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28.02.2004 Alarmübung der Feuerwehr

Trafobrand bei Bäckerei Nußbaumer
Waldbronner Wehr übte in Reichenbach mit 49 Mann

Eine unangekündigte Alarmübung der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn fand bei der Bäckerei Richard Nußbaumer statt.

"Was ist denn hier los?", fragten sich viele Autofahrer, als sie am Samstag die
Pforzheimer Straße in Reichenbach befuhren. Acht Feuerwehrfahrzeuge standen
mit Blaulicht um das Gebäude der Bäckerei Richard Nußbaumer. Allerdings erkann-
ten die Meisten schnell, dass es sich hier offensichtlich um eine Übung der
Waldbronner Freiwilligen Feuerwehr handelte.
Angenommen war für die Übung ein Brand im Technikraum der Bäckerei Richard
Nußbaumer in der Pforzheimer Straße in Reichenbach. Dabei waren drei Monteure
vermisst, die im Technikraum, auf dem Dach und in der Bäckerei vermutet wurden.
Zusätzlich war vor der Halle noch ein Gefahrgutunfall mit einem LKW simuliert.
Ausgelöst wurde der Alarm um 16 Uhr durch die Feuerwehrleitstelle über Melde-
empfänger und zusätzlich durch Sirenen. Verblüffung herrschte zu Beginn bei Ralf
Anderer und Thomas Becker von der Abteilung Reichenbach, die die Übung ausge-
arbeitet hatten. Denn entgegen den Erwartungen traf bereits nach knapp sieben Mi-
nuten die Etzenroter Wehr als Erste am Übungsobjekt ein. Des Rätsels Lösung war,
dass die Abteilung Etzenrot eine Schulung im Gerätehaus hatte und sich deshalb
ohne Zeitverzögerung auf den Weg machen konnte.

Vom Dach des Gebäudes wurden "Verletzte" geborgen.

Erstes Ziel war, in den verqualmten Räumen unter Atemschutz die Vermissten zu
suchen. Ziel war aber auch, einmal zu überprüfen mit wie viel Mann die Feuerwehr
an einem normalen Samstagnachmittag rechnen kann. Aufmerksamer Beobachter
der Übung war Bürgermeister Harald Ehrler.
Nach dem Eintreffen übernahm Jannis Duffner von der Abteilung Etzenrot die
Einsatzleitung. Schläuche wurden ausgerollt, die Atemschutzträger rüsteten sich für
ihren Einsatz, Schutzanzüge für den Gefahrguteinsatz wurden angelegt, mit Steck-
leitern ging es auf das Dach, um hier nach Vermissten zu suchen. Nach der Ber-
gung, auch der LKW-Fahrer hatte Verletzungen davongetragen, als er versuchte,
die Fässer mit ätzender Flüssigkeit wieder auf seinen LKW zu laden, wurden die
Verletzten vom DRK Reichenbach versorgt.
Schwierigkeiten bereitete zunächst etwas die Koordination der Aufgaben unter den
drei Waldbronner Wehrabteilungen, die mit 49 Mann vor Ort waren. Dennoch, so
das Resümee der Verantwortlichen, konnten die Wehrmänner alle bei dieser Übung
gestellten Anforderungen bewältigen. Der Trafobrand wurde unter Kontrolle ge-
bracht und die Abteilung Busenbach hatte die Bindung und Aufnahme der Gefahr-
stoffe übernommen und fachmännisch gemeistert.
Am Schluss der Übungen wurde besprochen, was gut lief, und das war das Meiste,
aber auch Schwachstellen wurden nicht ausgenommen. Einen besonderen Dank
richtete die Feuerwehr an Richard Nußbaumer, der sein Produktionsgebäude für die
Übung zur Verfügung gestellt hat.

Mit speziellen Schutzanzügen wurde das ausgelaufene Gefahrgut
gebunden und aufgenommen.


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