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05.05.2004 Steinkreuz im Albtal

Steinkreuz wurde restauriert
Neuer Platz in Neurod

Restauriert wurde das alte Steinkreuz an der Albtalstraße (kleines Bild). Es wird jetzt in einer Feierstunde an seinem neuem Platz aufgestellt.

In einer kleinen Feierstunde wird am Sonntag, 16. Mai um 11:30 Uhr das restaurierte Kreuz an seinem neuen Platz in Neurod, Ecke Herrenalber Straße/Kochmühle  wieder aufgestellt.
Dazu ist die gesamt Bevölkerung herzlich eingeladen.

Programm

Musikstück

Musikverein "Harmonie" Etzenrot

Begrüßung / Ansprache

Bürgermeister Harald Ehrler

Musikstück

Musikverein "Harmonie" Etzenrot

Vortrag

Bildhauer Michael Huber

Musikstück

Musikverein "Harmonie" Etzenrot

Segnung

Pfarrer Joachim Greulich

Musikstück

Musikverein "Harmonie" Etzenrot

Dankesworte

Bürgermeister Harald Ehrler


Im Anschluss an diese Feierlichkeit sorgt die ARGE Etzenroter Vereine für Speisen und Getränke.
Zur Geschichte des Kreuzes:
Auf schauerliche Weise hat am 8.12.1847 Christian, der älteste Sohn des Kochmüllers, seinen jüngeren Bruder Johann im Wasserbau der Mühle erschlagen. Christian hatte jahrelang fernab der Heimat ein ausschweifendes Leben geführt und war erst heimgekehrt, als der Vater ihn von der Erbfolge ausgeschlossen hatte. Noch während der Beerdigung von Johann – so erzählt es René Löffler in seiner Dorfchronik – versuchte Christian, mit den gewaltigen mechanischen Kräften der Ölpresse seinem Leben ein Ende zu setzen, doch im letzten Moment zog er seinen Kopf zurück, wurde verletzt, und verbrachte den Rest seiner Zeit entstellt und in geistiger Verwirrung.
Der leidgeprüfte Vater ließ 1953 zwei Monate vor seinem Tod dieses Wegkreuz unweit der Mühle aufstellen. Es war Sühnezeichen und Mahnmal und – wie alle in dieser Zeit aufgestellten Feldkreuze – Ausdruck tiefer Frömmigkeit.
Im zweiten Weltkrieg überstand das Kreuz drei Fliegerbomben, 1954 wäre es beinahe den Straßenverbreiterungsarbeiten zum Opfer gefallen. Mit Unterstützung des damaligen Etzenroter Bahnhofsvorstehers Leopold Gartner und des Landesdenkmalamtes wurde es 1958 nahe des ursprünglichen Standortes wieder aufgestellt.
Bald war es aber wieder ziemlich verfallen und wurde 1983 restauriert. Die Kosten trugen damals zu je einem Drittel die Gemeinde Waldbronn, die Pfarrgemeinde Herz-Jesu Etzenrot und der Schwarzwaldverein Waldbronn.  Aufgestellt wurde es am Waldrand der Albtalstraße etwa in Höhe der Kochmühle.

Die Inschrift Inschrift auf dem Sockel des Steinkreuzes lautet:

Erstellt 1853 Erneuert 1958
Betracht o Crist wie Jesus stirbt
Dir am Kreuz das Heil erwirbt
Auch Mariens Leid und Bitterkeit
Sei dir zum Trost in diesem Leid
1889
Erneuert von Josef Glasstetter Blocksmühle
und seiner Ehefrau Franziska, geb. Henhöfer

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