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11.01.2004 Neujahrsempfang der Gemeinde

Blick in die Zukunft beim Neujahrsempfang
Zahlreiche Repräsentanten des gemeindlichen Lebens waren Einladung gefolgt

Gäste beim Neujahrsempfang
Gäste beim Neujahrsempfang

Der Neujahrsempfang der Gemeinde Waldbronn, zu dem jährlich die
Repräsentanten und Verantwortlichen von Vereinen und Organisationen geladen
sind, gibt Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen, neue Menschen kennen zu
lernen, Planungen anzudenken oder konkret abzusprechen. Musikalisch wurde der
Empfang in diesem Jahr von den beiden Doppelquartetten des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach  mit heiter-besinnlichen Weisen umrahmt.

Musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs
Musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs

Der Neujahrsempfang gibt dem Bürgermeister aber auch die Möglichkeit, Rückblick zu halten, Menschen zu erwähnen, die Hervorragendes in Beruf, Sport oder Freizeit geleistet haben, aber auch, um in Zukunft zu blicken. In diesem Sinne führte Bürgermeister Harald Ehrler aus:

„Erfolg ist, Träume zu verwirklichen."
„Die einzige revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität."
„Die erstrebenswerten Ziele liegen weit entfernt,
dennoch lohnt es sich, sie zu verfolgen."
Meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Gäste des heutigen
Neujahrsempfangs, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
mit diesen Zitaten wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihre Träume erfolgreich
verwirklichen können, Sie die Kraft Ihrer  eigenen Kreativität spüren und Sie Ihre eigenen Ziele erreichen werden, auch wenn diese weit entfernt liegen.
In jedem Satz liegt auch eine Botschaft für unsere Gemeinde, für alle
Verantwortungsträger, vor allem  Gemeinderat, Verwaltung und Bürgermeister.
Denn wenn  wir kreativ die gesteckten Ziele verfolgen und auch erreichen, dann springt der Funke über und wir können zur Motivation aller Mitdenker in Waldbronn beitragen. Nur müssen wir es auch vorleben! Getreu unserem Motto aus dem Leitbild Waldbronn 2020:  „Wir gehen gemeinsam voran."
Ich freue mich und danke Ihnen, dass Sie unserer Einladung zum traditionellen
Neujahrsempfang gefolgt sind. Beim Neujahrsempfang stehen Gespräche und
Begegnungen im Vordergrund, deshalb haben wir die Begegnung miteinander bei Sekt  und Gebäck im Foyer vorangestellt.
Mit der gesanglichen und musikalischen Begrüßung durch das Doppel-Quartett des Gesangvereins "Freundschaft" Busenbach haben wir einen guten Griff getan, was man am Applaus gemerkt hat. Danke für die erfrischenden Beiträge. Wir hören sie später noch einmal.
Im vergangenen Jahr haben sich viele in unserer Gemeinde für andere eingesetzt, Ihnen allen sage ich im Namen der Gemeinschaft Dank und Anerkennung :  für das Ehrenamt im Gemeinderat oder den Vereinen, Vereinigungen, Organisationen und Parteien, den Kirchen,  der Kinder-, Jugend-, Senioren- und Hospizarbeit, für den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und weiteren Rettungsorganisationen. Dank gilt nicht nur den ehrenamtlich Tätigen, auch den Hauptamtlichen zum Wohle der Allgemeinheit sei gedankt: Den Kindergärten und Schulen, unseren Pfarrern, der Polizei, Sozialstation, unseren Ärzten, Apothekern und Therapeuten, der Kurklinik, der Gemeinde und Kurverwaltung mit allen
Einrichtungen. Danken möchte ich auch allen Arbeitgebern und Steuerzahlern, die den Gewerbestandort Waldbronn hochhalten.  Den  Geschäftspartnern und Planern danke ich für ihre gute Arbeit, und  besonders den Sponsoren und Spendern sei für ihre finanzielle oder sächliche Unterstützung gedankt, also Firmen, der Raiffeisenbank und Volksbank, der Sparkasse und den Versicherungen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es erfreulich, wenn dann doch noch Spenden für Projekte in der Gemeinde fließen, danke!
Ich freue mich, dass Vertreter der eben genannten als Gäste zum Neujahrsempfang gekommen sind, ebenso wie die Träger der Bundesverdienstorden, der Landesehrennadel und der Wirtschaftsmedaille von
Baden-Württemberg , der goldenen und silbernen Waldbronner Bürgermedaille und die Altgemeinderäte. Herzliche Grüße überbringe ich von unseren Ehrenbürgern Martin Altenbach und Ernst Kneis, sie haben mir geschrieben und sich für heute entschuldigt. Wir freuen uns auch über Gäste von außerhalb:
Bürgermeisterkollegen Rudi Knodel aus Karlsbad und Raimund Schuster aus
Marxzell, unser Landtagsabgeordneter Erwin Vetter, der immer ein offenes Ohr für die Kommunalpolitik hat,  amtierende und ehemalige Präsidenten, Direktoren und Amtsleiter von Behörden und Einrichtungen.
Und dann natürlich die Pressevertreter, sie sorgen dafür, dass Waldbronn von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Leider nicht immer positiv, aber das Leben ist eben auch nicht immer nur positiv. So hat der Bericht von der Deutschen Presseagentur über die abgestürzten Gemeindefinanzen gleich in mehreren Zeitungen in Baden-Württemberg  für einen großen, leider nicht gerade positiven, Bekanntheitsgrad von Waldbronn gesorgt und mir  mehrere Rundfunk- und Fernsehinterviews beschert. Schauen wir also mal rein in das Dritte Programm, Sie sehen „Baden-Württemberg-Aktuell."
Tja – so kann es einem gehen! Ich werde mich auch weiterhin für eine gerechtere Verteilung der finanziellen Mittel im Ausgleich zwischen Bund, Ländern, Landkreisen und den Gemeinden einsetzen!  Die schönen Worte unseres Bundespräsidenten Johannes Rau „Ohne die Gemeinden ist kein Staat zu machen" sind hoffentlich in Berlin noch nicht verhallt! Ich habe die Hoffnung noch nicht verloren,  auf eine wirkliche Gemeindefinanzreform, die den Kommunen weniger abverlangt und mehr Geld in die Kasse bringt.
Sehr verehrte, liebe Gäste,
lassen Sie uns nochmals das Jahr 2003 aus örtlicher Sicht betrachten, ich beginne mit den Waldbronner Menschen 2003:
Hans Ruland: Beim Neujahrsempfang übergab er einen Scheck über 9.999,-- € für die Jugendarbeit im Eistreff. Darüber haben wir uns sehr gefreut, die Kurverwaltung hat ihn kurz darauf zum „1. und einzigen Ehren-Eisbären-Patenonkel" ernannt. Die Spende wurde zum Teil schon für Jugendprojekte und Trainerstunden für die Eissternchen von morgen, verwendet. Nochmals herzlichen Dank, Herr Ruland,  für diese großzügige Spende!
Reiner Becker, langjähriger Vorsitzender der Waldbronner Selbständigen, hat sich vom Vereinsleben zurückgezogen und sein Amt in jüngere Hände gegeben. Sein Abschied beim Neujahrsempfang am 12. Januar 2003 ist sicher noch vielen in Erinnerung. Und auf diesem Foto ist auch gleich sein Nachfolger, Horst Fäßler, zu sehen.
Siegfried Becker bekam als langjähriger Vorsitzender der Kolpingsfamilie
Reichenbach und für weitere ehrenamtliche Aktivitäten die Bürgermedaille in Silber verliehen.
Rolf Nold, so heißt der neue Rektor der Anne-Frank-Schule. Er ist ja kein
Unbekannter mehr in unserer Gemeinde, da schon seit vielen Jahren als Konrektor und vor allem als versierter Chorleiter und Musikus aktiv.
Franz Becker:  Ein Waldbronner Original, 25 Jahre 1. Vorsitzender und
Sitzungspräsident des Gesangvereins Concordia Reichenbach, er hat das
Vereinsleben in seinem Verein und in Waldbronn ganz entscheidend geprägt. Ihm wurde zum Abschied die goldene Bürgermedaille verliehen.
Carmen Eckert, so heißt die neue Rektorin der Etzenroter Waldschule. Sie hatte schon einen tollen Einstieg beim Schulfest und als „Papa Eisbär" beim Musical „Der kleine Eisbär" zur Eistrefferöffnung.

Martin Altenbach wurde 70
Martin Altenbach wurde 70

Martin Altenbach, Ehrenbürger und Bürgermeister a.D., zu  seinem 70.
Geburtstages gab es einen Geburtstagsempfang im Rathaus,
Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle und Landrat Klaus Kretz hatten ein besonderes Geschenk für die Gemeinde mitgebracht, die Ehrenfahne des Landes-Baden-Württemberg aus Anlass des 50. Landesgeburtstages.

Krisztina Toth und Elke Wosik
Krisztina Toth und Elke Wosik

Krisztina Toth, die Nummer 1 beim TV Busenbach Tischtennis Damen 1.
Bundesliga, sie ist ungarische Nationalspielerin und erreichte bei den
Europameisterschaften Platz 3 im Einzel und Doppel und wurde Europameisterin im Mixed.  Gemeinsam mit Elke Wosik hat sie sich für die Olympiade in Griechenland in diesem Jahr qualifiziert, hierzu gratulieren wir herzlich und wünschen viel Erfolg! Elke Wosik wurde vom Deutschen Tischtennisbund und der Fachpresse nun auch zur „Tischtennisspielerin des Jahres 2003 gewählt." Auch hierzu gratulieren wir!
Simon Pierro, Herr der Ringe - der Magischen Goldenen Ringe von Lausanne, des Goldenen Zauberstabs als Magier des Jahres. In Den Haag gewinnt er die 
Vizeweltmeisterschaft der Allgemeinen Magie. Ob Paris, Monte Carlo oder Las Vegas, er hat es geschafft in die absolute Weltspitze der Magie aufzusteigen. Zur Zeit hat er ein Engagement in Las Vegas bei Siegfried und Roy, wir grüßen ihn und freuen uns mit ihm über diese Erfolge und die große Anerkennung.
Erika Krüger, seit Jahren erfolgreiche Leichtathletin und wohl eine
Ausnahmesportlerin. Was muss sie für eine Kondition haben – unglaublich?!? Sie läuft, und läuft, und läuft... bei der Weltmeisterschaft der Senioren in Riccione an der Adria erreichte sie einen hervorragenden 6. Platz.
Michael Taller, Waldbronner Unternehmer und großer Förderer der örtlichen
Kultur, der Vereine und der Heimatpflege, sein Betrieb feierte den 25. Geburtstag und ihm wurde für sein vorbildliches unternehmerisches Handeln und Wirken am Standort Waldbronn die Bürgermedaille in Gold verliehen.
Bernhard Becker, der „Glockner Man". So stand es im Amtsblatt. Was viele nicht wussten, nicht für möglich hielten, das hat er in einer Super Zeit geschafft: Mit dem Rennrad über den Großglockner.
Klaus Reppel, Waldbronner Bürger und in der ganzen Republik bekannt als der
„Touristik-Papst", erhielt von Wirtschaftsminister Döring die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg.
Hartmut Merz, er feierte seine Heimatprimiz in Busenbach und alle feierten mit. Die Heimatprimiz ist ein schöner Anlass für die gläubige Gemeinschaft der Heimatgemeinde und den  jungen Priester.
Richard Nußbaumer, seine Idee mit den süßen Eisbären zugunsten der Jugend im Eistreff brachte nicht nur Geld in die Kasse, sondern auch viel Sympathien
für den Eistreff. Auch soll er an dieser Stelle einmal genannt sein, da er seinen
Slogan auch vorlebt: „Bäckerei mit Herz".
Besonders die genannten und natürlich weitere Menschen des Jahres 2003 haben Waldbronn bekannt gemacht, ich denke hier z.B. an Prof. Dr. Hans Lenk, den wir aufgrund seiner weltweiten Anerkennung als Philosoph und vielfältigen Auszeichnungen eigentlich jedes Jahr hier beim Neujahrsempfang nennen könnten.
Sie alle haben persönlichen Einsatz gebracht und sich mit ihrer Heimat- oder
Wahlgemeinde Waldbronn identifiziert – vielen Dank dafür.
Nach den Menschen 2003 komme ich nun zu den Begegnungen im Jahr 2003 gab es vor allem bei runden Geburtstagen und Jubiläen: So bei der Partnerschaftsfeier zum 35. Geburtstag in Esternay. Eine große Abordnung unserer Gemeinde und  die 1. Mannschaft des TSV Etzenrot erlebten drei unvergessliche Tage in der Champagne.

40 Jahre Waldschule Etzenrot
40 Jahre Waldschule Etzenrot

Mit einem Schulfest feierte die Waldschule in Etzenrot ihren 40. Geburtstag, dabei wurde sie dem von mir verwendeten Slogan gerecht: „Waldschule Etzenrot – klein aber fein."
Der Lions Club Waldbronn feierte sein 20-jähriges Bestehen und das Akkordeon-Orchester Reichenbach sein 30-jähriges, der Musikverein Lyra Reichenbach wurde 80 Jahre alt und erfreute uns mit einem schönen Konzert in der Pfarrkirche.
Zwei klassische Jubiläen konnten ebenfalls gefeiert werden: Während die
evangelische Kirchengemeinde und der Diakonieverein Waldbronn ihr 25- Jähriges feierten, konnte der Katholische Kirchenchor St. Katharina Busenbach gleich sein 125. Jubiläum begehen.
Begegnungen – der Waldbronner untereinander, aber auch mit den zahlreichen Gästen von außerhalb, bei einem der spannenden Tischtennisspiele im Kurhaus,  beim Lionsbazar im Kurhaus, im Freibad während des Supersommers, was zu einem Besucherrekord von 136.612 Besuchern führte,

Candle-Light-Baden im Freibad
Candle-Light-Baden im Freibad

bei den ausländischen Besuchern im Rathaus und in der Gemeinde, aus England und Frankreich, Japan, Neuseeland, Kroatien oder Russland. Wir suchten auch die Begegnungen auf verschiedenen Messen, wo sich die Kurverwaltung Waldbronn erfolgreich präsentierte: Auf dem Mannheimer Maimarkt, der Publika in Pforzheim oder dem wahren Publikumsmagneten Offerta in der Neuen Karlsruher Messe. Wir begegneten uns auch auf dem Mittwochsmärktle, der sein 1-jähriges feierte, und auf dem Wochenmarkt vor dem Rathaus, der seinen 10. Geburtstag feiern konnte.

10 Jahre Wochenmarkt
10 Jahre Wochenmarkt

Begegnungen - ob beim Mai- und Zunftbaumstellen, an den drei verkaufsoffenen Sonntagen, bei den Veranstaltungen im Rahmen der Waldbronner Woche oder beim Kurparkfest. Ein besonderer Gag war sicher auch der Genuss des „Waldbronner Eisbräus" in der neuen, mit  Waldbronner Werbung geschmückten Straßenbahn, die jetzt im Stadtgebiet von Karlsruhe umherfährt und so Werbung für unseren Ort und die Erlebniswelt Waldbronn macht. Doch nicht nur das, auch im Kino läuft Werbung für die Einrichtungen unserer Gemeinde – sehen Sie selbst!

Eine Strassenbahn wirbt für Waldbronn
Eine Strassenbahn wirbt für Waldbronn

Begegnungen auch bei den vielen Vereins-, Schul-, und Kirchenaktivitäten und
Festlichkeiten, bei Konzerten des Kulturrings, der Musikschule oder den Gesang- und Musikvereinen, bei Lesungen und Ausstellungen, beim Theaterspielen oder VHS-Angeboten, dem Ferienprogramm, in den Projektgruppen zum Leitbild, bei den Kürbisaktionen oder am Tag der offenen Albtherme, alles Orte und Möglichkeiten zur Begegnung der Menschen. Und das ist wichtig für eine Gemeinschaft, dass sich die Menschen untereinander begegnen und miteinander ins Gespräch kommen. Nicht übereinander reden, sondern miteinander, das ist viel besser.

Namensgebung am Monmouthplatz
Namensgebung am Monmouthplatz

Besonders auch unsere Partnerschaften haben zur Begegnung der Menschen und zur Völkerverständigung beigetragen. Waldbronn hat jetzt einen Monmouthplatz in Reichenbach und eine St. Gervais-Halle im Eistreff und neue Stadtilm-Schilder an
den Ortseingängen. St. Gervais/Mont Blanc:  Ob Wandern, Skifahren,
Jugendzeltlager, Gemäldeausstellungen, der Besuch des Viehmarktes und des
Musikfestivals, oder der Antrittsbesuch des neuen Bürgermeisters mit seinem
Gemeinderat in Waldbronn,  der super Beitrag bei der Einweihungsfeier des Eistreff mit Eistänzerinnen und Eishockey, diese Partnerschaft ist wirklich sehr aktiv.
Esternay/Champagne: Wie bereits gesagt, seit 35 Jahren sind wir verschwistert, auf der Grundlage von Etzenrot. Viele privaten Kontakte und Freundschaften zwischen der Feuerwehr und den Vereinen sind gewachsen, sogar eine Ehe wurde gestiftet. Eine sehr persönliche und freundschaftliche Partnerschaft.
Monmouth/Wales: Die Waliser waren mit 30 Gästen zur Einweihung des
Monmouthplatzes und zum Kurparkfest gekommen, sie weilten eine Woche in
Waldbronn und erkundeten die Gegend . Durch die große Entfernung findet nur einmal jährlich ein offizieller Austausch statt, zusätzlich zum bereits schon
traditionellen Schüleraustausch mit dem Karlsbader Gymnasium.
Reda/Polen: Die Kontakte wurden im vergangenen Jahr vertieft, der Einladung in die Danziger Bucht ist eine kleine Gemeinderatsdelegation gerne gefolgt. Wir spürten, dass der Wunsch nach weiteren Begegnungen mit Waldbronnern groß ist; wir werden diesem Wunsch nachkommen, durch einen Besuch einer pommersch-kaschubischen Vereinigung aus Reda im Juni, die uns traditionelle Folklore näher bringen wird.

Waldbronn und seine Partnerschaften

Waldbronn
und seine Partnerschaften

Stadtilm/Thüringen: Der 1. Jahrestag seit der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages wurde am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit,
kräftig gefeiert. Gemeinsam mit den Freunden aus St. Gervais genossen wir die
Thüringer Bratwürste und den französischen Bergkäse.
Es fanden nicht nur Begegnungen statt, es wurden auch die Ärmel hochgekrempelt. Unter der Überschrift Aktive Bürger 2003
finden sich gleich mehrere achahmenswerte und herauszuhebende Aktionen mit
zusammen, man höre und staune, 8.380 geleisteten freiwilligen Arbeitsstunden:
- Sanierung Sportplatz FC Busenbach mit mehr als 2.200 Arbeitsstunden
- Renovierung der katholischen Kirche in Etzenrot mit 1450 Stunden
- Umbau des Feuerwehrhauses in Etzenrot mit 4300  Stunden
- Neuanlage eines Außenspielbereichs beim Kindergarten St. Bernhard in Etzenrot mit insgesamt 430 geleisteten Stunden.

Sportplätze werden gebaut
Sportplätze werden gebaut

Dieser Einsatz von Eltern, Vereinsmitgliedern, Firmen, der Feuerwehr oder
Vertretern der Kirche ist lobenswert, bedarf Dank und Anerkennung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, in meinem Jahresrückblick dürfen die Projekte 2003
nicht fehlen. Teilweise sind es auch Projekte 2004, also Rückblick und

Ein Neubaugebiet ist geplant
Ein Neubaugebiet ist geplant

Vorausschau zugleich. Hier nenne ich  die größten, bzw. die wichtigsten:
Neubaugebiet Neuer Heubusch: Einleitung der Umlegung, Beratungen über Flächenabzug und Werte, Bebauungsplan und Ausgleichsplan,
Bürgerversammlungen etc. Dieses Baugebiet hat die Gremien und die Verwaltung das ganze Jahr über beschäftigt. Seit mehr als 20 Jahren wird in Waldbronn wieder ein Neubaugebiet für den Wohnungsbau umgelegt. Und zum ersten Mal überhaupt mit einem Erschließungsträger, der die Grundstücksverhandlungen erfolgreich abgeschlossen hat und jetzt bereits die Erschließung plant. Im Juni soll der 1. Baggerbiss sein, die etwa 165 Bauherren dürfen sich freuen.
Leitbild Waldbronn 2020: Unter dem Titel „Wir gehen gemeinsam voran" hat der Gemeinderat das Leitbild verabschiedet und damit einen wichtigen Beschluss zur bisher umfangreichsten Bürgerbeteiligung in Waldbronn gefasst. Mittlerweile haben die Projektgruppen ihre Arbeit aufgenommen, noch im Januar und dann im Februar geht es weiter. Wir sind also mittendrin in  der praktischen Umsetzung dieser wichtigen Ziele und Visionen für die Zukunft unserer Gemeinde!

Betrieb herrscht im Eistreff
Betrieb herrscht im Eistreff

Eistreff: Endlich – am 3. Oktober war es soweit, der Eistreff konnte nach
zweijähriger Bauzeit den Eisläufern übergeben werden. Mit einem bombastischen Programm bei mehreren 1.000 Besuchern merkten wir gleich, dass wir eine gute Entscheidung getroffen haben. Mittlerweile mehr als 50.000 Besucher bestätigen uns: Die 7,66 Mio. Euro sind gut angelegt! Über die Sommernutzung wird zur Zeit nachgedacht, wir haben schon vielversprechende Konzepte auf dem Tisch. Lassen Sie sich also auch weiterhin überraschen! Eins kann ich Ihnen jetzt schon versprechen, auch im Sommer wird der Bär im Eistreff steppen!
Radiomuseum: Die Sanierung des Westgiebels beim Radiomuseum war der
Anlass für eine Wiedereröffnung beim alljährlichen Backfest im Kulturtreff. Wir besitzen jetzt eine Klaus-Wunderlich-Ecke und ein schmuckes Museum – innen wie außen.
Sportplatz Etzenrot: Die Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes in Etzenrot
wurde von vielen herbeigesehnt, denn endlich, nach Jahren der Unbespielbarkeit, hat unser kleinster Ortsteil endlich wieder einen schönen und vor allem funktionsfähigen Sportplatz Die Investition der Gemeinde schmerzte, war aber unaufschiebbar und auch deshalb vertretbar, weil dieser Platz für alle Waldbronner Fußballervereine als Ausweich- und Trainingsplatz genutzt werden kann. Somit – ein echtes Waldbronner Projekt.
Kanalsanierung Busenbach: Ein neuer Kanal wurde in Busenbach verlegt, er soll das Oberflächewasser vom Neuen Heubusch aber auch aus der Ortsmitte in die Klamm ableiten und unten der Alb zuführen. Dies war der 1. Streich und der 2. folgt zugleich, mit 1,6 Mio. Euro ist das obere Anschlussstück die größte
Maßnahme der Gemeinde im Jahr 2004. Wir werden somit den größten Teil der Investitionen in diesem Jahr im Boden vergraben.
Feuerwehrfahrzeug: Bestellt wurde das neue Feuerwehrfahrzeug für die Abteilung Reichenbach. Wenn es dann im Sommer 2004 geliefert wird, haben wir unseren Fahrzeugbestand optimal besetzt und die nächsten Jahre hoffentlich Ruhe, was die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen angeht.


Hier soll ein Gewerbegebiet wachsen
Hier soll ein Gewerbegebiet wachsen

Konzepte/Planungen: Beschlossen wurde endgültig der Flächennutzungsplan,
daraus folgt ein neues Gewerbegebiet am nördlichen Ortsrand von Reichenbach im Gewann Fleckenhöhe. Wir wollen im Herbst an die Arbeit gehen und mit den planerischen Vorbereitungen beginnen. Waldbronn braucht dringend neue Flächen für neue Gewerbebetriebe, Produktionsstätten oder Dienstleistung.
Auf den Weg gebracht wurde ein neues Verkehrs- und Radwegekonzept und der Gewässerentwicklungsplan als gute Grundlagen für künftige Projekte. Als 1. Maßnahme aus dem Verkehrskonzept wird  eine Fußgängerampel an einer der gefährlichsten Ecken in Waldbronn, am Ortseingang Reichenbach Einmündung Zwerstraße/Stuttgarter Straße, installiert werden. Hier zeigt sich, dass Ausdauer und  Beharren gegenüber den Behörden manchmal auch Erfolg zeigt! Danke an die Verkehrsbehörde des Landkreises und die Straßenbauverwaltung! Ich jedenfalls freue mich, dass diese Gefahrenstelle nun endlich entschärft wird, daran haben sich immerhin schon drei meiner Vorgänger-Bürgermeister die Zähne ausgebissen.
Uns bleiben im neuen Jahr die Diskussionen  ums Kurhaus und den Kindergarten St. Elisabeth, diese Themen konnten wir leider noch nicht abarbeiten. Die vom Gemeinderat beschlossene Kindergarten-Bedarfsplanung ist eine gute Grundlage, denn die Zukunft liegt zweifelsohne in der Hand unserer Kinder. Deshalb sollen sie auch gute Voraussetzungen vorfinden. Übrigens stehen 87 Geburten im vergangenen Jahr 88 Sterbefälle gegenüber. So haben wir Hoffnungen auf folgenden Nachwuchs aus den immerhin 68 geschlossenen Ehen. Waldbronn wird auch weiterhin eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde sein. Nun liegt es am Gemeinderat das neue Kindergartenkonzept für Reichenbach auf den Weg zu bringen, um der Entwicklung der  Kinderzahlen ab dem Jahr 2005/2006 gerecht zu
werden. Dieses Konzept, welches  die Integration in bestehende
Gemeindeeinrichtungen vorsieht, ist vielleicht nicht 100 % optimal, aber vertretbar und vor allem finanzierbar!  Und es dient letztendlich den Kindern, um die es vorrangig gehen sollte, und nicht um Entscheidungen, getragen von Lobbyismus oder gar Populismus. Hier fällt mir nur noch Manfred Rommel ein: „Ist der Weg
auch falsch und steinig,
Hauptsach´ ist, wir sind uns einig."
Wie es mit dem Kurhaus weitergeht, müssen wir abwarten – gibt es Alternativen, gibt es ein Investorenmodell, müssen wir doch sanieren?!? Auf diese Fragen werden wir hoffentlich im ersten Halbjahr eine Antwort bekommen.
Da alle Projekte auch finanziert werden müssen, komme ich jetzt zum letzten
Kapitel des Jahres 2003, den Gemeindefinanzen. Zum ersten Mal in der
Waldbronner Geschichte musste der Gemeinderat einen Haushalt verabschieden, der eine, zum Ausgleich des Haushalts erforderliche, umgekehrte Zuführung vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt enthielt und das auch noch in einer Rekordhöhe von 6,3 Millionen Euro! Vor allem die Gewerbesteuereinbrüche in Millionenhöhe, dadurch weniger Einnahmen und die auf der Grundlage des Superjahres 2001 gestiegenen hohen Forderungen des Landes und Kreises durch den Finanzausgleich und die Kreisumlage waren Ursache dieses Dilemmas. 
Würden wir in Waldbronn das Wort oder besser das Unwort des Jahres 2003
suchen, es wäre wohl sicher „Negativzuführung" oder „Sparen". Denn Sparen war und ist angesagt in allen Bereichen, ob in der Kultur, den Feuerwehren, den Schulen oder in der Verwaltung, alle Bereiche wurden unter die Lupe genommen.
Und da wir 2004 wieder einen positiven Haushaltsausgleich haben wollten,
mussten wir diesen Prozess fortführen und ein Konsolidierungspaket schnüren. Mit dem Haushalt 2004, der vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, ist uns das gelungen. Wie sagte ich schon öfter: „Sparen macht kreativ". Durch die Vorarbeit der Verwaltung mit Sparkonzepten in vielen Bereichen und die Bestätigung durch den Gemeinderat haben wir das Sparpaket für 2004 und die Folgejahre geschnürt. Herausgekommen ist nach zwei negativen Jahren wieder eine positive Zuführung, aber nur deshalb, weil wir den Gürtel in allen Bereichen enger schnallen: Bei der Kultur, den Festen, Veranstaltungen und Repräsentationen, den freiwilligen Leistungen, bei der Gebäude- und Sportstättenunterhaltung, selbst beim Personal konnte nicht Halt gemacht werden, bei der Bücherei, VHS und Musikschule, bei den Schulen und der Feuerwehr – überall muss in diesem wie in den Folgejahren eisern gespart werden.  Manfred Rommel hat hierzu einmal angemerkt:
"Wenn man Geld nicht ausgibt, was man nicht hat, nennt man das Realismus."  Ja, es gibt wohl keinen Bereich, der von den
Kürzungen verschont wurde. Da stimmt es mich schon optimistisch, wenn mir
Vereinsvorstände mitteilen, sie seien mit den Einsparungen einverstanden, denn in guten Jahren war die Gemeinde sehr großzügig, jetzt in schlechten Zeiten müsse eben überall gespart werden. Oder wenn mir Bürger auf die Schulter klopfen und sagen: „Machen Sie weiter so, wir mussten schon unser Leben lang sparen. Aber sparen Sie ja konsequent". Einer hat mir sogar geschrieben, er sei froh, dass mit dem „Großzügigkeiten Verteilen" endlich Schluss sei und ich sollte die knappen Mittel sinnvoll einsetzen. Ja ich könnte noch mehr sagen zu diesem Thema!
Zusammenfassend kann ich sagen, es stimmt mich stolz und auch zuversichtlich, wenn die Bürgerschaft zusammensteht und selbst Hand an legt, eigene Ideen erarbeitet und sich Gedanken darüber macht, wie wir alle zusammen in Waldbronn eine gute Zukunft haben können. Genau das, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, macht eine Gemeinde und vor allem eine gut funktionierende Gemeinschaft mit Gefühlen der Gemeinsamkeit, der Verbundenheit und der Identifikation mit der eigenen Gemeinde aus!
Und genau darin liegen unsere Stärken für eine gute Zukunft in Waldbronn, dessen bin ich mir ganz sicher!
Wie sagte ich zu Beginn meiner Rede?
„Die erstrebenswerten Ziele liegen weit entfernt, dennoch lohnt es sich, sie zu
verfolgen."
Mit den Worten von Erich Kästner möchte ich schließen:
„Wird´s besser?
Wird´s schlimmer?"
Fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer lebensgefährlich.
In diesem Sinne...Alles Gute für das  neue Jahr 2004!"

Kosten des Neujahrsempfangs
Sicher sind einige von Ihnen erschrocken, als sie in den BNN vom Montag, den 12. Januar den Bericht über den Neujahrsempfang gelesen haben. War dort doch zu lesen, dass der Neujahrsempfang sage und schreibe 14.000 Euro gekostet habe.
Sicher hatten Sie gleich die Vermutung, dass es sich nur um einen Druckfehler handeln kann, denn die richtige Zahl heißt 1.400 Euro.
Was eine Null nicht alles ausmachen kann!

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