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23.02.2004 Rosenmontag in Etzenrot

Etzenrot – wie es schunkelt und lacht
Etzenroter Vereine feierten Fasching

Mit einer gelungenen Darbietung wartete die Kindertanzgruppe
unter Leitung von Sabrina Linder auf.

Mehrfach ertönte am Rosenmontag im Gesellschaftshaus der Schlachtruf "Etze-
rot", als die Vereine des kleinsten Waldbronner Ortsteils ihren Fasching feierten.
Zum ersten Mal vergaben sie dabei Orden in großer Zahl, die Erich Mangler
geschaffen und gestiftet hatte. Musikalisch brachte die Gruppe "Phönix" die
Närrinnen und Narren auf Touren. Durch die Sitzung führte in bewährter Manier
Reinhard Müller, der unter den Narren auch den Schirmherrn der Waldbronner
Fastnacht, Bürgermeister Harald Ehrler, begrüßen konnte.
Als Aufwärmer war die "Russegugge" der Fastnachtgemeinschaft Auerbach,
übrigens schon Stammgäste in Etzenrot und in diesem Jahr einziger auswärtiger
Import, genau richtig am Platz. Mit ihrem gewaltigen Drive stimmten Ralf Seidel und
seine Musiker auf das Kommende ein. Den Etzenroter Teil des Programms
eröffnete die Kindertanzgruppe, Leitung Sabrina Linder, mit einem gelungenen
Tanz, und Sitzungspräsident Reinhard Müller dankte ihnen mit einer ersten
"Etzenroter Rakete". Mit den Männern rechnete der "Etzenroter Frauenchor" der
katholischen Frauengemeinschaft ab –"was ist an dem Mann schon viel dran?"-, um
zum Schluss doch noch versöhnliche Töne anzuschlagen. Mit urkomischen
Gesprächen auf der Herrentoilette warteten die Alten Herren des TSV Etzenrot auf.
Mareike Götz testete das "Sitzungspublikum, ob es auch applaudieren kann", hatte
aber auch noch andere Testreihen auf Lager. Marina Hucker und Petra Rabold
erzählten sich bei ihrem Kaffeekränzchen allerhand über ihre Familien, ihre Männer
und Kinder. Dabei bekamen auch Busenbacher und Reichenbacher ihr Fett ab: sie
kommen in den Himmel, während "wir in Etzenrot schon das Paradies auf Erden
haben". Auch einen Sparvorschlag hatten sie parat: den 2. Advent mit nur einer
Kerze vor dem Spiegel feiern! Mit einem strammen Marsch warteten die "Tanz-
Mäuse des TSV Etzenrot" auf, hinter denen sich das Männerballett bei seinem
ersten Auftritt verbarg.

Viel zu erzählen hatten sich die beiden Marktfrauen Annette Ochs (li.) und Gerhard Anderer.


Von seinem Sanitätskurs und den ersten Einsätzen auf dem Sportplatz berichtete
Michael Ochs als "Sanitätsweib Mathilde", das sich auch für Notfälle während der
Sitzung bereithielt. Eine kesse Sohle legte die Gruppe "Bi-Bi-es-si" in der
Einstudierung von Maria Krämer auf die Bühne. Die Lacher auf ihrer Seite hatten
Annette Ochs und Gerhard Anderer als Marktfrauen, die ihr loses Mundwerk munter spazieren gehen ließen. Die Playback-Nummer des DRK Etzenrot unter dem Titel "Aloha Heja He" mit knusprigen "Hula-Mädchen" und einem feschen "Gitarren-
Offizier" leitete über zum Führerscheinprüfling Sabrina Linder, die in der Bütt von
ihren 60 Fahrstunden erzählte, von gleich drei Reichenbachern als Kühlerfigur und
wie sie schließlich ihren "Lappen" per Post bekam, weil kein Prüfer zu ihr ins Auto
steigen wollte.

Mit einer gelungen-komischen Playbacknummer wartete das DRK Etzenrot auf.


Viel zu kehren hatten die beiden Straßenfeger Annette Ochs und Gerhard Anderer.
Dabei hatten sie aber immer noch Zeit über das Straßenfegen im Allgemeinen zu
diskutieren, oder sich über ihre Vorgesetzten –oder wen auch immer- auszulassen,
oder um Rezepte für die Eigenproduktion von Blumenerde zu verkünden. Ein
Medley mit vielen Evergreens und den dazugehörigen "Stars" vergangener Tage
präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Etzenrot als gelungen-komische Playback-
Nummer, bei der während der Auftritte durch den Saal auch das Publikum nicht
geschont wurde. Dieser Nummer fiel sogar der Schnurrbart des Kommandanten
zum Opfer.
Was danach Corinna Müller und Christiane Schempp als "Zwei Witwen beim Arzt"
auf die Bühne zauberten, das trieb den Närrinnen und Narren im Saal die Tränen in
die Augen. Sie klagten, dass in ihrem Alter der Arzt "nur noch in den Hals schaut",
Höhepunkt war aber ihr urkomisches "Toilettentheater" oder ihr Vorschlag, statt viel
Geld für das Musical "Tanz der Vampire" auszugeben: "Do gehe mer zum
Senioretanz, do kriege ma's umsonst". Auch für sie ließ Reinhard Müller eine
"Etzenroter Rakete" steigen. Den Schlusspunkt setzte dann mit seinem zweiten
Auftritt das Männerballett des TSV Etzenrot. In der Einstudierung von Jutta Müller,
die mit Ellen Polz auch für die Masken gesorgt hatte, bezauberten die Akteure mit
zwei Nummern aus dem Museal "Cats", die stimmungsvoll getanzt waren.

Die Freiwillige Feuerwehr parodierte Schlagerstars von Gestern.

 

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