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05.05.2004 Grünzug durch Neubaugebiet

Ausschuss beschloss Grünzug für Baugebiet

Auf der Planskizze sind Details des Grünzugs zu erkennen, der einmal das Neubaugebiet "Im neuen Heubusch" durchziehen wird.

 

Über die Grünplanung der öffentlichen Grünflächen und das Straßenbegleitgrün, über die Gestaltung des Straßenraums und die Lärmschutzwand im Waldbronner Neubaugebiet "Im neuen Heubusch" hatten die Mitglieder des Ausschuss für Umwelt und Technik in ihrer jüngsten Sitzung zu befinden. Bürgermeister Harald Ehrler drückte mit der Bemerkung "Jetzt geht es ans Eingemachte" seine Freude über den Fortgang der Realisierung bei diesem ersten Neubaugebiet seit über 20 Jahren aus. Die Planungen bleiben im vorgegebenen Rahmen, nach dem nicht mehr als 90 € pro Quadratmeter Erschließungskosten auf die Bauherren zukommen sollen.
Zunächst stellte H. Kappes von der Landschaftsplanungsgesellschaft Volker Götte aus Frankfurt die Planung für den Grünzug den Ausschussmitgliedern vor, der in der Mitte das Gebiet durchziehen soll. Gegenstand dieser Planung ist aber auch die Begrünung der Straßenräume, Plätze und des Lärmschutzwalls. Die Planung wurde  die abschließend einstimmig gebilligt.
H. Kappes führte dazu aus, dass mit der Anlage des Grünzuges zwischen Ettlinger Straße (L 609) und der Feldflur "Hinter dem Heubusch" ein ca. 250 m langer und 30 m breiter Grünzug geschaffen wird, welcher das entstehende Wohngebiet gliedert und von Süden her die Grünverbindung zwischen dem Zentrum der Gemeinde und der Feldflur sichert.
Idee der Planung ist es, mit einem ca. 2,00 m breiten und sanft geschwungenen Wegeband den Grünzug und damit auch das entstehende Baugebiet für Fußgänger und Radfahrer zu erschließen. Der Weg ist eingebettet in die vorhandene Topographie des nach Norden ansteigenden Geländes und berücksichtigt in seinem Verlauf den vorhandenen Baumbestand.
Der Weg ist mit Betonsteinpflaster befestigt und bildet mit seiner Oberflächengestaltung (roter Natursplitt) in den Wiesenflächen des Grünzuges einen farbigen Akzent. Quer zum Weg verlaufende anthrazitfarbene Pflasterbänder signalisieren jeweils die einzelnen Abschnitte bzw. die Straßenquerungen.
Als Gestaltungselement präsentiert sich ein weiteres Band, welches sich durch den Grünzug schlängelt, den Weg begleitet und ihn umspielt. Dieses Band, gebildet aus Rasenwellen, Pflasterbändern und Holzstämmen, definiert die im Grünzug geplanten Spiel- und Aufenthaltsbereiche. Hier entstehen Sitzplätze mit Bänken, Spielbereiche für Kinder, mit Anlagen zum Rutschen, Klettern, Balancieren und Schaukeln.
Die Anfangs- bzw. Endpunkte des Grünzuges werden mit Pyramidenbäumen (Säuleneiche und -hainbuche) markiert, wobei am nördlichen Ende, am Übergang zur Feldflur, ein stilisierter Hochsitz, ein Kletterturm mit Aussichtsplattform, geplant ist, der der Anlage einen besonderen Anziehungspunkt verleiht. Quer zum Hang verlaufende Rasenwellen laden ebenfalls zum Spielen ein und dienen gleichzeitig der Hangentwässerung.
Als Begrünungsmaßnahmen sind vorgesehen, dass die Straßenräume sowie die beiden Quartiersplätze mit kleinkronigen Bäumen wie Rotdorn, Mehlbeere und Feld-Ahorn bepflanzt werden. Im Bereich von Grünzug und Lärmschutzwall werden die Pflanzflächen mit einheimischen Sträuchern begrünt. Die gesamte Freianlagenplanung wurde berechnet auf brutto 339.000,-€ einschließlich Baunebenkosten.
Natur und Bebauung sollten zusammengeführt werden und so auch ein ökologischer Ausgleich geschaffen werden, so der Bürgermeister abschließend. Klargestellt wurde auch, dass die öffentlichen Flächen im Eigentum der Gemeinde blieben, die damit auch die Verkehrssicherungspflicht hat. Angesprochen wurde auch die Pflege. Hier erklärte H. Kappes, dass der Grünzug naturnah und pflegeleicht angelegt wird.

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