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14.02.2004 Sängerball bei der Concordia Reichenbach

Es war wunderbar, bei der Concordia
Sängerball des Gesangverein Reichenbach mit großem Programm


Der Narrenchor

Der Narrenchor beleuchtete die Bundespolitik.

"Oh, what a happy day", schmetterten Sängerinnen des Jugendchors "The Voices"
zum Finale in die Mikrofone. Auch dieser Titel hätte als Motto für die Concordia-
Fastnacht 2004 herhalten können. Der gut vierstündige Sängerball fand jedenfalls
bei den Narren im Saal große Resonanz, und so wurde im Anschluss zu den
Klängen der Gruppe "Ventura", die auch die Sitzung musikalisch begleitet, noch
eifrig getanzt. Das gleiche Programm wird übrigens am Samstag, 21. Februar um
19.44 Uhr im Großen Saal des Kurhauses Waldbronn nochmals wiederholt.

Sitzungspräsident Helmuth Bichler

Concordia-Sängerball unter
neuer Leitung: Helmuth Bichler
stellte sich als Sitzungspräsident vor.

Eröffnet wurde das Narrenspektakeln mit mehr als 150 Mitwirkenden mit dem Einzug des Elferrats in den Saal. Die "Froschteichsänger" intonierten das Mottolied "Narren, es wird wunderbar bei der Concordia" und heizten mit ihrem Song die Narren im Saal kräftig auf. Dann übernahm zunächst Altpräsident Franz "Sales" Becker das Kommando, da vom neuen Präsidenten Helmuth Bichler weit und breit noch nichts zu sehen war. Er stellte dann seinen Nachfolger vor –"er ist 40 cm größer als ich, dafür bin ich 40 cm breiter"- und der Neue begann dann gleich in der Bütt, nahm sich den Elferrat vor und stellte sich als Bayer vor, der "auszog, die Welt zu besiegen und in Reichenbach hängen blieb". Seine närrische Karriere begann er vor 33 Jahren als Prinz mit Prinzessin Roswitha an seiner Seite.
Traditionell lebt die Concordia-Fastnacht von ihren zahlreichen Gruppen. Mit einem
schmissigen und exakt vorgetragenen Gardetanz machten in der Einstudierung von
Gesine Schwab gleich zu Beginn die "Rot-Grünen-Funken" auf sich aufmerksam. Sie kamen im Verlauf des Abends nochmals mit einem wunderschönen Showtanz, in
dem sie die Geschichte der Meerjungfrau Arielle erzählten. Die Choreografie für
diese gelungene Darbietung hatten Iris und Katrin Anderer besorgt.
Als kleine Biene Maja entzückte die Kindergarde mit ihrem Tanz, den Petra Zeyer
einstudiert hatte. Die Jugendgarde war in die "Police Academy" eingetreten und jagte zur Melodie von "in the Navy" hinter schweren Jungs her. Wilde Räuberbräute waren die Mitglieder der Frauentanzgruppe unter der Leitung von Nicole Zeyer, die auch für die Jugendgarde verantwortlich zeichnete. Dazwischen überreichte
Sitzungspräsident Helmuth Bichler einer Reihe besonderer Gäste den diesjährigen
Jahresorden auf der Bühne. Eine sichere Bank bei der Concordia-Fastnacht waren
die inzwischen weit über Waldbronn hinaus bekannten Froschteichsänger mit Klaus
Bechtel, Kurt Bechtel, Alexander Horsch und Werner Schottmüller, die mit ihren
Stimmungsliedern den Saal gewaltig in Bewegung versetzten.

Die Kindergarde

Die Kindergarde tanzte zur Melodie der Biene Maja.


Den Abschluss machte wie in den Jahren vorher die "Gaudi-Gugge" mit ihren über
50 Rasslern, Trommlern und Bläsern. Unter der Leitung von Harald Jung, einstudiert hatte Franz Eisele, entfesselten sie ein gewaltiges Spektakel, das die Statik des
Kurhauses austestete. Für die Närrinnen und Narren im Saal gab es kein Halten
mehr auf ihren Stühlen.
Sängerball bei der Concordia Reichenbach

Der kleine Krebs,
ein Gefährte der Meerjungfrau Arielle

Einen festen Platz in der Concordia-Fastnacht nimmt jedes Jahr der Narrenchor ein. Musikalisch begleitet von Alois Horsch (Klavier) und Winfried Fang (Gitarre) zeichneten in diesem Jahr erstmals Gaby und Kurt Bechtel für die Texte verantwortlich. Sie nahmen sich die Bundespolitik vor mit dem Transparent "SPD – Wir schaffen die 5%-Hürde" und dem Song "In Berlin da sind die Räuber, sie
verschleudern unser Geld". Aber auch die Opposition mit Superstar Angie Merkel bekam ihr Fett ab. Teuro, Riester und Dieter Bohlen waren weitere Themen ehe der Narrenchor zur Kommunalpolitik kam. Mit "Lasst das Kurhaus stehn" griffen sie eine aktuelle Waldbronner Diskussion auf und Elvis Presley in der Gestalt von Kurt
Bechtel stimmte den "Waldbronn Rock" an.
Gut kamen auch die Büttenredner an. Den Reigen eröffnete hier Norbert Ried, der
als "Mann mit der Glatze" die Probleme mit seiner sich verabschiedenden Haarpracht schilderte, allerlei Mittelchen ausprobierte, um immer wieder festzustellen "Alles für die Katz". "Die drei vom Bauhof" Kurt Bechtel, Harald Jung und Helmut Völkle sangen vom Bauhof, "ihrem kleinen Paradies", tratschten zwischen ihren Liedern über Neues aus Reichenbach und Umgebung, nahmen sich den Bürgermeister aufs Korn, kalauerten über die neue Straßenbahn und den
Gemeinderat und gründeten die "Fröhlichkeitspartei". Als "Appolonia Donnerkrach, e Bauersfrau aus Reichenbach" redete Gaby Horatschek Klartext. Mit ihrem Reichenbacher Slang eroberte sie gemeinsam mit ihrer Kuh die Bütt.

Norbert Ried, der Mann mit der Glatze

Norbert Ried,
der "Mann mit der Glatze"

Die beiden Putzfrauen Jutta Kleiner und Andrea Kreichgauer, seit Jahren ein fester
Bestandteil bei der Concordia-Fastnacht, sahen im Saal alles versammelt, "was
Rang und Schulden hat". Sie gaben sich Ratschläge für eine gute Ehe, wünschten
sich eine neue Dschungel-Show für Politiker mit dem Titel "Ich bin Politiker – lasset
se bloß alle drin" und wussten dass sich Waldbronns Bürgermeister bei "Wetten,
dass .." beworben hat: "Ich wette, dass ich 20 Eisbären an der Farbe erkenne".
Achim Waible ist als Vincenz inzwischen auch weit über Reichenbach hinaus
bekannt. Wie die Froschteichsänger erhielt er in diesem Jahr sogar eine Einladung zur Sitzung in Stuttgart. Er schilderte unnachahmlich und in der für ihn typischen Art seine Erlebnisse bei der Feuerwehr, begab sich auf eine Kreuzfahrt und gab Nachhilfe beim Vorstellen seiner Frau.
Zum Finale versammelten sich dann nochmals alle Mitwirkenden auf der dafür fast
zu kleinen Bühne. Mitglieder von "The Voices" intonierten das schon
angesprochenen "Oh Happy Day", ehe kurz nach Mitternacht alle zu den Klängen
des Narhalla-Marsches aus dem Saal auszogen.

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