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08.02.2004 Kammerorchester der Musikschule

Zwiesprache zwischen Flöte und Fagott
Das Kammerorchester der Musikschule mit Werken des Barock

Das Kammerorchester der Musikschule Waldbronn
Das Kammerorchester der Musikschule Waldbronn

Mehrmals im Jahr lädt die Musikschule Waldbronn zu einem Konzert ihres
Kammerorchesters ein. Dabei bietet sich den interessierten Musikliebhabern immer
wieder die Möglichkeit, Künstler aus der Region, oft auch Lehrkräfte der
Waldbronner Musikschule, als Solisten zu begegnen. Das 20-köpfige Ensemble hat sein Leiter Toni Reichl zu einer homogenen Einheit geformt, in dem Lehrkräfte der Musikschule und musikbegeisterte Laien mitwirken. Auf dem Programm standen
diesmal vier Werke von Komponisten des Barock, deren Hauptschaffenszeit in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts lag.
Eröffnet wurde das Programm durch das fünfsätzige "Concerto Grosso d-moll" von
Antonio Vivaldi. Hier zeigten sich bereits die Pluspunkte des Orchesters und seines
Dirigenten Toni Reichl in der Frische des Musizierens und der klaren, transparenten
Stimmführung. Kaori Günthör und Katrin Kümmel spielten dabei den Solopart der
beiden Violinen, adäquat unterstützt durch Walter Mederus, Violoncello) und Gerit
Reichl am Cembalo.
Das Hauptwerk des Abends war das "Konzert e-moll für Flöte, Streicher und Basso continuo" von Franz Xaver Richter, nach Stamitz einem der Hauptvertreter der
"Mannheimer Schule". Den Solopart spielte Doreen Maisch, Lehrerin für Querflöte an der Waldbronner Musikschule, mit vollem, warmem Ton, wobei ihr die Solopassagen ausdrucksstark gelangen.
Im "Konzert F-Dur für Altblockflöte, Fagott, Streicher und Generalbaß" von Georg
Philipp Telemann gab es einmal mehr ein Begegnung mit Ulrich Enters, seit vielen
Jahren nicht nur dem Kammerorchester solistisch verbunden, sondern auch als
Lehrer für Blockflöte an der Waldbronner Musikschule tätig. Den zweiten Solopart
spielte Ulrike Bertram, Fagottistin in der Badischen Staatskapelle, die vor allem die
schnellen Läufe und Koloraturen des Konzerts virtuos meisterte. Beide Instrumente
hielten eine ausdrucksstarke, musikalische Zweisprache, bei der das
Kammerorchester und Toni Reichl sichere Begleiter waren.
Den Schlusspunkt setzte die "Sinfonia G-Dur für Streicher und Basso continuo" des
Italieners Giovanni Battista Sammartini, einem Zeitgenossen von Telemann. In den
vier Sätzen konnte das Kammerorchester unter Toni Reichls Stabführung nochmals
all seine Qualitäten in die musikalische Waagschale werfen. So nahm es nicht
Wunder, dass die Musiker erst nach einer Zugabe von ihren Zuhörern entlassen
wurden.

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