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08.05.2004 Freiwillige Feuerwehr hielt Rückblick

"Die Sicherheit ist noch gewährleistet"
Freiwillige Feuerwehr hatte 141 Einsätze zu bewältigen

Für 25 Jahre Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr wurden mit Ehrenzeichen in Silber Georg Gebhardt (2.v.li.) und Ralf Becker (3.v.li.) ausgezeichnet. Mit auf dem Bild (v.li.) Ortskommandant Peter Weißenborn, Abteilungskommandant Thorsten Huck und stellvertretender Kreisbrandmeister Karl-Heinz Würges.

Eine Lanze für das Ehrenamt brach Waldbronns Ortskommandant Peter Weißenborn bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn. Immerhin habe die Wehr über 40.000 ehrenamtliche Stunden bei Übungen und Schulungen erbracht. Als Gäste konnte Weißenborn Waldbronns Bürgermeister Harald Ehrler, Unterkreisführer Manfred Schwan und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Karl-Heinz Würges begrüßen.
Der Kommandant eröffnete seinen Bericht mit einem Dank an alle Feuerwehrleute für ihren engagierten Einsatz. Die Finanzmisere der Kommunen habe auch die Waldbronner Wehr erfasst, die eine 30-prozentige Kürzung hinnehmen musste. "Die Sicherheit der Bürger ist noch gewährleistet", stellte der Kommandant dazu fest.
Um sich auf Einsätze vorzubereiten, habe die Waldbronner Wehr 85 Unterrichte und Übungen mit 360 Stunden abgehalten. Das bedeute 41.400 Mannstunden. Dazu kamen noch gesonderte Übungseinheiten für Atemschutzträger, Vorbereitung auf das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber, das ein Team der Abteilungen Busenbach und Reichenbach erfolgreich ablegte, und derzeit trainiere eine Gruppe aus allen drei Abteilungen für das goldene Leistungsabzeichen. Besucht wurden noch zahlreiche überörtliche Lehrgänge.
Leicht gestiegen war die Zahl der Einsätze mit 141 gegenüber dem Vorjahr mit 134. Dabei wurde die Wehr zu 26 Bränden gerufen, 54 technische Hilfeleistungen waren zu erbringen. Bei den 61 sonstigen Einsätzen waren 33 Fehlalarme aus Brandmeldeanlagen zu verzeichnen. Daraus resultierten 251 Gesamteinsatzstunden mit jeweils acht Einsatzkräften im Schnitt.
Weißenborn streifte dann das Thema der Neuanschaffungen, bei denen wichtige Beschaffungen möglich wurden, weil die Lehrgangsvergütungen von der Waldbronner Wehr um 30 % gekürzt wurden. Digitale Meldeempfänger, Atemschutzgeräte und neue Überfallhosen für die Atemschutzträger bilden hier neben dem neuen Tanklöschfahrzeug für die Abteilung Reichenbach den Schwerpunkt.
Weißenborn erinnerte aber auch daran, dass in etwa fünf Jahren das Tanklöschfahrzeug in Busenbach 30 Jahre auf dem Buckel hat und ersetzt werden muss. Dabei sicherte der Kommandant zu, dass die Feuerwehr sorgfältig die Notwendigkeit von Anschaffungen prüfe, aber an der Sicherheit der Mitbürger zu sparen, hieße am falschen Platz sparen. Nachdem jetzt die Alarm- und Ausrückeordnung erarbeitet sei, werde jetzt der gleiche Ausschuss Einsatzpläne für besondere Objekte in Waldbronn erstellen. Kritisch äußerte sich der Ortskommandant zu zugeparkten Straßen in Wohngebieten, die ein Durchkommen bei einem Einsatz zumindest sehr erschwerten. Auf eine Überprüfung, man fuhr dabei neuralgische Punkte mit einem Feuerwehrfahrzeug ab, sei von der Gemeinde noch keine Reaktion erfolgt.
Die aktuelle Mannschaftsstärke der Wehr liegt bei 115 Aktiven, darunter vier Frauen, das Durschnittsalter bei 31,5 Jahren. In der Alters- und Ehrenmannschaft unterstützen 38 ehemalige Feuerwehrleute die aktive Wehr.
Schriftführer Ralf Anderer berichtete über die Aktivitäten der Verwaltung. 46 Mitglieder, darunter sieben Mädchen, zählt laut Jugendwart Georg Blöth derzeit die Jugendwehr. Die Zahlen seien leicht rückläufig, allerdings seien auch sechs Jugendfeuerwehrleute in die aktive Wehr übernommen worden. Dennoch gelte es für die Jugendwehr zu werben. Den Kassenbericht erstattete Kassier Thomas Becker.
Bürgermeister Harald Ehrler verband die Entlastung mit einigen grundsätzlichen Bemerkungen zum Ehrenamt. Es sei erfreulich, dass Waldbronn in der Feuerwehr noch eine starke Truppe habe. Der Wehr dankte er, dass sie die Kürzungen konstruktiv mitgetragen habe. Wiedergewählt wurden danach Peter Weißenborn als Ortskommandant und Thorsten Huck als Stellvertreter. Dem Feuerwehrausschuss gehören für die kommenden fünf Jahre an: von der Abteilung Busenbach: Oliver Bugge, Wolfgang Ochs, Günter Lorenz, aus Etzenrot Jannis Duffner, Wolfgang Scafati, Bastian Weber, aus Reichenbach Thomas Becker, Andreas Brusel und Markus Reiser.
Stellvertretender Kreisbrandmeister Karl-Heinz Würges hob auf die Einsatzzahlen in Waldbronn ab, die wie überall steigend seien, während die Zahl der Wehrleute zurückgehe. Gespart werde auch bei den Zuwendungen des Landes, das sich aus der Förderung der Ausbildung wie aus der Überlandhilfe komplett zurückgezogen habe, Fahrzeugzuschüsse wurden um 10 Prozent gekürzt. Im Landkreis Karlsruhe, so Würges, liege 2004 der Übungsschwerpunkt auf Großschadenslagen, für die Führungsmannschaften geschult werden sollen.
Durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister wurden Ralf Becker und Georg Gebhardt für 25 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Michael Anderer und Jochen Ohl wurden zum Löschmeister befördert.

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