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12.06.2004 Kaschubien in Waldbronn

Nicht über Europa reden, Europa erleben
Gruppe "Redzanie" aus Reda/Polen zu Gast in Waldbronn

Das Ensemble "Redzanie" im Waldbronner Kurhaus gemeinsam mit Bürgermeister Harald Ehrler auf der Bühne.

"Waldbronn und Reda sind Partnerstädte", sang zum Schluss des kaschubischen Abends im Waldbronner Kurhaus Edmund Lewanczyk, der Leiter der Gruppe "Redzanie". Er griff damit der Wirklichkeit der beiden durch einen Freundschaftsvertrag verbundenen Gemeinden etwas vor, aber die herzliche Atmosphäre des Abends lässt durchaus auf eine Partnerschaft hoffen.
33 Gäste waren aus Reda nach Waldbronn gekommen, an ihrer Spitze der dortige Vizebürgermeister Kazimierz Grubba. Sie alle begrüßte Waldbronn Ortsoberhaupt Harald Ehrler schon vor dem Auftritt im Waldbronner Rathaus. Er informierte über die Albtalgemeinde und lud alle zu einer Rundfahrt durch den nördlichen Schwarzwald ein.
Die Idee zu dem Auftritt in Waldbronn kam von der kaschubischen Folkloregruppe "Redzanie". Konkretisiert wurde das Ganze von der Stadtverwaltung Reda und der Gemeinde Waldbronn. Als Bürgermeister Harald Ehrler dann am Abend vor der Europawahl Polen als neues Mitgliedsland in der EU willkommen hieß, brandete spontaner Beifall im Kurhaussaal auf. Er hoffte, dass von diesem Abend enge Kontakte auf Vereinsebene zu Reda ausgehen.
Die kaschubisch- pommersche Vereinigung bildete sich in Polen 1964. 1974 wurde sie in Reda

Leiter Edmund Lewanczyk (mit Akkordeon)
und daneben eine Teufelsgeige.

ins Leben gerufen und 2000 um die Folkloregruppe "Redzanie" erweitert, die heute bereits weit über die Grenzen Redas hinaus bekannt ist. Ihr erklärtes Ziel ist es, die kaschubische Kultur und die bilderreichen Traditionen des Gebiets von Reda lebendig zu erhalten.
Kaschubien, das sie in ihren Liedern besingen, liegt um die Region Danzig herum. Die Gruppe "Redzanie" hält mit ihren kaschubischen Trachten und Liedern die Kultur dieser Volksgruppe aufrecht und pflegt ihre Identität. Die Themen, die sie in ihren Liedern in der kaschubischen Sprache besingen, spannen dann auch einen weiten Bogen von der Arbeit über die Heimat, die Liebe bis hin zu Freude und Trauer. Ihr "Top-Hit" ist derzeit "Reda", in der die Schönheiten dieser Stadt besungen werden.
Das Ganze zu einem polnisch-deutschen Abend machten der Frauen- und der Männerchor des Gesangverein "Concordia" Reichenbach unter der Leitung von Simone Brandel-Schwab und Erich Brandel, die sich mit Vorsitzendem Hellmuth Bichler über die Gastgeschenke aus Polen freuen durften.
"Wenn Sie kommen, wir machen alle Türen auf", so Edmund Lewanzcyk am Schluss. Damit lud er alle ein zu einem Besuch in Reda mit seiner herrlichen Landschaft, um auch so die freundschaftlichen Beziehungen weiter zu festigen.

Ein Geschenk aus Reda erhielten Vorstand Hellmuth Bichler (2.v.re.) und die Dirigenten Simone Brandel-Schwab und Erich Brandel vom Gesangverein "Concordia" Reichenbach.


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