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28.03.2004 Frühjahrskonzert Musikverein Busenbach

Blasmusik auf hohem Niveau
Frühjahrskonzert des Musikverein "Edelweiß" Busenbach

Ein beeindruckendes Frühjahrskonzert gestalteten die 55 Musikerinnen und Musiker des Musikverein "Edelweiß" Busenbach unter ihrem Dirigenten Dietmar Schulze im Kurhaus Waldbronn.


Abwechslungsreich gestaltete der Musikverein "Edelweiß" Busenbach sein Jahreskonzert, erstmals seit über 30 Jahren nicht an Ostern, wie Vorsitzender Fritz Müller begründete. In diesem Frühjahrskonzert waren moderne Werke originaler Blasmusik ebenso vertreten wie Operette und populäre Melodien. Durch den Abend führte Carlo Weber. Der Vorsitzende begrüßte unter den zahlreichen Zuhörern besonders Bürgermeister Harald Ehrler, Ehrenbürger Martin Altenbach, Direktor Hans Ruland, Musikschulleiter Armin Bitterwolf, Pfarrerin Bettina Roller, Verbandspräsident Michael Weber und Verbandsdirigent Thorsten Reinau.

Die Goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände erhielt Richard Reiser (Mitte) von Verbandspräsident Michael Weber (li.). Reiser ist seit 40 Jahren aktiver Musiker in Busenbach, rechts Vorsitzender Fritz Müller.

 

40 Jahre aktiv im Orchester des Musikvereins Busenbach ist Richard Reiser. Er erhielt dafür von Verbandspräsident Michael Weber die Goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände.
Der Choral "Sollt ich meinem Gott nicht singen" lag der "Choral Music des Holländers Jakob de Haan zugrunde. Schnelle, rhythmisch vorwärtsdrängende Passagen wechselten mit getragenen Teilen und teils wuchtigen Tutti. Die Ouvertüre zu Franz von Suppés elfter Operette "Die Frau Meisterin hatte rhythmisch und melodisch reizvolle Passagen, die Dietmar Schulze mit seinen Musikern zu einem jubelnden Finale steigerte.
Mit Youngcher Park, Absolvent der Musikhochschule Karlsruhe, stellte sich ein Schlagzeuger mit Zukunft vor. Souverän in der Technik schattierte er die Solopassagen in Alfred Reeds dreisätzigem "Konzert für Marimbaphon und Orchester" reizvoll ab. Dietmar Schulze und die Busenbacher Musiker waren ihm dabei aufmerksame, adäquate Begleiter. Beeindruckend vor allem der dritte Satz "Toccata". Fast im Glenn-Miller-Stil unterlegte das Orchester die brillanten Läufe auf dem Marimbaphon, das dabei vergnügt mitswingte.

Mit Youngcher Park stellte sich ein Virtuose am Marimbaphon in Waldbronn vor.

 

In den Wilden Westen entführten die Musiker ihre Zuhörer zu Beginn des zweiten Teils. In der Zusammenstellung von Dietmar Schulze wurde diese Zeit der amerikanischen Geschichte lebendig. Rhythmisch galoppierten Pferde durch die Prärie, schwermütig sangen die Cowboys, Pistolen knallten, Dietmar Schulze hatte keinen Effekt ausgelassen und brachte mit seinen 55 Musikern das Ganze mit Verve über die Rampe.
"Celtic Flutes" von Kurt Gäble gab den beiden Flötistinnen Agnes Glanzmann und Jasmin Singer gute Gelegenheit, ihr Können auf der Querflöte zu beweisen, wobei die Duette beider Flöten und auch die musikalischen Zwiesprachen mit dem Orchester aufs Beste gelangen. Auch die Sparte Musical durfte nicht fehlen. Begleitet vom Orchester sangen Katrin und Frank Wenz, Vater und Tochter, aus dem Musical "Elisabeth" den Song "Boote in der Nacht".
Den offiziellen Schlusspunkt setzten die Musiker mit Melodien des unvergessenen James Last, aus dessen Hits Dietmar Schulze ein wirkungsvolles Medley zusammengestellt hatte. In seinem Arrangement setzte Schulze auf musikalische Kontraste und machte so die große Bandbreite von James Last sichtbar, bis hin zum wuchtig vorgetragenen "O fortuna" aus Orffs "Carmina Burana".
Nachdem das Publikum sich mit "Standing Ovations" bei den Musikern und ihrem Dirigenten bedankte, sangen zunächst noch einmal Katrin und Frank Wenz. Ein Schmankerl der besonderen Art lieferten danach Dietmar Schulze und Carlo Weber im Kampf um die "Dirigentenhohheit", ein Wunder, dass die Musiker ob des Spektakels vor ihnen noch spielen konnten. Beschreiben lässt sich das Ganze nicht, man muss es einfach miterlebt haben. Mit dem Marsch "Mein Österreich" verabschiedeten sich Musiker und Dirigent dann endgültig nach einem mehr als gelungenen Konzert von ihrem Publikum.

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