Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.669.129

Volltextsuche



 

31.01.2004 Lyra startete in Fastnachtszeit

Ferien auf dem Bauernhof Waldbronn
Lyra-Narren hatten viel zu berichten

Die Lyra-Fetzer setzten den Schlusspunkt

Den Schlusspunkt setzten wie in den Vorjahren die "Lyra-
Fetzer", die mit ihren schmissigen Weisen die Närrinnen und
Narren im Saal nochmals so richtig auf Trab brachten.

Die fünfte Jahreszeit hat jetzt auch in Waldbronn begonnen. Schon traditionsgemäß
spielten die Fastnachter des Musikverein "Lyra" Reichenbach den Eisbracher für die
Kampagne und stimmten auf die beginnende Fastnachtssaison ein, die im Umzug
am Fastnachtsdienstag ihren Höhepunkt findet.
Zu "Ferien auf dem Bauernhof" waren alle Närrinnen und Narren in diesem Jahr
eingeladen. Und schon vor Beginn ging es rustikal zu, am Eingang zum
"Bauernsaal Kurhaus" wurde jeder mit einem deftigen Gruß willkommen geheißen,
eine Kuh und ihr Melker trieben im Saal ihren Schabernack, die Sitzungskapelle
stimmte die Narrenschar ein, bis Sitzungspräsident Manfred Hübscher und sein
Elferrat durch den Saal einzogen.

Die Jugendgarde bei ihrem Tanz

Die Jugendgarde bei ihrem gelungenen Tanz als Landmaschinenmechaniker.

Damit nahm ein mehr als vierstündiges Spektakel seinen Anfang. Die "Tanzmäuse"
in der Einstudierung von Christina Gartner warfen bei einem schmissigen Gardetanz
gekonnt die Beine in die Höhe, schwungvoll begleitet von der Sitzungskapelle unter
der Leitung Gernot Franz. Auch mit ihrem Showtanz, hier ging es um Katzen und
Hunde, lockten die Tanzmäuse ihre Zuschauer aus der Reserve. Dazwischen
schickte die Kindergarde, Einstudierung Janina Bongartz, zwölf allerliebste Hühner
aus "echter Waldbronner Wohnungshaltung" auf die Bühne und die 14 Mädchen
der Jugendgarde hatten sich unter Leitung von Katharina Kuderer einen
phantasievollen Tanz als Landmaschinenmechaniker ausgedacht. Als Biene Maja –
oder doch eher Willi??- schwebte das Männerballett, Leitung: Elke Auer, über die
Bühne. Mit einer Stimmungsrunde brachten Sitzungskapelle und die Vorsänger
Julia Löffler, Eugen Endres und Willibald Masino den Saal mit ihrer Polonäse
gehörig in Bewegung.

Mutter und Sohn in der Bütt

Mutter und Sohn  Meß in der Bütt.

Dazwischen dekorierte Sitzungspräsident Manfred Hübscher zahlreiche Hälse mit dem Jahresorden der Lyra, darunter auch Waldbronns Ehrenbürger Martin Altenbach und Franz Becker, den langjährigen Concordia-Sitzungspräsidenten.
Ein Mutter-Sohn-Gespräch beim Urlaub auf dem Bauernhof führte Monika Meß mit ihrem Sohn Manuel, der sich als echte "Nervensäge" entpuppte. Thorsten Rangs berichtete von seinem Alltag als Knecht und mit ihrem "Noi, noi, sin des do hinne staubige Brüder" nahm Elke Auer als Putzfrau Elferrat und Lyra insgesamt aufs Korn. Als Dozentin von der Landwirtschaftsschule referierte Waltraud Kieweg über die Haltung des Mannes. Als Mister und Melker hatten Klaus Auer und Willibald Masino schnell die Lacher auf ihrer Seite, so, als sie mit der Dampfwalze über ihren
Kartoffelacker fuhren, um Kartoffelbrei zu züchten.Stefanie Roth begrüßte als Fremdenführerin mehrsprachig und schlug sich mit den Fragen der Feriengäste herum. In Waldbronn und der Republik umgesehen hatten sich die beiden Straßenmusikanten Manfred Hübscher und Heinrich Wojke. Bier in Ehrler-Blau, Eistreff-Eröffnung –"alle, die dafür oder dagegen waren, sind übers Eis gefahren"- und Finanzmisere der Gemeinde waren ihre auch musikalisch gut aufbereiteten Themen. Als Magd vom Hof, von allen nur dumme Trine genannt, würzte Monika Meß ihren Vortrag immer wieder Bauernregeln.

Elke Auer in der Bütt beim Musikverein

Elke Auer staubte kräftig aus.

Zu einem Aktivposten der Lyra-Fastnacht haben sich Rainer Kraft und Horst Weber gemausert, in diesem Jahr als "Kuh und Sau". Respektlos deftig kommentierten sie das Ortsgeschehen von der Reichenbacher Geschäftswelt über die Fusion der Raiffeisenbank bis zu den Gemeindefinanzen. Dabei bekamen aber auch Busenbacher und Etzenroter schon traditionell ihr Fett weg. Am Platz der inzwischen abgebrochenen Villa am Reichenbacher Ortseingang, so ihre Vermutung, entsteht das "EFG Waldbronn", das "Eisbären Frei-Gehege" und der Kursee wird gleich in "Bäringsee" umbenannt. Ihre oft überraschenden Pointen zündeten und so wurden beide Narren mit lautem Jubel verabschiedet.
Zum Finale bliesen dann die "Lyra-Fetzer" mit ihrem Frontman Manfred Hübscher.
Alle Akteure zeigten sich nochmals den Zuschauern ehe sie durch den Saal
auszogen. Sitzungspräsident Mnafred Hübscher vergaß in seiner Absage nicht
darauf hinzuweisen, dass die gesamte Veranstaltung am kommenden Samstag, 7.
Februar mit vollem Programm nochmals wiederholt wird.

[<< Übersicht]