für Busenbach und Etzenrot, Pfarrer Dorbath werde für Reichenbach zuständig und leite die Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn. Seine Investitur in Reichenbach sei für das Patroziniumsfest geplant.
Pfarrer Greulich seien während seiner Zeit in Waldbronn die Leitung der Stiftungsräte übertragen gewesen, außerdem musste er die Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn weiter entwickeln. Die sechs Jahre mit Pfarrer Joachim Greulich bezeichnete Kuderer als eine Zeit des sich aneinander Gewöhnens, in der sich Vieles zum Positiven entwickelte. Er hob vor allem die großartigen Gottesdienste mit Pfarrer Greulich hervor. Aber auch bauliche Projekte wurden auf den Weg gebracht. Wichtiger als diese äußeren Zeichen sei aber die seelsorgerliche Tätigkeit gewesen.

Als Geschenk der Pfarrgemeinde erhielt Pfarrer Joachim Greulich Nützlich für seinen neuen Haushalt.


Bürgermeister Harald Ehrler  verabschiedete den Pfarrer im Namen der politischen Gemeinde und fragte kritisch nach, ob es richtig sei, dass ein Pfarrer die Verwaltung von vier Kindergärten tragen müsse und ihm diese Zeit dann natürlich für seine ureigenste Aufgabe, für die Seelsorge fehle. Pfarrer Greulich habe jedoch diese Aufgaben gemeistert. So trage das Außengelände beim Kindergarten St. Bernhard Etzenrot deutlich seine Handschrift. Beim Kindergarten St. Elisabeth habe er Ausdauer bewiesen und im gemeinsamen Gespräch sei ein erfolgreicher Weg eingeschlagen worden. Er lud Pfarrer Greulich schon jetzt zur Einweihung des neuen Kindergartens in etwa zwei Jahren ein.
Grüße der evangelischen Kirchengemeinde überbrachte Gerda Ischen als Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Sie hob hervor, dass Pfarrer Greulich den ökumenischen Gedanken weiter gefördert habe. Sichtbares Zeichen sei die Gründung des Ökumenischen Bildungswerks gewesen. Für die Waldbronner Schulen dankte Rektor Peter Hepperle. Der scheidende Pfarrer habe hier seinen Verkündigungsauftrag ernst genommen und markante Zeichen gesetzt.
"Sechs Jahre kommen mir in der Zeit des Umbruchs wie eine halbe Ewigkeit vor", so Pfarrer Joachim Greulich. Ein Abschied tue auch weh, weil in der Zeit Verwurzelungen und Kontakte entstanden, die jetzt abbrechen. Er wünschte sich, dass sein Nachfolger von der Pfarrgemeinde mit Herzlichkeit aufgenommen werde.

 

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