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07.03.2004 Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet

Ausbildungsbetriebe erhielten Ehrenurkunde
Handwerkskammer zeichnete Betriebe für gute Ausbildung aus

Bernhard Csernalabics von Siffermann-Holzbau GmbH erhielt die
Ehrenurkunde der Handwerkskammer Karlsruhe für besondere Leistungen bei der Berufsausbildung.

Im Mittelpunkt einer kleinen Feierstunde im Forum der Handwerkskammer Karlsruhe standen 31 Handwerksbetriebe aus dem Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe, die sich durch besondere Ausbildungsleistungen hervorgetan haben.
Kriterien der Ehrung sind ein kontinuierliches Engagement im Ausbilden junger Menschen, verbunden mit einem überdurchschnittlichen Prüfungsabschluss der jungen Handwerkerinnen und Handwerker.
Die geehrten Betriebe gehören zu den mehr als 4.000 Unternehmen im Bezirk der
Handwerkskammer Karlsruhe, die derzeit fast 7.500 Jugendliche in über 100 Berufen ausbilden. Knapp jeder dritte Vollhandwerksbetrieb in den vier Landkreisen Karlsruhe, Rastatt, Calw, dem Enzkreis und den drei Städten Baden-Baden, Pforzheim und Karlsruhe engagiert sich somit in der beruflichen Ausbildung junger Menschen. Für Handwerkskammerpräsident Joachim Wohlfeil ist diese hohe Ausbildungsbereitschaft ein Zeichen dafür, dass der Wirtschaftszweig Handwerk gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und dass er bereit ist, in die Zukunft
seiner Fachkräfte zu investieren. Er erteilte der Politik eine Absage, die mit einer
Ausbildungsplatzabgabe die Betriebe verunsichere und damit keine neuen Lehrstellen schaffe. Wohlfeil: „Eine Ausbildungsplatzabgabe würde auf Dauer die Berufsausbildung vom Beschäftigungssystem abkoppeln. Der wichtigste Vorteil des deutschen Ausbildungssystems ginge verloren".
Kammerpräsident Wohlfeil verdeutlichte in seiner Begrüßungsansprache, dass die Marktanteile der dualen Ausbildung geringer geworden sind. Dies liege zum Einen am Mangel qualifizierter Bewerber, zum Anderen sei es auch immer schwieriger, leistungsstarke Jugendliche für das Handwerk zu gewinnen. Als Strategie wies der Kammerpräsident auf die Informations- und Imagekampagne in Baden-Württemberg hin, die zum Ziel hat, eine größere Zahl leistungsstärkerer Jugendlicher für das Handwerk zu gewinnen. Ein weiteres Element einer zukunftsorientierten Bildungspolitik im Handwerk müsse es jedoch auch sein, das Bildungssystem flexibel und differenziert zu strukturieren. Er skizzierte ein modularisiertes
Berufsbildungssystem, das allen Qualifikationen gerecht werden müsse. Angesichts
der absehbaren demografischen Entwicklungen gelte es, Personalentwicklungskonzepte in den Firmen zu entwickeln, eine stärkere Bindung
der Auszubildenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Unternehmen zu ermöglichen. Für Präsident Joachim Wohlfeil beginnt in wenigen Jahren ein Wettbewerb um die immer geringer werdenden Schulabgänger, den das Handwerk bereits heute strategisch angehen müsse.
Neben der Firma Siffermann- Holzbau erhielt die Bäckerei Herbert Nußbaumer aus
Waldbronn-Reichenbach ebenfalls die Ehrenurkunde der Handwerkskammer
Karlsruhe.

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