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02.07.2004 Erschließung kann beginnen

Nach 20 Jahren wieder Wohnbaugebiet
Erschließung "Im neuen Heubusch" kann beginnen

Viel Staub wirbelte Bürgermeister Harald Ehrler mit dem ersten Baggerbiss beim künftigen Wohngebiet "Im neuen Heubusch" auf.

"Heute ist ein großer Tag für die Gemeinde Waldbronn", sagte Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler beim ersten Spatenstich im Neubaugebiet "Im neuen Heubusch". Fast genau beim geplanten Kreisel, der zukünftigen Einfahrt in das neue Wohngebiet, fand die Zeremonie statt, zu der sich zahlreiche Bürger eingefunden hatte.
Fast genau zwei Jahrzehnte sei es her, dass in Waldbronn ein Wohnbaugebiet erschlossen wurde. Beim jetzigen Baugebiet habe es der Mitwirkung Vieler bedurft, so Ehrler. An erster Stelle nannte er die Grundstückseigentümer, die von der Entscheidung des Gemeinderats für dieses Baugebiet profitierten. Immerhin hätten sie lange warten müssen, denn annähernd vor 15 Jahren sei diese Fläche in den Flächennutzungsplan aufgenommen worden.
Dank gehe aber auch an die Planer. Zuvörderst nannte der Bürgermeister hier die Stadtplaner Patrick Humpert und Karin Lorenz, die mit ihrer Planung dem Baugebiet sein Gesicht gegeneben haben. Weiter erwähnte er Peter und Martin Leuze, denen die Verkehrsplanung oblag. Für die Landschaftsplanung war Stefan Kappes vom Büro Götte zuständig, die schalltechnischen Untersuchungen besorgte Burkhard Leutwein. Die erforderlichen Bodengutachten fertigte Wolfgang Orth, die Vermessungsarbeiten fertigten Werner Zimmermann und Bernd Lofink, letzterem oblag die Katastervermessung. Dank gelte es aber auch Winfried Krutzsch und Rainer Lange  vom Planungs- bez. Liegenschaftsamt der Gemeinde Waldbronn zu sagen.

Den ersten Spatenstich führten aus: (kl. Bild v.li.) Dipl. Ing. Patrick Humpert, Bürgermeister Harald Ehrler, Hildegard Schottmüller, Dipl. Ing. Peter Leuze und Heinz Zimmermann vom Erschließungsträger GSL.


Bei der Erschließung sei die Gemeinde neue Wege gegangen. Erstmals habe man mit der "Gesellschaft für Stadt- und Landentwicklung" (GSL) einen Erschließungsträger beauftragt. Die GSL, für die in Waldbronn vor allem Heinz Zimmermann aktiv war, habe den Grunderwerb getätigt und führe die Erschließung durch. Ob der Gemeinde das nicht ganz einfache Unterfangen, 155 Eigentümer mit 98 Grundstücken unter einen Hut zu bringen, geglückt wäre, dahinter setzte der Bürgermeister ein großes Fragezeichen.
Mit Zustimmung der Grundstückseigentümer habe man einen Erschließungsausschuss installiert, der die GSL beraten, aber auch überwachen sollte. Ihm gehören die Grundstückseigentümer Hildegard Schottmüller, Frank Jösel, Udo Kohler, Roland Maier, Werner Neubauer und Rüdiger Steppe an.
Harald Ehrler erinnerte dann nochmals an den Werdegang dieses Baugebiets. das am 27. Februar 2002 erstmals vorberaten wurde. Am 20. März wurde dann der Aufstellungsbeschhluss gefasst und das Büro Humpert mit der Planung beauftragt. Am 3. Juli ging der Auftrag zur Durchführung der Bodenordnung an die GSL. Im Januar 2003 wurde die Umlegung angeordnet und am 8. April fand eine Bürgerversammlung statt, zu der über 90 am Verfahren Beteiligte kamen. Parallel dazu fand vom 29. März bis 29. April die Offenlage des Bebauungsplanentwurfs statt. Seit dem 15. Juni 2004 sei die Umlegung nun unanfechtbar. Über die vorliegenden Anregungen von Bürgern werde dann in der Gemeinderatssitzung am 7. Juli entschieden, wo auch der Satzungsbeschluss auf der Tagesordnung stehe.
Die Gesamtfläche des Baugebiets umfasse 7,44 Hektar, informierte der Bürgermeister abschließend. 5,2 ha entfielen davon auf die Bauflächen, 1 ha werde öffentliche Grünfläche und 1,2 ha seien Verkehrsflächen. Ausgelegt sei das Baugebiet für 142 Wohngebäude mit rund 200 Wohneinheiten.

Heinz Zimmermann von der GSL
übergab Bürgermeister Harald Ehrler ein Senkblei,
damit bei der Gemeinde immer alles im Lot bleibe.

"Sozialer Wohnungsbau wird es hier nicht geben, aber die Gemeinde hat Vergabekriterien, bei denen eine soziale Komponente berücksichtigt wurde", so der Bürgermeister zu den Baupreisen. Die Festlegungen des Gemeinderats basierten auf der Grundlage von Wertermittlungen des Gutachterausschusses. Die Preise der Gemeinde zwischen 300 und 450 Euro pro Quadratmeter seien eher im unteren Sektor angesiedelt, berücksichtige man die Preisvorstellungen im privaten Sektor. Die Gemeinde selbst besitze 49 Grundstücke.
Die Erschließungsarbeiten werden etwa ein Jahr in Anspruch annehmen. "Danach können die Häuslebauer zur Tat schreiten", so Bürgermeister Harald Ehrler abschließend.
Heinz Zimmermann von der GSL dankte vor allem den Grundstückseigentümern für das entgegengebrachte Vertrauen. In diesen Dank schloss er auch die planenden Büros, Gemeinde und Gemeinderat mit ein. Einvernehmlich geklärt seien auch alle Fragen mit dem Pferdehof Vogel, so Zimmermann zu diversen anderslautenden Gerüchten, die im Umlauf seien. Er hob die "traumhafte Lage" des Neubaugebiets hervor, von aus der Blick bis weit in den Schwarzwald reiche. Im September sei bereits zu sehen, wo die Straßen verlaufen und wie das Baugebiet strukturiert sei.
Danach wurde es dann ernst. Zunächst führte Bürgermeister Harald Ehrler, assistiert von Franz Siffermann, einen ersten Baggerbiss aus, der symbolisch für die Straßenbauarbeiten mit dem Kreisel auf der Landesstraße stand. Danach griffen der Bürgermeister im Verein mit den Planern Patrick Humpert und Peter Leuze, Hildegard Schottmüller für die Grundstückseigentümer und Heinz Zimmermann für die GSL zum Spaten, um die Erschließungsarbeiten symbolisch zu beginnen.

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